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EISL – europäisches Institut für Stillen und Laktation Stillberaterin

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Infos zur Ausbildungsstätte

Das Europäische Institut für Stillen und Laktation ist ein gemeinnütziger Verein, der 2013 aus dem Verband ELACTA (vormals VELB), dem europäischen Berufsverband der Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC, in Österreich gegründet wurde. Sein Hauptziel ist die Stillförderung auf europäischer Ebene.

Über das angeschlossene Ausbildungsinstitut gibt es die Möglichkeit verschiedene Fortbildungen beim EISL zu absolvieren. Da das Europäische Institut für Stillen und Laktation auch weiterhin eng mit Elacta zusammenarbeitet und mit ihren Einnahmen auch unterstützt, ist es Mitgliedern von ELACTA möglich günstigere Preise für Fortbildungen und Veranstaltungen beim EISL zu zahlen.

Infos zur Ausbildung

Bisher bot das EISL nur Fortbildungskurse an, die zur Teilnahme an der Prüfung zur IBCLC berechtigt.

Die Ausbildung zur Stillberaterin EISL wird erst seit 2018 angeboten und richtet sich vor allem an außerklinisches Fachpersonal wie Mütter- und Familienberaterinnen, Trageberaterinnen, Tagesmütter, Kursleiterinnen (z.B. PEKIP; Pikler, DELFI,…),Mitarbeiterin in Apotheken oder Arztpraxen, Physiotherapeuten, Sozialpädagogen, Ernährungsberaterin und allen anderen Berufsgruppen die immer wieder in Kontakt mit Eltern und Fragen zum Thema Stillen kommen.

Die Ausbildung besteht aus einem von 2 wählbaren Basisseminaren der Ausbildungsreihe für die Zulassung zum IBCLC Examen, einem Zetifizierungsmodul, dem Besuch von mindestens 4 Still- oder Elterngruppentreffen und einem Praktikum.

Das EISL bietet den Teilnehmern zur Fortbildung ein ausführliches Skript, dass auch bei den späteren Beratungen weiter hilft. Ein internes Netzwerk und regelmäßige Fortbildungstermine.

Die Fortbildungskurse werden von langjährigen IBCLC Beraterinnen geleitet.

Anders als bei den ehrenamtlichen Ausbildungen der AFS und der LLL dürfen beim EISL ausgebildete Stillberaterin mit dieser Ausbildung Geld verdienen. Somit ist es sowohl möglich, eine schon bestehende Arbeit mit Müttern und Familien auszuweiten, als auch eigenständige Stillberatung anzubieten.

Die Beratung muss von den Eltern selbst getragen werden. Es lohnt sich aber dennoch die Rechnung bei der Krankenkasse einzureichen, manche Krankenkassen übernehmen mittlerweile zumindest anteilig die Kosten einer Stillberatung.

Voraussetzungen

Da sich die Ausbildung an außerklinisches Personal richtet, ist keine Stillerfahrung notwendig. Auch Männer werden zur Ausbildung zugelassen. Auch sonst müssen keine besonderen Voraussetzungen erfüllt werden.

Ausbildungsinhalte

Neben einem von zwei wählbaren Grundmodulen und dem Zertifizierungsmodul, müssen im Rahmen der Ausbildung Praktika in Form von einer Hospitation bei einer zertifizierten IBCLC, in einer Stillambulanz, bei einer Beratungsstelle oder auf einer Wochenbettstation absolviert werden. Dazu kommt der Besuch von mindestens 4 Still- oder Elterngruppentreffen.

Die Ausbildungsinhalte laut EISL sind:

Wie profitieren Mutter, Kind und Gesellschaft vom Stillen?

Muttermilch und ihre Bedeutung

Milchbildung

Saugbedürfnis und Schnuller

Stillbeginn Baby anlegen, Mutter unterstützen

Schlafbedürfnis von Mutter und Kind

Ernährung in der Stillzeit

Stillen und Arbeiten

Muttermilch abpumpen und Lagern

Teilstillen und Flaschenernährung

Erkrankung der Mutter

weinende Kinder

Brustprobleme und Schmerzen

wertschätzende Kommunikation und Umgang mit Müttern und Familienbett

Fallbeispiele Netzwerk knüpfen, Fachinformationen finden und anbieten

Kompetenzen und Grenzen der Beratung

Prüfung

Die Prüfung zur Stillberaterin EISL findet in schriftlicher Form statt und besteht zu etwa 2/3 aus multiple Choice Fragen.

