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Grundausstattung für die Stillzeit – 4 Dinge die du wirklich brauchst und 11 die reine Geldverschwendung sind

Dinge die du brauchst und Ding die du nicht brauchst Stillen Stillzeit GRundausstattung Baby Nina Abel

Immer wieder sehe ich kopfschüttelnd auf die einladenden Regale mit allerlei Stillhilfsmitteln in den Drogerien und Supermärkten. Neben den schon lange erhältlichen Milchpumpen, Stilleinlagen und Stillhütchen stehen dort mittlerweile auch verschiedene Milchpulver, Riegel, Quetschies und vieles mehr für die stillende Mutter. Wenn man schon kein Geld mit Flaschen und Säuglingsnahrung mit diesen Müttern machen kann, dann muss man sich halt was anderes einfallen lassen.

Traurig ist vor allem, dass Mütter nicht nur jede Menge Geld unnötig aus dem Fenster werfen, wenn sie sie Dinge kaufen, sondern auch dass diese Auswahl an „Hilfsmitteln“ die Mamas noch mehr verunsichert ob sie wirklich in der Lage sind zu stillen und genug Milch zu produzieren.

Die meisten dieser Dinge sind nicht nur unnötig, sondern auch noch völlig sinnlos für eine stillende Mutter und im schlimmsten Fall sogar eher hinderlich als hilfreich.

In diesem Artikel zeige ich welche Dinge du getrost im Regal lassen kannst.

1. Stilltee

oder alternativ alle anderen angeblich milchsteigernden Nahrungsergänzungen. Die gibt es mittlerweile ja wie Sand am Meer. Von Pülverchen zum Anrühren, über Kapseln, bis hin zu Stilltee, Stillkugeln und so weiter und so fort. In den USA lässt man sich sogar stinknormale Haferkekse teuer bezahlen, weil man einfach mal eine milchsteigernde Wirkung auf die Packung schreibt und schwups, kostet ein Cookie das Dreifache.

Es gibt tatsächlich nur ein einziges Mittelchen, dass eine erwiesene milchsteigernde Wirkung hat, das ist der Bockshornklee. Dieser ist zwar auch in manchen Stilltees und anderen Mitteln enthalten, aber in einer viel zu geringen Dosierung als dass er wirklich wirken könnte.

Bockshornklee gibt es zwar auch pur, aber hier kommt hinzu, dass er nicht ohne medizinische Indikation und unter Beobachtung einer ausgebildeten Stillberaterin eingenommen werden sollte. Abgesehen davon, dass er unter bestimmten Umständen gravierende Nebenwirkungen haben kann ist die Einnahme schlicht ein Eingriff in die natürliche Milchbildung und Stillbeziehung. Er mag vorübergehend vielleicht die Milchmenge steigern, aber das Problem (meist falsches oder zu seltenes Anlegen) ist damit nicht aus der Welt geschafft.

Wenn du unbedingt irgend etwas für deine Milchbildung kaufen und nehmen willst, dann lieber noch Stillkugeln, Malzbier oder ähnliches. Diese Dinge helfen genauso viel oder wenig dabei mehr Milch zu haben, aber sie schmecken wenigsten, liefern Energie und Kalorien für den anstrengenden Mamaalltag und geben dir im besten Fall ein gutes Gefühl. Und das für einen Bruchteil des Preises.

2. Lanolin oder andere Brustwarzenpflege

Lanolin wird oft ja schon nach der Geburt in der Klinik verteilt. Nimm es mit nach Hause, es ist eine hervorragende Lippenpflege bei rauen und trockenen Lippen. Für deine Brustwarzen brauchst du es nicht.

Rund um deine Brustwarzen befinden sich Drüsen, die ein pflegendes Sekret absondern das dazu noch einen für dein Baby anlockend wirkenden Duft hat. Wird die Brust nicht übertrieben oft und vor allem nicht mit Seife und Duschgel gewaschen, reicht diese Pflege vollkommen aus um deine Brustwarzen zu schützen.

Auch ein paar Tropfen Muttermilch auf der Brustwarze trocknen zu lassen wirkt pflegend und schützt deine Brustwarzen vor Rissen.

3. Riegel, Quetschies und Milchpulver

Als ich das zum ersten Mal sah, dachte ich ich hab irgendwas an den Augen. Wenn man das Milchpulver nicht für die Babys verkaufen kann macht man einfach noch ein bisschen Zucker und Aromen dazu, bildet eine stillende Mama vorne drauf ab und verkauft es als wertvolles Getränk für die Mutter oder was? Ich muss zugeben, geschickte Geschäftsidee.

Muttermilch ist überall auf der Welt gleich zusammengesetzt, völlig egal was die Mutter zu sich nimmt. Nur sehr wenige Dinge lassen sich durch die Mutter beeinflussen, aber sicher nicht mit solchen Nahrungsergänzungsmitteln.

Eine normale, ausgewogene Ernährung reicht vollkommen aus und wenn du nicht gerade vollkommen unterernährt bist, wirst du deinem Kind auch alles wichtige durch die Muttermilch mitgeben wenn du dich zum Großteil von Fastfood ernährst.

Gesünder sind dann zumindest noch die angebotenen Müsliriegel und Quetschies, aber die kannst du im normalen Regal mit Müsliriegeln und einem Glas Apfelmus auch günstiger haben.

4. Schnuller

Ja ich weiß, manchmal ist es auch wenn man stillt mit einem Schnuller einfach leichter und ich will den Schnuller hier auch nicht unnötig verteufeln. Fakt ist aber nun mal, ein Schnuller ist bei einem Stillkind nicht nötig. Das Nuckelbedürfnis sollte an der Brust gestillt werden, was gleichzeitig die Milchbildung anregt.

Willst du dennoch einen Schnuller nutzen, solltest du unbedingt auf ein paar Dinge achten um eure Stillbeziehung nicht zu gefährden. In meinem Artikel Schnuller, ja oder nein? erkläre ich dir was bei der Schnullergabe zu beachten ist.

5. Still BH

Immer wieder wird mir von stillenden Mamas die Frage gestellt: „Wann darf ich endlich wieder normale BHs tragen?“

Wenn du Still-BHs toll und bequem findest und du gerne welche trägst, nur zu. Aber sie sind definitiv nicht nötig. Du kannst genauso gut einen normalen BH anziehen und das Körbchen einfach unter die Brust schieben. Auch BHs mit Bügeln sind, auch wenn oft was anderes behauptet wird, völlig ok. Du solltest einfach darauf achten, dass der BH gut passt und nirgends drückt oder einschneidet, sonst droht ein Milchstau.

6. Stillkleidung

Genau so sieht es mit Stillkleidung aus. Abgesehen davon, dass sie meist entweder extrem teuer oder grundsätzlich so geschnitten ist, als wäre man noch schwanger, was die übrigen Babypfunde noch zusätzlich betont, ist besondere Stillkleidung schlicht nicht unbedingt nötig.

Du kannst genauso gut einfach Oberteile mit etwas tieferen und elastischen Ausschnitt anziehen und es beim Stillen einfach unter die Brust schieben. Wenn du etwas geschützter sein willst, kannst du auch zwei Oberteile übereinander anziehen, dann kannst du eins hoch und eins runter schieben. Auch Bauchbänder aus der Schwangerschaft eignen sich gut zum darunter ziehen und bedecken Bauch und Rücken wenn du beim Stillen dein Oberteil nach oben ziehst.

7. Stillschal oder Stillponcho

Sollte dir der Sichtschutz durch das Oberteil wie im letzten Punkt beschrieben wirklich nicht ausreichen, tut es ein Mulltuch, dein normaler Schal oder dein normales Halstuch ganz genau so und das ohne Unmengen an Geld zu kosten.

8. Flaschen

Keine stillende Mutter braucht Babyflaschen im Haus. Sollte wirklich einer der extrem seltenen Fälle eintreten, in denen tatsächlich zugefüttert werden muss, sollte die Milch am Besten per Brusternährungsset* gegeben werden. Auch ein Löffel oder ein Becher eignen sich zum Zufüttern. Das können auch Oma und Opa oder sonstige Babysitter übernehmen, falls du die Flaschen kaufen möchtest, damit du dein Baby mal zu den Großeltern geben kannst.

Bedenke, dass jede Flasche eure Stillbeziehung massiv stört und im schlimmsten Fall der Anfang vom Abstillen sein kann. Angefangen bei einer Saugverwirrung / Saugpräverenzverschiebung, die bei jeder Flasche und in jedem Alter auftreten kann, bis hin zur verminderten Milchproduktion kann eine Flaschengabe jede Menge Probleme verursachen.

9. Säuglingsmilch

Ganz egal wer dir das erzählt, du brauchst als stillende Mama definitiv keine Säuglingsmilch im Haus zu haben. Allein die Tatsache, dass sie greifbar ist, mindert die Hemmschwelle sie zu nutzen erheblich. Vor allem in stressigen und nervenaufreibenden Clusterphasen, greifen verzweifelte Eltern sehr viel schneller zur Säuglingsmilch, wenn sie nicht erst besorgt werden muss.

Sollte wirklich ein Notfall eintreten, weswegen Säuglingsmilch die einzige Option ist, kann sie kurzfristig besorgt werden. Zur Not auch am Wochenende und Nachts in Apotheken.

Formulanahrung sollte immer die letzte Notlösung bei einem voll gestillten Kind sein. Schon ein Schluck tötet dutzende Enzyme und Bakterien im Magen – Darm – Trakt des Säuglings unwiderruflich ab und verändert dadurch das einzigartige Mikrobiom eines gestillten Kindes nachhaltig. Es dauert Wochen, bis sich das Mikrobiom wieder annähernd an das eines ausschließlich gestillten Säuglings angepasst hat. Ganz so wird es aber nie wider werden.

Bevor du also zu Pulvermilch greifst, frage dich ob es die momentane Erleichterung der Situation wirklich wert ist.

10. Milchpumpe

Wenn du nicht gerade sehr schnell wieder arbeiten gehst oder aus einem anderen Grund häufig nicht bei deinem Baby sein kannst, ist eine Milchpumpe in den meisten Fällen überflüssig.

Für den Fall, dass du mal Muttermilch brauchen solltest, ist es einfacher und oft effektiver Muttermilch per Hand auszustreichen.

Gerade am Anfang der Stillbeziehung sollte keine Milchpumpe zum Anregen der Milchproduktion genutzt werden. Lass einfach dein Kind an die Brust so oft es will. Nur so passt sich die Milchproduktion an den tatsächlichen Bedarf deines Kindes an.

Sollte eine Milchpumpe tatsächlich nötig sein, kannst du sie dir auf Rezept kostenlos in der Apotheke ausleihen.

11. Stillhütchen

Stillhütchen, die vermeintlichen Wundermittel für scheinbar jedes Stillproblem, die meist schon in den Geburtskliniken wie Bonbons verteilt werden.

Meiner Meinung nach das unnötigste und schlimmste aller „Hilfsmittel“. Den die einzigen denen Stillhütchen helfen sind der Hersteller, der damit Geld verdient und das Krankenhauspersonal, dass sich so Zeit spart die es ansonsten für eine richtige Beratung und Betreuung der stillwilligen Mama brauchen würde.

