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Warum es nicht gesund ist sein Baby mit Brei zu füttern

Ist Babybrei gesund?

Zugegeben, die Überschrift könnte, je nach Einstellung und Denkweise, zu Missverständnissen führen. Deshalb nochmal kurz vorab: Es geht hier um typischen Babybrei und Breifahrpläne. Nicht um Lebensmittel mit breiiger Konsistenz wie Cremesuppen, Porridge oder Kartoffelbrei im Rahmen der normalen Familienkost.

Wenn Babys nach Bedarf gestillt werden, nehmen sie sich was sie brauchen.

So ist es auch wenn sie feste Kost bekommen, bei der sie selbst entscheiden können ob und wie viel sie essen.

Wenn man Brei füttert, bestimmen sie nicht mehr selbst, wie viel sie brauchen. Sondern der, der füttert.

Auch wenn derjenige der füttert Rücksicht auf das Kind nimmt, isst das Kind zu viel. Das liegt schlicht an der Konsistenz. Die Mengen an Obst und Gemüse, die wir in Breiform zu uns nehmen können, könnten wir in fester Form niemals auf einmal essen. Das ist auch bei uns Erwachsenen so. Was bei uns, mit den richtigen Zutaten durchaus gut sein kann, weil wir z.B. mit einem grünen Smoothie viele Nährstoffe mit einem Glas aufnehmen können, ist für Babys nicht gut. Denn der unreife Darm kann diese Menge gar nicht verarbeiten.

Durch die permanente zu große Nahrungsmenge geht auf Dauer das natürliche Hunger- und Sättigungsgefühl verloren.

Dies wiederum kann zu Essstörungen führen.

Des weiteren wird die Mundmotorik nicht gefördert.

Die Kinder lernen mit dem Brei umzugehen, das Kauen wird überflüssig und erst später gelernt. Kinder verschlucken sich an fester Kost genau so oft wenn sie erst mit Brei gefüttert wurden wie wenn sie von Anfang an feste Kost bekommen.

Oft beeinflusst das auch das Trinkverhalten und die Sprachentwicklung.

Die Gefahr des Verschluckens ist, zumindest beim Einhalten des typischen Breifahrplans und somit Beikostbeginn mit 4 Monaten, bei Brei höher. Feste Kost wird erst angeboten, wenn das Kind mindestens 6 Monate alt ist und alle Beikostreifezeichen erfüllt. Wenn mit Breigabe auch bis zum Erfüllen dieser Punkte gewartet wird, ist die Gefahr des Verschluckens bei beiden Arten der Beikosteinführung gleich groß. Flüssiges wird allerdings leichter aspiriert und kann schneller in der Lunge landen als feste Kost.

Und zu guter Letzt:

Bei Breigabe fehlt der wichtige erste Verdauungsschritt

Kauen erzeugt Speichel, Lebensmittel müssen eingespeichelt werden damit die Amylase diese zersetzen kann und die Verdauung einwandfrei funktioniert. Dies ist bei traditionellem Vorkauen der Nahrung durch die Eltern gegeben, nicht aber, wenn das Essen püriert wird. Der Speichel der dabei im Mund ist und sich mit dem Brei vermengt ist dafür nicht ausreichend. dafür muss die Nahrung gekaut werden.

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