Das Zertifikat ist 3 Jahre gültig. Zur Rezertifizierung muss eine mindestens eintägige Fortbildung pro Jahr besucht besucht werden.

Ausbildungsdauer

Die Präsenzphase beträgt insgesamt 5 Tage. Davon fallen 4 Tage auf das Basisseminar und ein Tag auf das Zertifizierungsmodul. Somit beträgt die Präsenzphase insgesamt 40 Stunden.

Hinzu kommen noch 16 Stunden Praktika, die sich in 4 Still- oder Elterngruppentreffen von je 2 Stunden und 2 mal 4 Stunden Hospitation gliedern und die Abschlussprüfung.

Preise

Für die Ausbildung beim EISL musst du mit einer Einschreibegebühr von 90,- € rechnen, dazu kommen die Kosten für das Basisseminar in Höhe von 510,-€ und das Zertifizierungsmodul in Höhe von 140,-€

Somit kommst du auf einen Gesamtpreis von 740,-€

Pausengetränke sind in den Gebühren inbegriffen. Zusätzliche Kosten z.B. für Übernachtung und Anfahrt müssen selbst getragen werden.  

 

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AFS – Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen Stillberaterin

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Infos zur Ausbildungsstätte

Aus dem Wunsch heraus auch auf politischer ebene die Interessen Stillender zu vertreten, wurde 1986 die Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen (AFS) aus der La Leche Liga Deutschland als Tochterorganisation heraus gegründet.

Mittlerweile hat die AFS in Deutschland und Österreich zahlreiche Stillgruppen und ehrenamtliche Stillberaterinnen und organisieren den jährlichen Stillkongress in Köln.

Infos zur Ausbildung

Die ehrenamtliche Beratung der AFS findet persönlich im direkten Kontakt von Mutter zu Mutter statt. Die AFS unterhält zudem eine Telefonhotline und bietet E-Mail Beratung an.

Die AFS bietet ihren Mitgliedern eine qualitativ gute Ausbildung, mit der die Beraterinnen alle nötigen Grundlagen erlernen um eine Stillgruppe leiten und ehrenamtlich in der Hilfe zur Selbsthilfe zu Beraten.

Um die Ausbildung abzuschließen müssen 8 Ausbildungskurse, sowie eine AFS Veranstaltung wie zum Beispiel der Stillkongress in Köln, das Landestreffen oder die regionalen Mitgliederversammlungen besucht werden.

Die einzelnen Ausbildungskurse dauern nicht länger als einen halben Tag und werden meist als Blockseminare angeboten, so können an einem Wochenende auch gleich mehrere abgeschlossen werden. Die Reihenfolge ist hierbei nicht vorgegeben.Auch gibt es keine zeitliche Einschränkung wie lange man für die einzelnen Kurse Zeit hat.

Die AFS bietet ihren Stillberaterinnen nicht nur einen internen Mitgliederbereich mit Fachforum auf der AFS Website, sondern auch zahlreiche Infobroschüren und medizinische Infoblätter.

Mit ihrem jährlichen Stillkongress, den Regionaltreffen und den Landesveranstaltungen bietet sie zudem eine breite Plattform für Fortbildungen und ein aktives Netzwerk.

Voraussetzungen

Da es sich bei der AFS um eine Mutter zu Mutter Beratung handelt und eigene Stillerfahrung nötig ist, werden grundsätzlich nur Frauen ausgebildet. Die AFS macht allerdings auf Anfrage hier auch Ausnahmen.

Die Stillerfahrung ist bei der AFS nicht an eine bestimmte Dauer geknüpft, dennoch sollte man mit den Grundsätzen der AFS übereinstimmen.

Die Ausbildung zur AFS Stillberaterin wird nur Mitgliedern des Vereins angeboten und der Besuch einer Stillgruppe ist zur Zulassung unbedingt nötig. Diese muss allerdings nicht unbedingt eine Stillgruppe der AFS sein und wenn die nächste Stillgruppe unzumutbar weit entfernt ist, sind Ausnahmeregelungen möglich.

Schon während der Ausbildung dürfen AFS Stillberaterinnen Stillgruppen leiten und Beratung anbieten auch die Prüfung am Ende der Ausbildung ist nicht verpflichtend.