Stillhütchen sind so gut wie nie wirklich hilfreich, meisten verschlimmern sie die Probleme nur. Und auch die Antikörperproduktion für dein Baby funktioniert mit Stillhütchen nicht so effektiv wie ohne.

Ein Baby stillt eigentlich an der Brust, nicht an der Brustwarze und sollte ohnehin sehr viel mehr als nur die Brustwarze im Mund haben. Theoretisch könnte dein Baby auch ganz ohne Brustwarze stillen, das weiß jeder, dessen Kind schon mal herzhaft am Oberarm oder anderen stillungeeigneten Stellen angedockt hat. Somit sind auch so genannte Flach- oder Schlupfwarzen keine Indikation für den Gebrauch von Stillhütchen.

Ja Stillhütchen können das Stillen kurzzeitig erleichtern, gerade wenn wunde Brustwarzen die Mama schon vor dem Andocken zusammenzucken lassen. Das eigentliche Problem wird damit aber nicht bekämpft und eine Saugverwirrung und verminderte Milchbildung kommen dann ganz schnell noch oben drauf.

Du siehst also, dass sich jede Menge Geld sparen lässt, wenn man etwas genauer überlegt, was man von den vielen angebotenen Dingen rund um das Stillen wirklich braucht und was nicht. Da können ganz schnell mehrere hundert bis tausend Euro zusammen kommen, die auf jeden Fall  besser genutzt werden können.

Neben all dem was du zum Stillen also nicht brauchst, sage ich dir jetzt was wirklich nötig ist um erfolgreich und entspannt zu stillen:

1. Brüste

Ja tatsächlich: Brüste reichen vollkommen aus um erfolgreich stillen zu können. Ok, eigentlich reicht sogar eine Brust aus um dein Baby glücklich und satt zu bekommen.

2. Baby

Ja gut, mit Brüsten allein ist es nicht getan. Ein Baby oder auch mehrere, sollten schon vorhanden sein.

3. Stilleinlagen

Nicht immer und nicht unbedingt nötig, aber durchaus vorteilhaft sind Stilleinlagen.

Manche Mamas  brauchen nach den ersten paar Wochen gar keine mehr. Wenn du zu diesen Mamas gehörst und das Wochenbett zuhause verbringst, kannst du auch einfach ein Mulltuch nutzen. Das ist anfangs meist eh sinnvoller, weil es einfach mehr Milch auffängt. Dann kannst du dir auch diese sparen. Für alle anderen habe ich in einem anderen Artikel zusammengestellt welche Art von Stilleinlagen es gibt und wie du die richtigen Stilleinlagen für dich findest.

4. Stillvorbereitungskurs

Ok, ein wirklich guter Stillvorbereitungskurs einer ausgebildeten Stillberaterin ist auch nicht gerade günstig, aber immer noch günstiger als die ganzen unnötigen Dinge die ich dir oben erläutert habe und definitiv günstiger als Säuglingsnahrung und die restliche Ausstattung die gebraucht wird, sollte es mit dem Stillen nicht klappen. Und das ist dank falscher oder gänzlich fehlender Beratung leider gar nicht so selten der Fall. Mit einem professionellen Stillvorbereitungskurs kannst du sicher sein nicht nur gut auf die Stillzeit vorbereitet zu sein, sondern auch allen Schwierigkeiten trotzen zu können. Auch wenn dein Baby schon da sein sollte lohnt sich so ein Stillvorbereitungskurs noch. Auf jeden Fall zumindest in den ersten 3 Monaten.

Für den Anfang kannst du es ja mit meiner kostenlosen einfach stillen Erfolgs-Challenge probieren:

Und mit dem restlichen gesparten Geld kannst du dir immer noch die ein oder andere Massage oder einen entspannten Urlaub mit deiner Familie leisten.

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Was sollte ich schon in der Schwangerschaft über das Stillen wissen?

Nina aBel tillen Schwangerschaft Stillvorbereitung

Stillen ist heute, in einer Zeit, in der kaum noch eine Frau mit stillenden Müttern und Babys aufwächst, zu einem Mysterium geworden um das sich so viele Ammenmärchen und Falschinformationen ranken.

Wären es nur andere unerfahrene Mütter die dieses falsche Wissen weiter geben, wäre das ganze gar nicht so tragisch. Leider ist es aber so, dass nicht selten schon das Krankenhauspersonal direkt nach der Geburt mit ihrem falschen und veralteten „Wissen“ Stillbeziehungen zerstört, die eigentlich noch gar nicht angefangen haben. Als frisch gebackene Mama vertraut man gerade diesem vermeintlichen Fachpersonal und landet so oft in einer Spirale aus Panikmache, Zufüttern, Schmerzen und anderen Problemen, die oft schneller als einem lieb ist zum Abstillen führen.

Gerade nach der Geburt ist eine Mama so empfindlich und macht sich Sorgen ob sie auch alles richtig mit diesem kleinen hilflosen Wesen in ihrem Arm macht, dass es ein Leichtes ist sie zu verunsichern. Deshalb zeige ich dir heute 6 Dinge, die du schon in der Schwangerschaft wissen oder tun solltest, um dich nicht verunsichern zu lassen.

Mache eine persönliche Stillvorbereitung bei einer zertifizierten Stillberaterin oder belege einen Stillvorbereitungskurs

Es ist so schade, wie viele Mamas gar nicht wissen, dass es so etwas wie Stillvorbereitungskurse gibt. Obwohl eine gute Stillvorbereitung mit Sicherheit 99% aller Stillprobleme vorbeugen oder schnell beheben kann.

Mit dem Wissen aus einem Stillvorbereitungskurs lässt du dich nicht mehr so schnell verunsichern und hast dazu auch noch das nötige Wissen um tatsächliche Probleme zu erkennen und in vielen Situationen sogar selbst zu lösen.

Besuche schon während der Schwangerschaft eine Stillgruppe

Stillgruppen werden von zertifizierten Stillberaterinnen meist kostenlos angeboten und helfen dir auch schon in der Schwangerschaft einen guten Stillstart zu meistern.

In Stillgruppen hast du nicht nur ausgebildete Stillberaterinnen als Ansprechpartner, sondern dort begegnest du in der Regel Müttern, die diese ganze Vorbereitung schon hinter sich haben und von deren Fehlern und Problemen du profitieren kannst.

Du lernst das Leben mit Kind und das Stillen auch ohne Mütter in deiner Familie oder dem Bekanntenkreis schon vor der Geburt deines eigenen Babys kennen, siehst bei anderen Müttern, dass auch da nicht immer alles toll ist und lässt dich dadurch bei deinem eigenen Kind nicht mehr so schnell aus der Ruhe bringen, wenn dein Baby z.B. in den ersten Tagen und Wochen stillt, stillt und stillt und gar nicht mehr damit aufhören will.

Gönne dir und deinem Baby nach der Geburt Ruhe

Es klingt so banal und kann so schwer sein und gleichzeitig ist es wohl einer der wichtigsten Punkte nach der Geburt deines Babys.

Dein Baby war so lang in deinem Bauch, immer warm, immer satt, immer bei Mama und plötzlich wird es in diese laute, helle Welt geboren und soll von heute auf morgen mit dieser Veränderung klar kommen. Und auch für dich ist die Geburt deines Babys eine riesige Umstellung, nicht nur beim ersten Kind. Dazu kommen die Hormone, die uns das Leben gerade in den ersten Wochen oft wirklich nicht leicht machen.

Und in dieser Situation musst du auch noch dein Baby kennenlernen, es beschnuppern, seine Bedürfnisse kennen lernen, eure Stillbeziehung aufbauen und noch so vieles mehr.

Eltern leben mit ihren Babys in dieser Zeit oft wie in einer Blase und jeder Besuch ist ein Eindringling in diese kleine private Welt.

Klar gibt es auch Besuch, den man gerne für eine gewisse Zeit in diese Blase rein lässt und wenn er auch noch Essen mitbringt ist das super. Aber leider besteht der Besuch nach der Geburt meist aus weniger empathischen Gästen.

Bemerkbar macht sich der daraus resultierende Stress dann meist abends und nachts, wenn das Baby schlechter schläft, untröstlich weint und sich schlecht anlegen lässt.

Nicht selten sind das die Situationen wegen denen die Mama am Ende des Tages  weinend und mit einem schmerzenden Milchstau im Bett sitzt und verzweifelt zur Flasche greift.

Kenne mögliche Nebenwirkungen von Medikamenten, die bei Geburten eingesetzt werden

Hier soll es nicht darum gehen, dass ich dir sämtliche Medikamente bei der Geburt deines Babys verbieten will. Zum einen ist es ganz alleine deine Entscheidung ob du zum Beispiel schmerzlindernde Medikamente oder eine PDA möchtest und zum anderen gibt es in seltenen Fällen leider auch Gründe, warum sich das ein oder andere Medikament nicht vermeiden lässt.

Aber du solltet, egal was davon der Fall ist, wissen wie sich diese Medikamente auf deine Baby und den Stillstart auswirken können.

Manche Medikamente die bei der Geburt verabreicht werden, machen dein Baby zum Beispiel müde, so dass es sein kann, dass dein Baby nicht innerhalb der wichtigen ersten Stunde zum ersten Mal stillt. Meist kommt das Kreißsaalpersonal dann schon mit der Spritze voll Pre oder Glukoselösung, damit der Blutzucker deines Babys nicht zu niedrig wird.  Komme dem zuvor, indem du ein, zwei Tropfen Kolsostrum mit einem Löffel auffängst und deinem Baby gibst, versuch es immer wieder sanft zu wecken und im Halbschlaf anzulegen und gib ihm, bis es sich von der Geburt erholt hat, immer wieder dein Kolostrum vom Löffel. So wird das Zufüttern von Pre oder Glukoelösung völlig unnötig.

Flüssigkeitsgabe während der Geburt z.B in Form eines Wehentropfes, Antibiose oder anderen venös zugeführten Flüssigkeiten verfälschen das Geburtsgewicht deines Kindes nach oben, was oft zu einer Abnahme über 10% führt. Lass dich nicht verrückt machen und nehme das Gewicht das dein Baby 24 Stunden nach der Geburt hat als Ausgangswert, statt das Geburtsgewicht.

Nutze die goldene Stunde

Vor allem wenn dein Kind auf natürlichem Weg, frei von Medikamentengaben und Interventionen geboren wurde, laufen seine Instinkte schon direkt nach der Geburt auf Hochtouren. Wenn du es jetzt nackt auf deinen Bauch legst, wird es von selbst anfangen deine Brust zu suchen und andocken.

Ein Waschen, Wiegen und Messen in dieser Zeit ist nicht nur unnötig, sondern auch kontraproduktiv für dieses instinktive Handeln und das so wichtige Bonding. Bestehe darauf, dass ihr in den ersten ein bis zwei Stunden ungestört kuscheln könnt.

Vertraue deinem Baby

Dein Kind weiß ganz genau was es braucht und das sind viele kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt, unterbrochen durch Phasen des gefühlt stundenlangen nuckelns an der Brust. Das ist kein Zeichen dafür, dass dein Kind nicht satt wird. Im Gegenteil hilft es dir wirklich genug  Milch für dein Baby zu bilden.

Auch dein Kolostrum reicht bis zum Milcheinschuß vollkommen für dein Baby aus, auch wenn du das Gefühl haben solltest, dass du gar kein Kolostrum hast. Die Menge des Kolostrums beträgt am Tag tatsächlich nur ein paar wenige Milliliter, diese haben es aber in sich. Kolostrum in eine hochkalorische, sehr eiweißreiche Flüssigkeit, die über 700 Bakterienarten und mehrere Dutzend mal so viele Nährstoffe enthält als reife Muttermilch.

Hinzu kommt, dass der Magen deines Babys in den ersten Tagen noch winzig klein ist und gar nicht mehr aufnehmen kann als diese paar Milliliter. Der Magen muss sich erst langsam an eine höhere Nahrungszufuhr gewöhnen.

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Wusstest du, dass über 90% der frisch gebackenen Mütter ihre Babys nach der Geburt stillen? Und wusstest du auch, dass schon 2 Wochen nach der Geburt nur noch 60% der Mütter stillen?

Aber woran liegt das? Ist doch was dran, wenn es immer heißt: „es kann nun mal nicht jede Frau stillen?“

Ja und Nein. Ja es kann tatsächlich rein körperlich gesehen nicht jede Frau voll stillen. ABER: Das betrifft gerade mal 2% aller Frauen weltweit. In diesen Fällen wurde einfach nicht genug Brustdrüsengewebe angelegt.

Das heißt, dass 98% aller Frauen stillen können und zwar problem- und schmerzlos. Mit der richtigen Hilfe und dem richtigen Wissen.

90% aller stillenden Mütter geben dennoch an, schon in den ersten 3 Tagen mindestens ein Stillproblem gehabt zu haben. Das muss nicht sein. Mit der richtigen Vorbereitung.

Ich verrate dir heute, welche gravierenden Fehler dazu führen können, dass es mit dem Stillen nicht klappt.

Du sorgst nicht für genug Ruhe für dich und dein Baby

Eine Geburt kann eine wundervolle und wunderschöne Erfahrung sein, aber sie ist auch anstrengend. Du und dein Baby müsst euch erst einmal erholen und ausruhen.

Fast noch wichtiger ist aber: Da ist plötzliche ein zusätzliches kleines Menschlein in eurer Familie. Ihr seid plötzlich nicht mehr zu zweit, sondern müsst Rücksicht auf ein kleines, hilfloses Baby nehmen. Oder die großen Kinder haben ein Geschwisterchen bekommen, das jetzt beschnuppert werden will und für das die Großen, gerade am Anfang, auch mal zurück stecken müssen.

Egal wie eure Familienkonstellation aussieht, es braucht Zeit bis sich alle in ihre neue Rolle eingefunden haben.

Am Besten klappt das, wenn ihr so viel Ruhe wie möglich habt. Das heißt nicht, dass ich dir jeden Besuch verbieten will. So lange du und dein Baby euch wohl fühlt, ist es vollkommen in Ordnung Besuch zu empfangen.  Wenn dieser Besuch auch noch Essen mitbringt, für euch einkauft oder das ein oder andere bei euch zuhause kurz aufräumt: umso besser.

Vermeiden solltest du aber Besuch, der dir ungefragt dein Baby aus dem Arm reißt, dir ungebetene Ratschläge gibt, dir die schlimmsten Geschichten von wunden Brustwarzen erzählt und am Ende vielleicht sogar noch bekocht werden möchte.

Kurz: Jeder Besuch mit dem du dich unwohl fühlst ist zu vermeiden und das darfst du auch ganz klar so kommunizieren. Am Besten bereitest du Familie und Freunde schon vor der Geburt darauf vor, dass ihr erst mal ein paar Tage Ruhe wollt und euch meldet wenn ihr bereit für Besucher seid.

Du willst alles alleine schaffen

Dein Baby war 9 Monate in deinem Bauch, immer warm, immer satt, immer ganz nah an Mamas Herzen. Und plötzlich soll es in dieser neuen und völlig fremden, lauten, hellen Welt zurecht kommen. Klar, das wird es schaffen, aber was es dafür braucht bist du.Dein Baby braucht die ersten Wochen nach der Geburt nichts so sehr wie deine Nähe, den Duft deiner Haut und deinen Herzschlag, wenn es auf deiner Brust liegt.

Kein Problem, du bist im Wochenbett. Für dich und dein Baby wäre es das Beste, wenn du es so weit wie nur Möglich wörtlich nimmst und die ersten 6 bis 8 Wochen zum Großteil im Bett und auf dem Sofa verbringst.

In der Realität haben die meisten Mamas aber leider gar kein Wochenbett. Der Haushalt wartet, größere Kinder wollen versorgt werden und der Papa geht nicht selten gleich nach der Geburt oder spätestens nach einer Woche wieder arbeiten.

Ganz ehrlich? Auf diese Art würde es mich wundern, wenn du keine Stillprobleme bekommst.

Ich höre so oft, dass der Partner nach der Geburt nicht zu Hause bleiben kann, dass der Arbeitgeber keinen Urlaub gewährt,…

Bitte lasst euch das nicht gefallen. Gerade in Deutschland gibt es Möglichkeiten, dass auch der Partner nach der Geburt zuhause bleiben kann. Er kann z.B. 2 Partner- Elternzeitmonate direkt ab der Geburt nehmen. Arbeitgeber müssen die Elternzeit genehmigen und sie können deinen Partner auch nicht kündigen weil er in Elternzeit geht. Nutzt dieses Recht. Nicht nur für deine Unterstützung, sondern auch für die Vater- Kind Bindung ist diese Zeit etwas vorauf ihr nicht verzichten solltet.

Haushalt, Putzen, Einkaufen, Kochen,….. diese ganzen leidigen Dinge denen dein Wochenbett egal ist und die trotzdem anfallen – schieb sie bei Seite. All diese Dinge interessieren dich jetzt gar nicht.  Bitte um Hilfe. Dein Partner, deine Familie und Freunde können alle einen kleinen Teil übernehmen. Und solltest du wirklich ganz alleine sein und gar keine Hilfe haben: Egal, die Arbeit läuft nicht weg, die erste Zeit mit deinem Baby jedoch schon.

Du glaubst medizinischem Fachpersonal, dass dir im Kreißsaal, der Wochenbettstation oder Zuhause begegnet hat Ahnung vom Stillen

Es ist eigentlich wirklich traurig, aber medizinisches Fachpersonal hat in aller Regel keinerlei Ahnung vom Stillen. Die Ausbildungen von Ärzten, Krankenschwestern oder Hebammen schneiden das Thema Stillen, wenn überhaupt meist nur kurz an. Nicht selten auch noch unter Zuhilfenahme von veraltetem Fachwissen. Natürlich trifft das nicht auf alle zu und gerade Hebammen haben immer häufiger sehr gutes Fachwissen über das Stillen. Nur leider weißt du nicht ob die Person vor dir wirklich Fachwissen hat oder mit ihren Ratschlägen gerade eure Stillbeziehung gefährdet.

Wenn Fachpersonal Fortbildungen in diese Richtung macht, sind sie nicht selten von Säuglingsnahrungsherstellern gesponsert. Nestle hat eine eigene Fortbildungsakademie dafür eingerichtet. Das hier mehr über Muttermilchersatznahrung geredet wird, als über alles andere liegt auf der Hand.

Am Besten schaust du ob ein Krankenhaus in deiner Nähe ist, das von der WHO und der UNICEF als „Babyfreundliches Krankenhaus“ ausgezeichnet ist. Auch ist es sinnvoll schon in der Schwangerschaft Kontakt zu einer zertifizierten Stillberaterin aufzunehmen – sie sind das wahre Fachpersonal für die Themen Stillen- und Säuglingsernährung und extra dafür ausgebildet.

Du glaubst deiner Mutter, Tante, Freundinnen,…

Du denkst dir jetzt bestimmt: Ehrlich? Meint die das wirklich ernst?

Ja mein ich. Klar, wenn deine Mama oder deine Freundinnen problemlos stillen oder gestillt haben, werden sie bestimmt wertvolle Tipps für dich haben.

In den meisten Fällen wird es aber so sein, dass du Dinge zu hören bekommst wie: bei uns konnte niemand stillen, also klappt es bei dir auch nicht, dein Kind wird nicht satt, jetzt gib ihm doch endlich mal was richtiges zum Essen, deine Milch reicht einfach nicht oder ist zu dünn,…

Das meinen sie auch gar nicht böse, im Gegenteil. Natürlich wollen diese, dir in der Regel, nahestehenden Frauen nur helfen. Aber sie können halt auch nur aus ihrer Erfahrung erzählen und die ist eben leider, meist wegen fehlender Hilfe und Unterstützung, eher negativ.

Du glaubst an Ammenmärchen und Stillmythen

Ammenmärchen und Stillmythen – du wirst nicht lange suchen müssen um auf einige davon zu stoßen. Man sollte meinen, dass es in einer Zeit wie dieser, in der es ein leichtes ist, im Internet zu recherchieren, Ammenmärchen keine Chance haben. Doch ich habe das Gefühl, dass es Stillmythen und Ammenmärchen so sogar noch leichter haben, da sie sich schnell verbreiten können. Und wir neigen dazu einer Gruppe von vielen mehr zu glauben als einzelnen Personen, ungeachtet dessen wie es mit dem Fachwissen über das Gebiet aussieht. Denn so viele können sich doch nicht irren, oder? Doch. Denn Ammenmärchen besitzen eine ungeahnte Macht. Wenn irgend etwas nicht so läuft wie es sollte, suchen wir nach Gründen, wir stoßen auf die Ammenmärchen und egal wie unsinnig es eigentlich klingt, wir wollen es glauben. Und wird wieder eins weiter verbreitet. Denn wir suchen immer nach der einfachsten Lösung. Und es ist nun mal einfacher zu glauben, dass dein Kind Blähungen hat, weil du blähendes gegessen hast. Du hast einen Grund, du kannst indem du auf blähende Lebensmittel verzichtest etwas dagegen tun und wenn dein Kind weiterhin Blähungen hat, bist du nicht schuld, denn du hast ja alles dagegen getan was du tun konntest. Akzeptanz, dass er nun mal einfach Zeit braucht, bis sich der Magen-Darm-Trakt Nahrung gewöhnt, und es rein gar nichts mit deiner Ernährung zu tun hat  und du nichts weiter tun kannst, als für dein Baby da zu sein, ist hingegen viel schwerer.

Hier habe ich einige typische Stillmythen- und Fakten für dich in Bildern festgehalten.

Du bereitest dich während der Schwangerschaft nicht auf das Stillen vor

Oft höre ich, dass eine Stillvorbereitung totaler Quatsch ist und das doch natürlich und instinktiv abläuft. Und ja, eigentlich stimmt das sogar. Wir sind Säugetiere und wie allen anderen Säugetieren wird uns das Säugen unserer Kinder in die Wiege gelegt. Neugeborene suchen ganz instinktiv die Brust der Mutter und wir fangen schon in der Schwangerschaft an wertvolles Kolostrum zu produzieren.