Du hast ab beginn der Ausbildung 2 Jahre Zeit die 8 Kurse zu absolvieren

Ausbildungsinhalte

Neben einer AFS Veranstaltung müssen im Rahmen der Ausbildung 8 Fortbildungskurse besucht werden. Jeder Dauert etwa einen halben Tag und sie werden oft als Blockseminare angeboten, wodurch mehrere an einem Wochenende besucht werden können. So können alle Kurse an 2 Wochenenden absolviert werden.

Die Ausbildungskurse der AFS gliedern sich wie folgt:

Kurs 1 eigene Stillgeschichte

erleben der eigenen Stillzeit, wie beeinflusst mich das erlebte in meiner Beratung, warum möchte ich Stillberaterin sein, was erfahre ich über mich

Kurs 2 Gesprächsführung

Reflexion der eigenen Gespräche, Hilfe zum Führen von hilfreichen Gesprächen und der Leitung von Stillgruppen, Kommunikationsmodell, finden eigener Lösungen, Abgrenzung zwischen hilfreichen Gesprächen und Verkaufsgesprächsführung

Kurs 3 Telefonberatung

Gesprächsmodell partnerzentriertes Gespräch, Gesprächsführung in besonderen Situationen, Gespräche werden nach gespielt und bessere Lösungen gefunden

Kurs 4 medizinische Anfängerinformationen

Aufbau und Entwicklung der Brust, Milchbildung, Milchspendereflex und Milcheinschuss, Zusammensetzung der Muttermilch, Allergien, Stillhindernisse, körperliche Vorgänge des Stillens, Grenzen der ehrenamtlichen Stillberatung

Kurs 5 Saugen, Saugverwirrung, Stillpositionen, Stillhilfen

Saugvorgang an der Brust, Unterschied zwischen dem Saugen an der Brust und Flasche, Stillhütchen, korrektes Anlegen, Übung von verschiedenen Stillpositionen, Stillhilfsmittel

Kurs 6 Koliken, Beikost, Abstillen

Ursachen und Umgang mit Koliken, Einführung der Beikost unter Berücksichtigung der WHO Empfehlung, Formen des Abstillens, Abstillgründe

Kurs 7 Wege der Stillförderung in der AFS

Verschiedene Möglichkeiten für Stillgruppentreffen, Aufgaben einer Stillgruppenleiterin, Grenzen der Stillgruppenarbeit, Finanzierung, Öffentlichkeitsarbeit, Strukturen und Netzwerk der AFS, Überregionale Arbeit der AFS

Kurs 8 Zusammenfassung und Vertiefung der Kurse 1 bis 7

Zusätzlich zu den Ausbildungskursen muss ausführliche Lektüre in Form der AFS Ausbildungsmappe, der Vereinszeitschrift „Stillzeit“ sowie sämtlichen Broschüren und Schriften der AFS im Selbststudium gelesen und erarbeit werden.

Prüfung

Wenn du alle Ausbildungskurse und eine AFS Veranstaltung besucht hast, kannst du die Prüfungsunterlagen bei der AFS beantragen. Am Anfang der Ausbildung erhältst du mit den Ausbildungsunterlagen den so genannten Ausbildungsbegleiter. Dieser muss bei jeder Fortbildung und der AFS Veranstaltung mitgeführt und von der Referentin unterschrieben werden und gilt als Nachweis der besuchten Ausbildung. Nur mit diesem Nachweis wirst du zur Prüfung zugelassen.

Die Prüfungsfragen bekommst du nach Hause geschickt und hast dort 3 Monate Zeit diese zu bearbeiten.

Nach bestandener Prüfung bekommst du ein Zertifikat mit 2 Jahren Gültigkeit. Zur Rezertifizierung muss eine AFS Fortbildung von 3 Stunden besucht werden.

Ausbildungsdauer

Die Dauer der Ausbildung hängt stark von der Planung der einzelnen Kurse ab. Liegen diese günstig, können all 8 Ausbildungskurse innerhalb von 2 Wochenenden absolviert werden. Du hast aber ab Anmeldung zur Ausbildung 2 Jahre Zeit alle Kurse zu belegen.

Dazu kommt die Zeit, die du für den Besuch einer AFS Veranstaltung, den Stillgruppentreffen und der Erarbeitung der Lektüre brauchst, sowie der Zeitaufwand für die Bearbeitung der Prüfungsfragen.

Preise

Da die Ausbildung nur für AFS – Mitglieder angeboten wird, zähle ich den Mitgliedsbeitrag der AFS zu den Ausbildungskosten. Hierfür fallen 40€ jährlich an. Dazu kommt eine Anmeldegebühr von 40€ und die Kosten für die einzelnen Kurse.