Aber leider ist es auch so, dass das Aufwachsen in unserer modernen Gesellschaft, in der seit Generationen Flaschennahrung auf dem Vormarsch ist, teilweise kaum mehr ein Kind gestillt wurde. Soziale Normen überlagern unseren Instinkt, unser Bauchgefühl ist immer vom Erlebten geprägt, wodurch es uns durch oben genannte Gründe, gerade beim Thema Stillen oft zu etwas falschem rät. Das kollektive Gedächtnis zum Stillen ist nicht mehr mit Sicherheit gegeben. Und deshalb muss man heute leider sagen, dass Stillen nicht (mehr) instinktiv ganz natürlich funktioniert. Kaum eine werdende Mutter hat überhaupt jemals gesehen wie ein Kind gestillt wird, oft haben sie überhaupt noch nie ein Kind gesehen. Früher wuchs man mit Kindern auf und da man, bis man selber Mutter wurde bei dutzenden Müttern zugesehen hat, wie sie ihre Kinder stillen, wusste man beim eigenen dann intuitiv, was zu tun ist.

Stillen ist zu einem mysteriösem Prozess geworden und das kann einer frischen Mama das Stillen extrem erschweren, wenn nicht sogar unmöglich machen.

Deshalb ist es so wahnsinnig wichtig, dass du für euren Stillerfolg alles über das Stillen lernst was du lernen kannst.

Denn es geht nicht darum ob ein Problem auftritt, sondern WANN. Denn das wird es, so wie bei allem im Leben. Entscheidend ist, wie du damit umgehst.

Ich hoffe, dass dich der Artikel jetzt nicht total beunruhigt hat, sondern dich viel eher zum Handeln animiert, denn Wissen ist Macht.

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Infos zur Ausbildungsstätte

Das deutsche Ausbildungsinstitut für Stillbegleitung wurde 2013 von Mitgliedern der AFS gegründet und sollte die große Lücke zwischen den ehrenamtlichen Ausbildungen der AFS und der LLL und der sehr anspruchsvollen Ausbildung zur IBCLC schließen. Zusätzlich zur Ausbildung zur Stillbegleiterin, wie das DAIS ihre Stillberaterinnen nennt, bietet das deutsche Ausbildungsinstitut für Stillbegleitung auch In-House-Schulungen für Kliniken und andere Interessierte an.

Infos zur Ausbildung

Das DAIS bietet eine qualifizierte Ausbildung um Mütter in der Stillzeit begleiten und beraten zu können. Zu den Referentinnen zählen unter anderem Utta Reich- Schottky. Sie ist Studienrätin für Biologie und Chemie, seit 1981 Stillberaterin, Mitherausgeberin des AFS Fachbuches „Stillen und Stillprobleme“ Gutachterin der Initiative Babyfreundlich der WHO und UNICEF und Mitglied bei IBFAN (International Baby Food Action Network) Sowie Elien Rouw. Ärztin, Mitautorin des AFS Fachbuches „Stillen und Stillprobleme“, medizinische Expertin der Arbeitsgemeinschaft Freier Stillgruppen (AFS), Mitglied der Nationalen Stillkommission und Vorstandsmitglied der Academy of Breastfeeding Medicine. Die Ausbildung beim DAIS richtet sich sowohl an Fachpersonal, als auch an alle anderen in deren Beruf das Stillen thematisiert wird. Die Ausbildung besteht aus 3 Präsenzphasen von je einem Wochenende, wobei zwischen diesen immer mehrere Wochen Zeit zum Vertiefen, Lernen und Lesen von Fachliteratur liegt. Auch Hausarbeiten müssen in dieser Zeit erledigt werden. Das DAIS bietet seinen Stillberaterinnen nicht nur umfangreiches Schulungsmaterial, sondern auch ein internes Netzwerk, ein Fachforum sowie umfangreiche Fachbroschüren und Beratungsmaterial. Die Ausbildung beim DAIS ist zudem als Fortbildung für Hebammen zugelassen. Die Ausbildung beim DAIS kann zur Abrechnung von Stillberatung auf selbständiger Basis oder auch zum Ausbau einer schon bestehenden beruflichen Qualifikation genutzt werden. Die Beratung muss von den Eltern privat gezahlt werden. Das Einreichen der Rechnung bei der Krankenkasse kann sich aber dennoch lohnen. Manche KK übernehmen mittlerweile zumindest anteilig die Kosten einer Stillberatung.

Voraussetzungen

Die Ausbildung beim deutschen Ausbildungsinstitut für Stillbegleitung richtet sich an Fachpersonal, ehrenamtliche Stillberaterinnen, als auch alle anderen die in ihrem Beruf mit dem Thema Stillen in Berührung kommen. Ein Vorwissen ist zwar nicht zwingend notwendig, durchaus aber von Vorteil. Eine eigene Stillerfahrung ist nicht notwenig und auch Männer sind ausdrücklich zur Ausbildung zugelassen.

Ausbildungsinhalte

1. Präsenzphase Physiologie des Stillens Stillen natürlich Voraussetzungen von Mutter und Kind Anlegen Leben mit Kind schwierige Stillsituationen Kaiserschnitt Mehrlinge Anpassung nach der Geburt Wachstum des Säuglings Krankheiten der Mutter und Kind Schmerzen beim Stillen 2. Präsenzphase Kommunikation und Gesprächsführung Grundlagen und Gesprächsmodelle Zuhören und was dazu gehört partnerzentriertes Gespräch Übungen und Praxisbeispiele Stillen in unserer Gesellschaft Ausschließliches Stillen Stillhilfsmittel Sinn und Unsinn Muttermilch gewinnen Flasche füttern Beikost Stillen und Erwerbstätigkeit Stillen schützen 3. Präsenzphase Stillen als persönliche Erfahrung Rückblick auf die eigene Erfahrung mit dem Stillen Betrachtung des Kontextes der Stillerfahrungen Grenzen der Stillbegleitung und -beratung Fragen, Ergänzungen, Prüfung

Prüfung

Die Ausbildung schließt mit einer umfangreichen Prüfung ab. Nach der Abgabe der Hausarbeiten und dem Bestehen der Prüfung wird ein Zertifikat ausgestellt, dass 2 Jahre gültig ist. Zur Rezertifizierung muss eine Fortbildung von mindestens 8 Stunden vorgewiesen werden.

Ausbildungsdauer

Die Ausbildung beim DAIS ist in 3 Wochenenden, die Präsenzphasen, unterteilt und verteilt sich auf etwa 3 Monate. Die mehrwöchigen Pausen zwischen den Wochenenden müssen intensiv zum Selbststudium, lesen von Fachliteratur und Erstellen der Hausarbeiten genutzt werden.

Preise

Die komplette Ausbildung kostet derzeit 855,-€. Im Preis inbegriffen sind verschiedene Getränke sowie belegte Brötchen, Rohkost und Gebäck. Reise- und Übernachtungskosten müssen selbst getragen werden. das könnte dich auch interessieren:

LLL (La Leche Liga)

AFS (Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen)

EISL (europäisches Institut für Stillen und Laktation)  

IBCLC ( international boarded certified lactation consultant – examinierte Still- und Laktationsberaterin)

EISL – europäisches Institut für Stillen und Laktation Stillberaterin

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Infos zur Ausbildungsstätte

Das Europäische Institut für Stillen und Laktation ist ein gemeinnütziger Verein, der 2013 aus dem Verband ELACTA (vormals VELB), dem europäischen Berufsverband der Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC, in Österreich gegründet wurde. Sein Hauptziel ist die Stillförderung auf europäischer Ebene.

Über das angeschlossene Ausbildungsinstitut gibt es die Möglichkeit verschiedene Fortbildungen beim EISL zu absolvieren. Da das Europäische Institut für Stillen und Laktation auch weiterhin eng mit Elacta zusammenarbeitet und mit ihren Einnahmen auch unterstützt, ist es Mitgliedern von ELACTA möglich günstigere Preise für Fortbildungen und Veranstaltungen beim EISL zu zahlen.

Infos zur Ausbildung

Bisher bot das EISL nur Fortbildungskurse an, die zur Teilnahme an der Prüfung zur IBCLC berechtigt.

Die Ausbildung zur Stillberaterin EISL wird erst seit 2018 angeboten und richtet sich vor allem an außerklinisches Fachpersonal wie Mütter- und Familienberaterinnen, Trageberaterinnen, Tagesmütter, Kursleiterinnen (z.B. PEKIP; Pikler, DELFI,…),Mitarbeiterin in Apotheken oder Arztpraxen, Physiotherapeuten, Sozialpädagogen, Ernährungsberaterin und allen anderen Berufsgruppen die immer wieder in Kontakt mit Eltern und Fragen zum Thema Stillen kommen.

Die Ausbildung besteht aus einem von 2 wählbaren Basisseminaren der Ausbildungsreihe für die Zulassung zum IBCLC Examen, einem Zetifizierungsmodul, dem Besuch von mindestens 4 Still- oder Elterngruppentreffen und einem Praktikum.

Das EISL bietet den Teilnehmern zur Fortbildung ein ausführliches Skript, dass auch bei den späteren Beratungen weiter hilft. Ein internes Netzwerk und regelmäßige Fortbildungstermine.

Die Fortbildungskurse werden von langjährigen IBCLC Beraterinnen geleitet.

Anders als bei den ehrenamtlichen Ausbildungen der AFS und der LLL dürfen beim EISL ausgebildete Stillberaterin mit dieser Ausbildung Geld verdienen. Somit ist es sowohl möglich, eine schon bestehende Arbeit mit Müttern und Familien auszuweiten, als auch eigenständige Stillberatung anzubieten.

Die Beratung muss von den Eltern selbst getragen werden. Es lohnt sich aber dennoch die Rechnung bei der Krankenkasse einzureichen, manche Krankenkassen übernehmen mittlerweile zumindest anteilig die Kosten einer Stillberatung.

Voraussetzungen

Da sich die Ausbildung an außerklinisches Personal richtet, ist keine Stillerfahrung notwendig. Auch Männer werden zur Ausbildung zugelassen. Auch sonst müssen keine besonderen Voraussetzungen erfüllt werden.

Ausbildungsinhalte

Neben einem von zwei wählbaren Grundmodulen und dem Zertifizierungsmodul, müssen im Rahmen der Ausbildung Praktika in Form von einer Hospitation bei einer zertifizierten IBCLC, in einer Stillambulanz, bei einer Beratungsstelle oder auf einer Wochenbettstation absolviert werden. Dazu kommt der Besuch von mindestens 4 Still- oder Elterngruppentreffen.

Die Ausbildungsinhalte laut EISL sind:

Wie profitieren Mutter, Kind und Gesellschaft vom Stillen?

Muttermilch und ihre Bedeutung

Milchbildung

Saugbedürfnis und Schnuller

Stillbeginn Baby anlegen, Mutter unterstützen

Schlafbedürfnis von Mutter und Kind

Ernährung in der Stillzeit

Stillen und Arbeiten

Muttermilch abpumpen und Lagern

Teilstillen und Flaschenernährung

Erkrankung der Mutter

weinende Kinder

Brustprobleme und Schmerzen

wertschätzende Kommunikation und Umgang mit Müttern und Familienbett

Fallbeispiele Netzwerk knüpfen, Fachinformationen finden und anbieten

Kompetenzen und Grenzen der Beratung

Prüfung

Die Prüfung zur Stillberaterin EISL findet in schriftlicher Form statt und besteht zu etwa 2/3 aus multiple Choice Fragen.

Das Zertifikat ist 3 Jahre gültig. Zur Rezertifizierung muss eine mindestens eintägige Fortbildung pro Jahr besucht besucht werden.

Ausbildungsdauer

Die Präsenzphase beträgt insgesamt 5 Tage. Davon fallen 4 Tage auf das Basisseminar und ein Tag auf das Zertifizierungsmodul. Somit beträgt die Präsenzphase insgesamt 40 Stunden.

Hinzu kommen noch 16 Stunden Praktika, die sich in 4 Still- oder Elterngruppentreffen von je 2 Stunden und 2 mal 4 Stunden Hospitation gliedern und die Abschlussprüfung.

Preise

Für die Ausbildung beim EISL musst du mit einer Einschreibegebühr von 90,- € rechnen, dazu kommen die Kosten für das Basisseminar in Höhe von 510,-€ und das Zertifizierungsmodul in Höhe von 140,-€

Somit kommst du auf einen Gesamtpreis von 740,-€

Pausengetränke sind in den Gebühren inbegriffen. Zusätzliche Kosten z.B. für Übernachtung und Anfahrt müssen selbst getragen werden.  

 

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AFS – Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen Stillberaterin

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Infos zur Ausbildungsstätte

Aus dem Wunsch heraus auch auf politischer ebene die Interessen Stillender zu vertreten, wurde 1986 die Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen (AFS) aus der La Leche Liga Deutschland als Tochterorganisation heraus gegründet.

Mittlerweile hat die AFS in Deutschland und Österreich zahlreiche Stillgruppen und ehrenamtliche Stillberaterinnen und organisieren den jährlichen Stillkongress in Köln.

Infos zur Ausbildung

Die ehrenamtliche Beratung der AFS findet persönlich im direkten Kontakt von Mutter zu Mutter statt. Die AFS unterhält zudem eine Telefonhotline und bietet E-Mail Beratung an.

Die AFS bietet ihren Mitgliedern eine qualitativ gute Ausbildung, mit der die Beraterinnen alle nötigen Grundlagen erlernen um eine Stillgruppe leiten und ehrenamtlich in der Hilfe zur Selbsthilfe zu Beraten.

Um die Ausbildung abzuschließen müssen 8 Ausbildungskurse, sowie eine AFS Veranstaltung wie zum Beispiel der Stillkongress in Köln, das Landestreffen oder die regionalen Mitgliederversammlungen besucht werden.

Die einzelnen Ausbildungskurse dauern nicht länger als einen halben Tag und werden meist als Blockseminare angeboten, so können an einem Wochenende auch gleich mehrere abgeschlossen werden. Die Reihenfolge ist hierbei nicht vorgegeben.Auch gibt es keine zeitliche Einschränkung wie lange man für die einzelnen Kurse Zeit hat.

Die AFS bietet ihren Stillberaterinnen nicht nur einen internen Mitgliederbereich mit Fachforum auf der AFS Website, sondern auch zahlreiche Infobroschüren und medizinische Infoblätter.

Mit ihrem jährlichen Stillkongress, den Regionaltreffen und den Landesveranstaltungen bietet sie zudem eine breite Plattform für Fortbildungen und ein aktives Netzwerk.

Voraussetzungen

Da es sich bei der AFS um eine Mutter zu Mutter Beratung handelt und eigene Stillerfahrung nötig ist, werden grundsätzlich nur Frauen ausgebildet. Die AFS macht allerdings auf Anfrage hier auch Ausnahmen.

Die Stillerfahrung ist bei der AFS nicht an eine bestimmte Dauer geknüpft, dennoch sollte man mit den Grundsätzen der AFS übereinstimmen.

Die Ausbildung zur AFS Stillberaterin wird nur Mitgliedern des Vereins angeboten und der Besuch einer Stillgruppe ist zur Zulassung unbedingt nötig. Diese muss allerdings nicht unbedingt eine Stillgruppe der AFS sein und wenn die nächste Stillgruppe unzumutbar weit entfernt ist, sind Ausnahmeregelungen möglich.

Schon während der Ausbildung dürfen AFS Stillberaterinnen Stillgruppen leiten und Beratung anbieten auch die Prüfung am Ende der Ausbildung ist nicht verpflichtend.

Du hast ab beginn der Ausbildung 2 Jahre Zeit die 8 Kurse zu absolvieren

Ausbildungsinhalte

Neben einer AFS Veranstaltung müssen im Rahmen der Ausbildung 8 Fortbildungskurse besucht werden. Jeder Dauert etwa einen halben Tag und sie werden oft als Blockseminare angeboten, wodurch mehrere an einem Wochenende besucht werden können. So können alle Kurse an 2 Wochenenden absolviert werden.

Die Ausbildungskurse der AFS gliedern sich wie folgt:

Kurs 1 eigene Stillgeschichte

erleben der eigenen Stillzeit, wie beeinflusst mich das erlebte in meiner Beratung, warum möchte ich Stillberaterin sein, was erfahre ich über mich

Kurs 2 Gesprächsführung

Reflexion der eigenen Gespräche, Hilfe zum Führen von hilfreichen Gesprächen und der Leitung von Stillgruppen, Kommunikationsmodell, finden eigener Lösungen, Abgrenzung zwischen hilfreichen Gesprächen und Verkaufsgesprächsführung

Kurs 3 Telefonberatung

Gesprächsmodell partnerzentriertes Gespräch, Gesprächsführung in besonderen Situationen, Gespräche werden nach gespielt und bessere Lösungen gefunden

Kurs 4 medizinische Anfängerinformationen

Aufbau und Entwicklung der Brust, Milchbildung, Milchspendereflex und Milcheinschuss, Zusammensetzung der Muttermilch, Allergien, Stillhindernisse, körperliche Vorgänge des Stillens, Grenzen der ehrenamtlichen Stillberatung

Kurs 5 Saugen, Saugverwirrung, Stillpositionen, Stillhilfen

Saugvorgang an der Brust, Unterschied zwischen dem Saugen an der Brust und Flasche, Stillhütchen, korrektes Anlegen, Übung von verschiedenen Stillpositionen, Stillhilfsmittel

Kurs 6 Koliken, Beikost, Abstillen

Ursachen und Umgang mit Koliken, Einführung der Beikost unter Berücksichtigung der WHO Empfehlung, Formen des Abstillens, Abstillgründe

Kurs 7 Wege der Stillförderung in der AFS

Verschiedene Möglichkeiten für Stillgruppentreffen, Aufgaben einer Stillgruppenleiterin, Grenzen der Stillgruppenarbeit, Finanzierung, Öffentlichkeitsarbeit, Strukturen und Netzwerk der AFS, Überregionale Arbeit der AFS

Kurs 8 Zusammenfassung und Vertiefung der Kurse 1 bis 7

Zusätzlich zu den Ausbildungskursen muss ausführliche Lektüre in Form der AFS Ausbildungsmappe, der Vereinszeitschrift „Stillzeit“ sowie sämtlichen Broschüren und Schriften der AFS im Selbststudium gelesen und erarbeit werden.

Prüfung

Wenn du alle Ausbildungskurse und eine AFS Veranstaltung besucht hast, kannst du die Prüfungsunterlagen bei der AFS beantragen. Am Anfang der Ausbildung erhältst du mit den Ausbildungsunterlagen den so genannten Ausbildungsbegleiter. Dieser muss bei jeder Fortbildung und der AFS Veranstaltung mitgeführt und von der Referentin unterschrieben werden und gilt als Nachweis der besuchten Ausbildung. Nur mit diesem Nachweis wirst du zur Prüfung zugelassen.

Die Prüfungsfragen bekommst du nach Hause geschickt und hast dort 3 Monate Zeit diese zu bearbeiten.

Nach bestandener Prüfung bekommst du ein Zertifikat mit 2 Jahren Gültigkeit. Zur Rezertifizierung muss eine AFS Fortbildung von 3 Stunden besucht werden.

Ausbildungsdauer

Die Dauer der Ausbildung hängt stark von der Planung der einzelnen Kurse ab. Liegen diese günstig, können all 8 Ausbildungskurse innerhalb von 2 Wochenenden absolviert werden. Du hast aber ab Anmeldung zur Ausbildung 2 Jahre Zeit alle Kurse zu belegen.

Dazu kommt die Zeit, die du für den Besuch einer AFS Veranstaltung, den Stillgruppentreffen und der Erarbeitung der Lektüre brauchst, sowie der Zeitaufwand für die Bearbeitung der Prüfungsfragen.

Preise

Da die Ausbildung nur für AFS – Mitglieder angeboten wird, zähle ich den Mitgliedsbeitrag der AFS zu den Ausbildungskosten. Hierfür fallen 40€ jährlich an. Dazu kommt eine Anmeldegebühr von 40€ und die Kosten für die einzelnen Kurse.

Kurs 1 bis 3 kosten momentan je 55€ und die Kurse 4 bis 8 je 27,50.

Damit kommst du auf einen Preis von 342,50€ ohne den Mitgliedsbeitrag.

Anfallende Kosten für Übernachtungen, Anreise und dem Besuch einer AFS Veranstaltung sind zusätzlich selbst zu tragen.

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Stillberaterin werden und finden – die verschiedenen Ausbildungen

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Ausgebildete Stillberaterinnen beraten und begleiten Mütter während der gesamten Stillzeit. Sie helfen der werdenden Mutter schon während der Schwangerschaft, sich auf das Stillen vorzubereiten. Sie sorgen für einen reibungslosen Stillstart. Helfen, wenn der Start etwas holpriger war. Bieten durch Stillgruppen eine Vernetzung zu anderen stillenden Müttern. Helfen bei Schmerzen und wunden Brustwarzen. Helfen bei zu geringer Milchbildung genauso wie bei Milchstau oder Brustentzündungen. Suchen für alle erdenklichen Probleme Lösungen und geben Hilfestellung auch in den seltensten Situationen.

Stillberaterinnen beraten bei der Mama zuhause, in Kliniken, bei Stillgruppentreffen, per Telefon oder Online auf verschiedenen Wegen.

Und sie sind in den meisten Fällen nicht nur Beraterinnen, sondern auch Freundin, Begleitung, Seelsorge und in bestimmten Fällen, medizinische Fachkraft gleichzeitig.

Immer wieder kommt es aber leider vor, dass ich in diversen Onlineforen lese oder von Müttern gesagt bekomme, dass Stillberater ja auch nicht helfen können oder dass ausgerechnet eine Stillberaterin die dubiosesten Tipps gegeben hat.

Stillberaterinnen sind Beraterin, Freundin, Begleitung, Seelsorge und in bestimmten Fällen, medizinische Fachkraft gleichzeitig.