Kurs 1 bis 3 kosten momentan je 55€ und die Kurse 4 bis 8 je 27,50.

Damit kommst du auf einen Preis von 342,50€ ohne den Mitgliedsbeitrag.

Anfallende Kosten für Übernachtungen, Anreise und dem Besuch einer AFS Veranstaltung sind zusätzlich selbst zu tragen.

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LLL – La Leche Liga Stillberaterin

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Infos zur Ausbildungsstätte

Die La Leche League International ist eine in den 1950er Jahren in den USA gegründete gemeinnützige Organisation. Sie ist sowohl konfessionell als auch politisch unabhängig und mittlerweile in über 70 Ländern aktiv.

1976 wurde La Leche Liga Deutschland e. V. als Teil der La Leche League International in Deutschland gegründet und ist seit dem als gemeinnütziger Verein Bundesweit in regionalen Stillgruppen organisiert.

Genau in der Zeit, in der künstliche Säuglingsnahrung allgegenwärtig war und Muttermilch als minderwertig angesehen wurde, kämpfen ein paar Frauen für das Stillen und die stillenden Mütter. Die La Leche League war geboren und die Stillberaterinnen der LLL, die auch heute noch ehrenamtlich arbeiten sind auch heute noch die Pioniere der Stillförderung.

Infos zur Ausbildung

Die ehrenamtliche Beratung der Stillberaterinnen der La Leche Liga findet in organisierten Stillgruppen, per E-Mail oder Telefon statt und versteht sich als Hilfe zur Selbsthilfe und Mütter zu Mütter Beratung.

LLL Beraterinnen ermutigen und begleiten Mütter bei Unsicherheiten und helfen ihnen das Stillen und die Bedürfnisse ihres Babys besser zu verstehen. So finden sie zusammen mit den Müttern individuelle Lösungen für jede einzelne Still- sowie Mutter-Kind Beziehung.

Die La Leche Liga unterstützt ihre Beraterinnen in Form einer individuellen Begleitung durch die Regionalbetreuung und den Verein, Fortbildungstreffen sowie die jährlich stattfindende LLL-Jahreskonferenz auf der man nicht nur andere Stillberaterinnen treffen, sondern sich auch fortbilden kann.

Des weiteren bietet die LLL einen Beraterinnenbrief mit aktuellen Stillinformationen, einen gesperrten Webseitenbereich mit Informationen und Forum, Materialien für die Öffentlichkeitsarbeit, so wie verschiedene Infoblöcke, Bücher und Broschüren.

Die Ausbildung zur La Leche Liga Stillberaterin ist keine berufliche Weiterbildung und berechtigt ausschließlich im Rahmen des Vereins ehrenamtlich tätig zu werden. Daher kann sie auch nicht in berufliche Tätigkeiten eingebunden werden.

LLL Stillberaterinnen müssen die Ziele und Interessen der La Leche League International vertreten. Die emotionale Hilfe hat vor allem in der ehrenamtlichen Beratung einen sehr großen Anteil, der nicht zu vernachlässigen ist.

LLL Beraterin arbeiten ergänzend zur Betreuung durch Ärzte oder anderes Gesundheitspersonal, und leisten ausschließlich Hilfe zur Selbsthilfe.

Eine feste Ausbildungsstruktur mit fest vorgegebenen Fortbildungen gibt es bei der La Leche Liga nicht. Die Ausbildung findet zum Großteil über den persönlichen Mailverkehr mit einer LLL Ausbilderin statt.

Die aktive Mitarbeit im Verein ist überaus wichtig um diesen am Leben zu erhalten, so ist sie auch schon während der Ausbildung ein wichtiger Aspekt, der vor allem auch zeitlich beachtet werden muss.

La Leche Liga Beraterinnen in Ausbildung müssen einmal im Monat eine Stillgruppe besuchen, dort mitarbeiten und sich mit der ansässigen Beraterin austauschen, es müssen mindestens einmal im Jahr sowohl eine LLL Fortbildung oder die Jahreskonferenz, als auch LLL Kommunikationskurse besucht werden.

Die Ausbildung wird extrem günstig Angeboten, im Gegenzug dazu muss eine fertig ausgebildete LLL Beraterin mindestens 3 Jahre für den Verein tätig sein. Hierzu gehört nicht nur das Leiten und Organisieren eigener monatlicher Stilltreffen, sondern auch die Telefon und Mailberatung,monatlicher Kontakt zur Regionalbetreuerin, eigenständige Fortbildung und das Betreuen von Messeständen und die Übernahme von organisatorischen Aufgaben.

Voraussetzungen

Eine Besonderheit der Ausbildung bei der La Leche Liga, ist die Notwendigkeit einer persönlichen Empfehlung einer aktiven LLL Beraterin. Diese Empfehlung bekommt man nach einer so genannten Kennenlernzeit von etwa 4 bis 6 Monaten in denen mindestens 4 La Leche Liga Stilltreffen und ein Regionaltreffen besucht werden muss, dabei sieht die LLL eine Fahrzeit von bis zu einer Stunde als zumutbar an. Du musst mit dieser Beraterin in persönlichen Kontakt stehen, dich austauschen und letztendlich ein Bewerbungsgespräch mit ihr führen.

Weitere Voraussetzungen für die Ausbildung bei der La Leche Liga ist, dass du die Philosophie der LLL kennst und vollkommen unterstützt, auch wird die Ausbildung zur La Leche Liga Beraterin nur zahlenden Vereinsmitgliedern des LLLD e.V. angeboten. Noch vor der Ausbildung muss die neueste Ausgabe des Buches „Handbuch für die stillende Mutter“* gekauft und gelesen werden.

Um zur Ausbildung zur La Leche Liga Stillberaterin zugelassen zu werden, musst du mindestens ein Kind gestillt haben. Dabei muss es 6 Monate voll gestillt worden sein und dann aus ernährungsphysiologischer Sicht passende Beikost angeboten bekommen haben.

Parallel muss das Kind weitergestillt worden sein.

Du kannst dich bewerben wenn dein Kind mindestens 9 Monate alt ist und noch gestillt wird und du vorhast auch über das erste Lebensjahr hinaus zu stillen.

Sollte dein Kind schon älter sein und daher nicht mehr stillen, muss es länger als ein Jahr gestillt worden sein und beim Abstillen müssen die Bedürfnisse des Kindes respektiert worden sein.

Ein bedürfnisorientierter Umgang auch in allen anderen Bereichen mit deinem Kind ist obligatorisch.

Da die Mutter zu Mutter Beratung oft zu einem großen Teil aus emotionaler Begleitung besteht, ist Einfühlungsvermögen eine der wichtigsten Eigenschaften einer La Leche Liga Stillberaterin.

Auch gute Kommunikationsfähigkeiten und eine respektvolle Haltung sind zwingend nötig um als Stillberaterin arbeiten zu können. Da für die Ausbildung bei der La Leche Liga zwingend eigene Stillerfahrung nötig ist, werden keine Männer zur Ausbildung zugelassen.

Ausbildungsinhalte

Der Schwerpunkt der Ausbildung zur LLL Beraterin liegt in der schriftlichen Reflexion deiner eigenen Erfahrungen von Schwangerschaft, Geburt, Stillen und des Mutterseins. Dieser Austausch findet per persönlichem E-Mail Kontakt mit einer La Leche Liga  Ausbilderin statt. Kommunikationskurse um Stillgruppen leiten und Beratungsgespräche führen zu können sind ein weiterer Eckpfeiler der Ausbildung.

Die aktive Mitarbeit in einer LLL Stillgruppe mit Unterstützung der leitenden Stillberaterin in allen Belangen ist neben dem selbstständigen Lernen von Fachwissen und das Lesen und Bearbeiten von Literatur rund ums Stillen und das Leben mit Kindern der Hauptteil der La Leche Liga Ausbildung.

Prüfung

Es gibt keine Abschlussprüfung zur La Leche Liga Stillberaterin.

Die Ausbildung endet wenn die zuständige Ausbilderin das erlernte als ausreichend ansieht und den Briefwechsel mit einer Fallbesprechung abschließt.

Ausbildungsdauer

Die Ausbildung dauert je nach Zeitaufwand etwa 1 bis 2 Jahre bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 2 bis 4 Stunden. Diese Zeit enthält sowohl den Briefverkehr, als auch das Lesen von Literatur, das Aneignen von Fachwissen und die Selbstreflexion.

Hinzu kommt noch die Zeit die du für den Besuch einer regionalen Stillgruppe, LLL Kommunikationskursen und den Besuch eines jährlichen Fortbildungstreffens brauchst.

Da die Ausbildung zum Großteil von Zuhause stattfindet und bei Treffen Stillkinder immer willkommen sind, ist die Ausbildung zur La Leche Liga Beraterin überaus still- und familienfreundlich.