Auch werde ich immer wieder gefragt wie man denn eigentlich Stillberaterin werden kann.

Das Problem an der Sache ist, dass der Begriff Stillberaterin in Deutschland keine geschützte Berufsbezeichnung ist und sich somit theoretisch jeder so nennen kann – auch der Dachdecker von nebenan.

Und leider gibt es auch immer wieder Stillberater die keinerlei Ausblldung in diese Richtung absolviert haben und sich wohl einfach am Leid der Frauen bereichern wollen.

Auch Hebammen werden im Allgemeinen als die Fachkraft zum Thema Stillen angesehen, nur ist das leider auch hier nicht grundsätzlich der Fall. Es gibt Hebammen mit viel fundiertem Fachwissen. Meisten haben diese eine zusätzliche Fortbildung zum Thema absolviert. Auch die Ausbildungsinhalte zum Stillen werden in der Hebammenausbildung immer besser. Leider liegen diese aber sehr an der Ausbildungsstätte und ausbildenden Personen. Veraltetes Stillwissen von Hebammen sorgt nicht selten erst für Probleme.

Daher ist es als Mama wichtig immer nach der Qualifikation zu fragen und sich im Zweifel das Zertifikat zeigen zu lassen. Auch bei Hebammen.

Um für dich persönlich und für dein Problem die richtige Stillberaterin zu finden oder um dich entscheiden zu können welche Ausbildung sich für dich am besten eignet, musst du natürlich erst mal wissen, welche Ausbildungen es zur Stillberaterin gibt.

Im deutschen Sprachraum gibt es derzeit 5 verschiedene Arten der Ausbildung und Qualifikation

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EISL (europäisches Institut für Stillen und Laktation)

DAIS (deutsches Ausbildungsinstitut für Stillbegleitung)

IBCLC ( international boarded certified lactation consultant – examinierte Still- und Laktationsberaterin)

Von ehrenamtlichen Beratern bis zu medizinisch umfangreich ausgebildeten Fachkräften ist hier alles vertreten.

Ich selbst habe mich auf dem Weg zur Stillberaterin umfassend erkundet, welche Wege es gibt und wo genau die Unterschiede liegen.

Diese Recherche hat mich damals Unmengen an Zeit gekostet bis ich alle für mich relevanten Informationen zusammengesammelt hatte und für mich den besten Weg suchen konnte.

Ich habe mich übrigens für das DAIS entschieden und befinde mich zusätzlich mittlerweile in Ausbildung zur IBCLC.

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Um euch den Weg ein wenig zu erleichtern, egal ob ihr eine ausgebildete Stillberaterin sucht oder ob ihr selbst eine Ausbildung zur Stillberaterin absolvieren wollt, habe ich euch hier die verschiedenen Möglichkeiten, die Voraussetzungen für die Ausbildung, die Unterschiede, Dauer der Ausbildungen, Ausbildungsinhalte und Preise zusammengestellt.

Klickt einfach auf die einzelnen Ausbildungsinstitute um zu einer ausführlichen Beschreibung der jeweiligen Ausbildung zu kommen:

LLL (La Leche Liga)

AFS (Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen)

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Nicht stillen? Welche Nachteile hat es?

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Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) empfiehlt 6 Monate (180 Tage) ausschließlich zu stillen. Danach soll unter Einführung geeigneter Beikost bis mindestens zum Alter von 2 Jahren weiter gestillt werden. Darüber hinaus so lange Mutter und Kind es wollen. Würden diese Empfehlungen weltweit befolgt werden, könnten alleine dadurch jedes Jahr 820.000 Kinderleben gerettet werden.

Keine einzige Organisation oder öffentliche Stelle die sich mit dem Stillen beschäftigt nennt ein Höchstalter ab dem das Stillen keine Vorteile mehr oder sogar Nachteile bringen würde. Im Gegenteil: Kinder profitieren immer vom Stillen, egal im welchem Alter. Und auch für die Mutter gibt es einige Vorteile wenn sie ihr Kind stillt.

Stillen ist die biologische Norm

Stillen ist nicht nur die beste Ernährungsart für ein Baby, sondern hat auch viele gesundheitliche, immunologische und ernährungs- physiologische Vorteile. Darüber hinaus gibt es natürlich auch noch emotionale, praktische und sogar gesellschaftliche Vorteile des Stillens.

Aber eigentlich sind das alles gar keine Vorteile.Wir müssen uns bewusst machen, dass das Stillen seit Jahrtausenden die biologische Norm ist. Wir können uns glücklich schätzen, dass Formulanahrung heute so weit entwickelt ist, dass wir unsere Kinder auch damit ernähren können. Früher sind Babys oft gestorben oder waren geistig und körperlich unterentwickelt, wenn sie nicht gestillt werden konnten. Aber an Muttermilch wird künstliche Säuglingsnahrung niemals heran kommen. So sind die vielen Vorteile die Mutter und Kind genießen wenn gestillt wird, eigentlich gar keine Vorteile, sondern Mutter und Kind müssen mit erheblichen Nachteilen rechnen wenn nicht gestillt wird.

Nicht stillen: gesundheitliche Nachteile

Nicht stillen: Ernährungs-physiologische Nachteile

Nicht stillen: Emotionale Nachteile

Nicht stillen: persönliche Nachteile

Nicht stillen: Gesellschaftliche Nachteile

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22684347

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Die richtigen Stilleinlagen finden

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Viel mehr als ihre Brust und ein Baby braucht eine Mutter eigentlich nicht wenn sie stillen will. Dennoch gibt es jede Menge mehr oder weniger sinnvolle Stillhilfsmittel im Handel. Die meisten sind schlicht unnötig, manche sogar eher hinderlich und über andere lässt sich streiten. Doch zwischen dem ganzen Wirr Warr gibt es tatsächlich auch ein paar sinnvolle Hilfsmittel, die der stillenden Mama den Alltag tatsächlich etwas erleichtern können. Dazu zählen z. B. die Stilleinlagen.

Sie fangen auslaufende Muttermilch auf, was vor allem in den ersten Wochen bis Monaten, oft sogar schon in der Schwangerschaft, sehr oft passiert. Den meisten Mamas ist es am wichtigsten, dass die Stilleinlagen dicht sind und somit keine nassen Flecken auf der Kleidung sichtbar werden, vorteilhaft ist es natürlich auch, wenn sich die Stilleinlagen nicht unter dem Oberteil abzeichnen. Eine weitere wichtige Funktion der Stilleinlagen ist das Trockenhalten der Brustwarzen. Luftdurchlässig sollten sie dabei auch noch sein um die Entstehung von Bakterien und Entzündungen zu vermeiden.

Wenn man sich mal die schier unendliche Vielfalt an Stilleinlagen im Handel ansieht, kann man schon mal überfordert sein.Es gibt Einwegstilleinlagen und waschbare Stilleinlagen, die ersten sind oft noch in Begriffe wie classic, comfort und exra dry unterteilt und waschbare Stilleinlagen gibt aus verschiedenen Materialien wie Baumwolle, Seide oder Wolle. Dazu kommen seit ein paar Jahren noch Stilleinlagen aus Silikon.

Aber welche Stilleinlagen sind denn nun die richtigen? Ich versuche euch hier einen kleinen Überblick über die verschiedenen Arten von Stilleinlagen, ihren jeweiligen Eigenschaften und Vor- und Nachteilen zu verschaffen.

Der wichtigste Punkt bei der Wahl der richtigen Stilleinlagen ist für mich als Stillberaterin die WHO-Kodex-Konformität der Hersteller. Daher werdet ihr in diesem Artikel auch nur Stilleinlagen solcher Hersteller finden.

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Einwegstilleinlagen

Einwegstilleinlagen sind im ersten Moment natürlich um einiges günstiger als waschbare Stilleinlagen. Auf die gesamte Stillzeit gesehen kommt bei den Einwegstilleinlagen allerdings eine ganz schöne Summe zusammen, die die Kosten für hochwertige waschbare Stilleinlagen um ein vielfaches übersteigt. Hinzu kommt als Negativaspekt noch der zusätzliche Müll, den die Einwegstilleinlagen produzieren.

Noch ein Nachteil ist, dass die meisten Hersteller von Einwegstilleinlagen sich nicht an den WHO-Kodex zur Vermarktung von Muttermilchersatzprodukten halten.

In der Geburtsklinik und bei infizierten Brustwarzen sind Einwegstilleinlagen allerdings oft die bessere Wahl. Auch im Urlaub, wo man meist keine Möglichkeit hat zu waschen, könnten Einwegstilleinlagen vorteilhafter sein.

Einwegstilleinlagen bestehen aus weichem Innenvlies, das auf der Brust aufliegt und die Feuchtigkeit nach innen zum feuchtigkeitsabsorbierenden Saugkern, der meist aus Zellstoff besteht, weiterleitet. Sowie einem Außenvlies das sinnvollerweise meist wasserundurchlässig ist und in vielen Fällen mit einem kleinen Klebestreifen versehen ist um die Stilleinlagen im BH zu befestigen.

Elanee Ultradünne Einmalstilleinlagen

Diese Stilleinlagen sind für Einwegstilleinlagen sehr dünn (nur 1,4mm). Sie sind oval geschnitten, wodurch man sie schief eingelegt auch unter tief ausgeschnittener Kleidung problemlos nutzen kann. Sie sind atmungsaktiv und angenehm auf der Haut. Allerdings sind sie eher bei geringem bis mittlerem Milchfluss geeignet, da sie bei größeren Mengen Milch die Haut nicht mehr zuverlässig trocken halten. Elanee Einmalstilleinlagen werden mit zwei Klebestreifen im BH befestigt und sind einzeln in Folie verpackt.

Ardo Day and Night Pads

Die Ardo Day and Night Pads haben ein sehr großes Speichervolumen und sind durch einen zusätzlichen Seitenauslaufschutz sehr zuverlässig auslaufsicher und können somit auch bei starkem Milchfluss gut genutzt werden. Sie sind sehr weich und somit angenehm auf der Haut zu tragen. Auch diese Stilleinlagen haben eine ovale Form, allerdings sind sie durch das hohe Volumen auch recht dick und zeichnen sich schnell mal unter dünner Kleidung ab. Da der Milchjfluss aber meist nur in den ersten Wochen so stark ist, sind sie die perfekten Wochenbettstilleinlagen. Für sicheren Halt sorgen zwei stark klebende Streifen. Ardo Day and Night Pads sind einzeln in Folie verpackt.

Penaten Pflege Mama Stilleinlagem

Die Penaten Pflege Mama Stilleinlagen nicht oval, sondern rund. Obwohl sie recht klein sind, haben sie dennoch eine sehr gute Saugkraft. Dadurch sind sie aber auch relativ dick. Die eingearbeitete Brustwarzenausstülpung zeichnet sich leider schnell unter dem BH ab. Sie sind auch bei stärkerem Milchfluss relativ auslaufsicher, müssen aber um die Haut trocken zu halten, öfter gewechselt werden. Diese Einwegstilleinlagen sind nicht einzeln verpackt, was den Müllberg natürlich stark reduziert. Allerdings lassen sie sich so auch nicht hygienisch einwandfrei in der Handtasche mitnehmen.

Jolifine Stilleinlagen

Jolifine Stilleinlagen sind eine Erfindung von einer 3-fachen Mutter, die enttäuscht von der Auswahl an Einwegstilleinlagen war. Es werden zur Herstellung ausschließlich natürliche, vegane (PETA zertifiziert) und recyclebare Materialien verwendet. Jolifine Stilleinlagen sind extra dünn und dabei extrem saugfähig und passen sich durch den innovativen Saugkern der Form der Brust an. Die Stilleinlagen liegen sehr gut auf der Haut und sind sehr weich. Doppelte Klebestreifen sorgen für einen guten Halt im BH. Jolifine Stilleinlagen sind frei von Weichmachern, Farbstoffen, Parfum, Hormonen, Parabenen, Chlor, Polyphosphat und Dioxinen und wurden chlorfrei gebleicht. Die Einzelverpackungen der Stilleinlagen sind aus recyclebaren Fasern gewebt.

Naty by Nature Bio Stilleinlagen

Die organischen Stilleinlagen sind weich und haben eine leicht abgerundete Passform während sie gleichzeitig extrem saugfähig, dünn und diskret sind. Die Einlagen sind zudem frei von Klebstoffen, was sie zwar zu 100% kompostierbar macht, sie dadurch aber auch nicht ganz sicher im BH halten. Die Zellstoffbeschichtung ist aus natürlichen Materialien hergestellt und hilft dabei die Milch von der Haut direkt in den absorbierenden Kern weiterzuleiten. Der innere und äußere Zellstoff ist aus natürlichem Maisfilm. Die Naty by Nature Stilleinlagen sind 100% chlorfrei und ohne Parfum und Farbstoffe.

Masmi natural cotton bio Stilleinlagen

Die Masmi natural cotton bio Stilleinlagen bestehen zu 100% aus Bio-Baumwolle, innen und außen. Sie sind atmungsaktiv und frei von Kunststoffen. Die Stilleinlagen sind hypoallergen, pH-neutral, parfümfrei, chlorfrei, pestizidfrei, zellulosefrei und kommen ohne Tierversuche aus. Dadurch dass sie keine wasserdichte Schicht haben, halten sie allerdings nicht so trocken wie andere Einwegstilleinlagen.

Waschbare Stilleinlagen

Waschbare Stilleinlagen sind in der Anschaffung erst mal teurer als Einwegstilleinlagen, rechnet man den Preis allerdings auf die Nutzdauer der Stilleinlagen, kommst du mit ihnen am Ende doch um einiges günstiger weg. Hinzu kommt natürlich auch, dass du mit waschbaren Stilleinlagen nicht zusätzlich Müll produzierst. Die Energie und das Wasser, die beim Waschen verbraucht werden, kann man getrost vernachlässigen, da die Stilleinlagen so klein sind, dass man sie einfach zusätzlich in die normale Wäsche schmeißen kann die man ja ohnehin wäscht.

Fast alle Hersteller von waschbaren Stilleinlagen sind WHO-Kodex-konform.

Da die Auswahl schier unendlich ist und es tausende verschiedene Größen, Formen und sogar Farben gibt, stelle ich dir hier einfach mal die verschiedenen Materialien mit je ein paar Beispielen vor.

Der große Vorteil an waschbaren Stilleinlagen ist, dass du dir selbst ein Set aus verschiedenen Materialien ,je nach Situation zusammen stellen kannst. 3 Paar Stilleinlagen solltest du dabei Minimum haben, damit du nicht plötzlich mit vollen Stilleinlagen ohne Wechselmöglichkeit da stehst. Nach oben sind je nach Vorlieben und Lebensumständen natürlich keine Grenzen gesetzt. Die meisten Frauen kommen aber mit 8 bis 10 Paar Stilleinlagen ohne Probleme klar.

Stilleinlagen aus reinen Naturfasern

Es gibt waschbare Stilleinlagen aus verschiedenen Naturfasern wie Baumwolle, Wolle oder Seide. Auch ein Gemisch aus zwei oder mehr Fasern ist möglich. Welches Material das Beste ist, kommt auf die individuellen Bedürfnisse der Mutter an.

Stilleinlagen aus Baumwolle

Die pflegeleichtesten und häufigsten waschbaren Stilleinlagen sind wahrscheinlich Einlagen aus Baumwolle. Sie können ohne etwas zu beachten einfach in die Waschmaschine und den Trockner geschmissen werden und sogar 90 Grad Wäsche macht ihnen nichts aus. Dies ist gerade bei Infektionen der Brustwarzen sehr vorteilhaft und hilft z. B. Brustsoor schnell wieder los zu werden.

Baumwolle ist atmungsaktiv und hautfreundlich, allerdings sind Baumwolleinlagen (wie alle anderen Einlagen aus reiner Naturfaser) nicht wasserdicht. Daher sind sie eher für zu Hause geeignet oder müssen oft gewechselt werden. Da Bauwolle auch die Feuchtigkeit nicht gut einschließt, fühlen sich die Einlagen schnell nass und kalt an, was sehr unangenehm sein kann, daher werden diese Einlagen ohnehin meist frühzeitig gewechselt.

Gerade neue Einlagen sind meist schön weich und angenehm auf der Haut, bei häufigem Waschen werden sie aber oft recht hart und sind nicht mehr wirklich bequem zu tragen.

 

Stilleinlagen aus Wolle

Wolle ist durch das natürlich enthaltene Lanolin (Wollfett) von Natur aus hautpflegend und entzündungshemmend, allerdings wird sie nicht von allen vertragen. Jucken oder allergische Ausschläge sind daher nicht selten. Stilleinlagen aus Wolle saugen sehr viel Flüssigkeit auf ohne feucht zu werden. Das ist besonders bei stärkerem Milchfluss von Vorteil. Allerdings können Wolleinlagen nicht in die Waschmaschine, sie müssen aufwendig per Hand ausgewaschen und langwierig im liegen getrocknet werden. Meistens wird Wolle für Stilleinlagen mit Seide zusammen verwendet.

Stilleinlagen Merinowolle
Stilleinlagen myllymuksut Merinowolle

Stilleinlagen aus Seide

Seide ist antibakteriell und fördert die Heilung wunder Brustwarzen. Da sie aber keine Feuchtigkeit aufnimmt, wird sie grundsätzlich nur in Verbindung mit Wolle eingesetzt. In dieser Kombination trägt sie dazu bei, die Brustwarzen trocken zu halten.

Stilleinlagen aus Wolle-Seide-Gemisch

Alle Vor- und Nachteile die ich bei den Einzelnen Naturfasern Wolle und Seide aufgezählt habe, gelten natürlich auch hier.

Sie eignen sich durch die geringe Saugkraft nur bei sehr geringem bis mittlerem Milchfluss, wobei es bei ihnen sowieso eher um die pflegende und antibakterielle Wirkung geht. Da sich Wolle-Seide-Einlagen in Regel stark durch die Kleidung abzeichnen, sind sie wie auch die reinen Wolleinlagen eher für Zuhause geeignet.

Wolle-Seide-Stilleinlagen gibt es 2-lagig mit einer Wollschicht außen und einer Schicht Seide innen und 3-lagig. 3-lagige Wolle-Seide-Einlagen gibt es entweder in der Kombination Seide-Wolle-Seide, die einen gewissen Schutz vor Milchflecken auf der Kleidung bieten oder als Wolle-Wolle-Seide Einlagen, die durch die doppelte Wollschicht eine höheres Saugvolumen haben und dadurch bei geringem bis mittleren Milchfluss auch nachts geeignet sind.

Wolle-Seide-Stilleinlagen 2-lagig

Wolle-Seide-Stilleinlagen 3-lagig

Stilleinlagen mit Kunstfasern

Stilleinlagen mit Kunstfasern sind nicht komplett daraus gefertigt, sondern hier haben Stilleinlagen aus natürlichen Fasern immer eine zusätzliche Kunstfaserschicht. In den meisten Fällen handelt es sich um eine atmungsaktive PUL (Polyurethane) Schicht oder einer Mikrofaserschicht, oft auch beides in Kombination.

Vor allem Stilleinlagen aus Baumwolle werden mit einer wasserundurchlässigen Außenschicht versehen um sie alltagstauglich zu machen. Mikrofaser wird oft als Mittelschicht benutzt um die Saugfähigkeit zu erhöhen. Bambusstilleinlagen sind z. B. grundsätzlich mit einer innen liegenden Mikrofaserschicht versehen.

Weniger bekannt sind Stilleinlagen mit einem Saugkern aus Soja. Soja wirkt thermoregulierend und hat eine sehr hohe Saugkraft.

Stilleinlagen aus Bambus

Bambus ist sehr angenehm und weich auf der Haut, wirkt leicht kühlend und antibakteriell. Die Haut bleibt angenehm trocken, allerdings braucht es eine saugstarke Innenschicht die meist aus Mikrofaser/Mikrofleece besteht. Waschbare Stilleinlagen aus Bambus sind mein persönlicher Favorit.

Stilleinlagen mit Baumwolle

Stilleinlagen aus Bambus-Baumwolle-Merinowolle Gemisch

Stilleinlagen mit Polyester und Saugkern aus Soja

Silikon-Stilleinlagen

Zum Schluß möchte ich euch noch Stilleinlagen aus Silikon vorstellen, die genau genommen gar keine Stilleinlagen sind, da sie eine völlig andere Wirkungsweise als andere Stilleinlagen haben.

Viele Mütter hindern die zweite Brust daran während dem Stillen auszulaufen, indem sie mit der Hand oder dem Unterarm Druck auf die Brustwarze ausüben. Genau dies tun Silikon-Stilleinlagen, sie fangen keine Milch auf, sondern üben Druck auf die Brustwarze auf.

Diese Stilleinlagen sind somit nur für Frauen geeignet deren Brustwarzen sich gut eindrücken lassen, bei kleineren oder flachen Brustwarzen besteht kein sicherer Schutz vor dem Auslaufen der Muttermilch. Auch müssen die Stilleinlagen aus Silikon genau angebracht werden, sonst halten sie nicht. Auch wenn die Frau schwitzt ist kein sicherer Halt mehr gegeben. Wenn aber alles passt, können Silikon-Stilleinlagen eine tolle Alternative vor allem beim Schwimmen oder unter enger Kleidung sein, da sie so dünn sind, dass sie unter Kleidung definitiv nicht zu sehen sind.

Ein paar Tropfen Muttermilch landen meist dennoch in den Stilleinlagen, das ist nicht so tragisch, die Milch läuft nicht gleich raus, aber sie verringert eben die Haftwirkung. Auch werden die Brustwarzen in dem feuchten Milieu aufgeweicht, was Entzündungen fördert, daher müssen sie relativ häufig abgemacht und gut gesäubert und getrocknet werden, bevor sie wieder zum Einsatz kommen können.

Sie können mehrere Wochen genutzt werden ohne ihre selbsthaftenden Eigenschaften zu verlieren. Über die komplette Stillzeit wie andere wiederverwendbare Stilleinlagen, halten sie sich aber wahrscheinlich nicht.

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Schnuller ja oder nein?

Nina Abel Braucht mein Kind einen Schnuller

Schnuller – ich hätte ja nicht gedacht, dass ich diesem Thema mal einen ganzen Blogartikel widme. Doch ich stelle immer wieder fest, dass der Schnuller ein Thema ist, bei dem viel Verwirrung bei frisch gebackenen Eltern herrscht und die vielen unterschiedlichen Tipps und Ratschläge die Eltern in aller Regel schon im Krankenhaus und danach von den eigenen Eltern, Freunden, Bekannten, Fremden, auf Social Media Kanälen wie Facebook, dem Kinderarzt und der Hebamme bekommen, helfen meist auch nicht wirklich weiter.

So wie die meisten Stillberater reagiere auch ich in aller Regel eher nicht ganz so positiv darauf, wenn mir mitgeteilt wird, dass ein Kind einen Schnuller bekommt. Und auf die Frage „Warum?“ der besorgten Eltern höre auch ich mich nicht selten das unheilvolle Wort „Saugverwirrung“ sagen. Nicht selten erntet Fachpersonal mit dieser Aussage Unverständnis. Gar nicht so verwunderlich, wenn man bedenkt, dass es nicht mal eine einheitliche Definition dieses Begriffes gibt. Viele, darunter auch medizinisches Fachpersonal, leugnen die Existenz einer Saugverwirrung sogar gänzlich.

Nicht abstreiten lässt sich allerdings die Tatsache, dass alle Babys ein mehr oder weniger stark ausgeprägtes Saugbedürfnis haben, dass sie aber in aller Regel über die mütterliche Brust stillen können. Neben der Frage warum also ein Baby überhaupt einen Schnuller bekommen soll, stellt sich also vor allem die Frage, was eigentlich das große Problem an Schnullern ist und was zum Henker diese Saugverwirrung sein soll.

Probleme bei der Nutzung von Schnullern

Veränderte Saugtechnik

Das am häufigsten auftretende Problem bei der Nutzung von Schnullern ist wohl eine veränderte Saugtechnik beim Säugling und neben Brust anschreien ist es auch das am häufigsten gemeinte Symptom wenn von einer Saugverwirrung die Rede ist.

An einem Schnuller zu saugen benötigt eine völlig andere und einfachere Saugtechnik, als an der Brust zu saugen, weshalb sich viele Kinder natürlich für die leichtere Variante „entscheiden“. Das merkst du relativ schnell daran, dass das Stillen plötzlich verdammt schmerzhaft wird.

Sichtbar wird dieses Problem daran, dass deine Brustwarze nach dem Stillen nicht rund ist, sondern auf einer Seite abgeflacht, wie ein Lippenstift. (Die Lippenstiftform kommt allerdings auch bei Kindern mit zu kurzem Zungenbändchen und bei einer falschen Anlegetechnik vor)

verminderte Milchproduktion

Babys werden mit dem so genannten Saugreflex geboren. Dieser sorgt dafür, dass ein Neugeborenes, wenn man ihm die Gelegenheit dazu gibt, schon kurz nach der Geburt selbstständig die Brust sucht und zu stillen beginnt.

Durch das Saugen wird bei der Mutter das Hormon Prolaktin ausgeschüttet, dieses Hormon ist für die Milchbildung zuständig. Damit die gebildete Milch gut aus der Brust raus fliesen kann wird dazu Oxytocin gebildet, dieses Hormon löst den Milchspendereflex aus.

Je mehr das Baby saugt, auch wenn es nur nuckelt ohne zu trinken, desto mehr Hormone werden ausgeschüttet und desto reibungsloser verläuft die Milchproduktion und das Stillen. Allerdings gilt das natürlich nur, wenn das Kind auch tatsächlich an der Brust saugen kann. Mit jedem Nuckeln am Schnuller werden bei der Mutter weniger Hormone freigesetzt, was gerade am Anfang, wenn sich die Produktion erst ans Kind anpassen muss zu Problemen führen kann.

Das empfindliche Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage wird durch den Schnuller empfindlich gestört, das Kind stillt seltener und die Milchproduktion geht zurück.

Schlechtes gedeihen / weniger Hungergefühl

Eigentlich gehen alle Probleme die in Verbindung mit dem Schnuller auftreten können Hand in Hand und überschneiden sich.

So kann es z. B. vorkommen, dass eine veränderte Saugtechnik auch dafür sorgt, dass das Kind nicht mehr effektiv genug die Brust entleeren kann. Dies führt nicht nur bei der Mutter zu schmerzhaften Milchstau, sondern kann beim Kind auch zu einer Unterversorgung führen.

Die meisten werden sich jetzt denken, dass sie das ja wohl merken würden, wenn ihr Kind nicht genug bekäme, es hätte ja dann schließlich ständig Hunger. Und genau da liegt das nächste Problem. Bei Kindern die weinen und schreien wenn sie hunger haben, muss man sich in der Regel keine Sorgen machen, sie bekommen meist was sie brauchen sobald sie an der Brust sind. Ganz anders sieht die Sache bei den sehr ruhigen Kindern aus. (Was nicht heißen soll, dass jedes ruhige Kind zu wenig Muttermilch bekommt, es gibt durchaus von Grund auf entspannte Säuglinge die scheinbar nie weinen.) Denn das Saugen am Schnuller verursacht bei den Kindern ein Sättigungsgefühl ohne Kalorien aufzunehmen.

Hinzu kommt, dass im Magen- Darm- Trakt des Babys beim Saugen das Peptidhormon Cholecystokinin ausgeschüttet wird, welches beim Säugling ein Sättigungsgefühl auslöst, völlig egal ob es an der Brust saugt und tatsächlich Milch bekommt oder ob es nur am Schnuller saugt. Dadurch werden automatisch Mahlzeiten ausgelassen und das Kind nimmt weniger Kalorien und Nährstoffe zu sich.

Kommunikationsprobleme

Kinder die einen Schnuller bekommen, fangen oft später zu sprechen an und haben auch länger Probleme mit der korrekten Aussprache, das ist nicht verwunderlich, denn durch den Schnuller im Mund haben sie schlicht weniger zeit die Muskeln, Bewegungen und Laute zu trainieren, die fürs Sprechen erforderlich sind. Dies kann sich sogar noch bis ins Schulalter hinein bemerkbar machen.

Gleichzeitig ist es für die Eltern schwerer die Mimik und Töne ihres Kindes zu deuten, wenn sie von einem Schnuller gedämpft werden. Viele Kinder minimieren daraufhin immer mehr die Kommunikation mit den Eltern, sie geben auf, andere Kinder fangen an sich bei jeder Kleinigkeit mit markerschütterndem Schreien bemerkbar zu machen.

Entwicklungsverzögerung

Studien belegen einen Zusammenhang zwischen der Nutzung von Schnullern und einem (vorrübergehend) niedrigerem IQ. Das bedeutet, dass die mentale Entwicklung bei Kindern die mit einem Schnuller ruhig gestellt werden (das heißt, dass der Schnuller übermäßig und andauernd genutzt wird), statt ihre Bedürfnisse befriedigt zu bekommen, verzögert sein kann.

Trotzdem Schnuller geben

Wann nicht?

Trotz der vielen negativen Aspekte kann ein Schnuller durchaus erfolgreich in der Stillzeit eingesetzt werden, wenn ein paar wichtige Aspekte berücksichtigt werden.

Ein Schnuller sollte auf jeden Fall niemals die Antwort auf Stillprobleme oder schmerzende und wunde Brustwarzen sein. In solchen Fällen sollte immer eine professionelle Stillberatung erfolgen. Meist hilft schon eine Optimierung der Anlegetechik um wunde und schmerzende Brustwarzen los zu werden.

Schnuller wie einsetzen

Grundsätzlich sollte ein Schnuller so selten wie möglich eingesetzt werden. Das heißt, erst wenn du Gründe wie Hunger oder Schmerzen ausschließen konntest und andere Beruhigungsmethoden nicht geholfen haben oder momentan nicht möglich sind z. B. im Auto mitten auf der Autobahn.
Auch ist es zu empfehlen den Schnuller so kurz wie möglich einzusetzen, optimal wäre es dazu noch ihn nur mit Körperkontakt zu nutzen, was bei den natürlichen Alternativen an der Brust oder dem Finger nuckeln lassen, automatisch der Fall wäre. Wenn das Baby eingeschlafen ist sollte der Schnuller entfernt werden.

Hilfreich ist es, darüber nachzudenken ob die momentane Situation eine ist, in der auch gestillt werden könnte, was z. B. beim krabbeln und spielen eher nicht der Fall ist.
Säuglinge brauchen viel Nahrung und müssen oft stillen. Daher sollte ein Schnuller nur dann eingesetzt werden, wenn sicher gestellt ist, dass das Kind dennoch ausreichend stillt.

Wenn dein Baby trotz Schnuller 8 bis 12 mal in 24 Stunden stillt, auch ohne Schnuller ausgeglichen ist, fit und agil ist, 4 bis 6 nasse Windeln am Tag hat und genug zunimmt, spricht in sorgfältig abgewogenen Situationen nichts gegen einen Schnuller.

Welcher Schnuller

Solltet ihr euch nun für die Schnullergabe entschieden haben, stellt sich noch die Frage, welche Art von Schnuller es denn sein soll. Dass jeder Hersteller von seinem ganz besonderen Model überzeugt ist, ist klar. Die Werbeversprechen sind daher bei der Auswahl nicht gerade eine große Hilfe.

Hier ein paar Punkte auf die ihr beim Schnullerkauf achten solltet:

Der Schnuller sollte möglichst weich und flexibel sein.

Eine flache, symmetrische Form mit geraden Lippenschild ist besser als ein Schnuller mit so genannter kiefergerechten Form oder einem Schnuller in Kirschform.

Es sollte während der kompletten Nutzungsdauer die kleinste erhältliche Größe genutzt werden. Die Brustwarze wächst schließlich auch nicht mit, sondern bleibt über die komplette Stillzeit gleich groß.

Der Schnuller sollte so leicht wie möglich sein und nicht an einer Schnullerkette hängen, da diese einen Zug auf den Kiefer ausübt.

Fazit

Auf jeden Fall sollte die Entscheidung für einen Schnuller mit sehr viel Bedacht gefällt werden. Bedenken sollte man dabei immer, dass es trotz jeder Vorsicht und auch bei Einhaltung aller beschriebenen Punkte dennoch immer zu einer Saugverwirrung und damit einhergehenden Problemen kommen kann.

Auch wenn es natürlich viele Kinder gibt, die völlig problemlos einen Schnuller nutzen, gibt es auch mindestens genauso viele, bei denen die Schnullergabe zu einem ungewollten, verfrühten Abstillen führt.

Möchtest du deinem Kind die Möglichkeit geben, seinem natürlichen Bedürfnis zu folgen und es natürlich stillen und abstillen lassen, solltest du auf den Schnuller verzichten.

In jedem Fall solltest du immer daran denken, dass nicht die Brust der Schnullerersatz ist, sondern die Brust die Norm und der Schnuller der Brustersatz und somit auch Ersatz für jegliche Art von körperlicher und seelischer Nahrung die dein Baby braucht.

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