Preise

Da die Ausbildung zur La Leche Liga Beraterin eine vereinsinterne Ausbildung ist, die auch rein von den ehrenamtlichen Ausbilderinnen und Beraterinnen geleistet wird, sind die Ausbildungskosten sehr gering gehalten.

Neben den Mitgliedsgebühren für den Verein werden lediglich einmalig 60€ bei Anmeldung und einmalig 40€ bei Abschluss der Prüfung als Auslagenpauschale berechnet.

Reisekosten, Teilnahmegebühren zu Fortbildungstreffen,´sowie Literatur sind selbst zu tragen.

 

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Stillberaterin werden und finden – die verschiedenen Ausbildungen

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Ausgebildete Stillberaterinnen beraten und begleiten Mütter während der gesamten Stillzeit. Sie helfen der werdenden Mutter schon während der Schwangerschaft, sich auf das Stillen vorzubereiten. Sie sorgen für einen reibungslosen Stillstart. Helfen, wenn der Start etwas holpriger war. Bieten durch Stillgruppen eine Vernetzung zu anderen stillenden Müttern. Helfen bei Schmerzen und wunden Brustwarzen. Helfen bei zu geringer Milchbildung genauso wie bei Milchstau oder Brustentzündungen. Suchen für alle erdenklichen Probleme Lösungen und geben Hilfestellung auch in den seltensten Situationen.

Stillberaterinnen beraten bei der Mama zuhause, in Kliniken, bei Stillgruppentreffen, per Telefon oder Online auf verschiedenen Wegen.

Und sie sind in den meisten Fällen nicht nur Beraterinnen, sondern auch Freundin, Begleitung, Seelsorge und in bestimmten Fällen, medizinische Fachkraft gleichzeitig.

Immer wieder kommt es aber leider vor, dass ich in diversen Onlineforen lese oder von Müttern gesagt bekomme, dass Stillberater ja auch nicht helfen können oder dass ausgerechnet eine Stillberaterin die dubiosesten Tipps gegeben hat.

Stillberaterinnen sind Beraterin, Freundin, Begleitung, Seelsorge und in bestimmten Fällen, medizinische Fachkraft gleichzeitig.

Auch werde ich immer wieder gefragt wie man denn eigentlich Stillberaterin werden kann.

Das Problem an der Sache ist, dass der Begriff Stillberaterin in Deutschland keine geschützte Berufsbezeichnung ist und sich somit theoretisch jeder so nennen kann – auch der Dachdecker von nebenan.

Und leider gibt es auch immer wieder Stillberater die keinerlei Ausblldung in diese Richtung absolviert haben und sich wohl einfach am Leid der Frauen bereichern wollen.

Auch Hebammen werden im Allgemeinen als die Fachkraft zum Thema Stillen angesehen, nur ist das leider auch hier nicht grundsätzlich der Fall. Es gibt Hebammen mit viel fundiertem Fachwissen. Meisten haben diese eine zusätzliche Fortbildung zum Thema absolviert. Auch die Ausbildungsinhalte zum Stillen werden in der Hebammenausbildung immer besser. Leider liegen diese aber sehr an der Ausbildungsstätte und ausbildenden Personen. Veraltetes Stillwissen von Hebammen sorgt nicht selten erst für Probleme.

Daher ist es als Mama wichtig immer nach der Qualifikation zu fragen und sich im Zweifel das Zertifikat zeigen zu lassen. Auch bei Hebammen.

Um für dich persönlich und für dein Problem die richtige Stillberaterin zu finden oder um dich entscheiden zu können welche Ausbildung sich für dich am besten eignet, musst du natürlich erst mal wissen, welche Ausbildungen es zur Stillberaterin gibt.

Im deutschen Sprachraum gibt es derzeit 5 verschiedene Arten der Ausbildung und Qualifikation

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Von ehrenamtlichen Beratern bis zu medizinisch umfangreich ausgebildeten Fachkräften ist hier alles vertreten.

Ich selbst habe mich auf dem Weg zur Stillberaterin umfassend erkundet, welche Wege es gibt und wo genau die Unterschiede liegen.

Diese Recherche hat mich damals Unmengen an Zeit gekostet bis ich alle für mich relevanten Informationen zusammengesammelt hatte und für mich den besten Weg suchen konnte.

Ich habe mich übrigens für das DAIS entschieden und befinde mich zusätzlich mittlerweile in Ausbildung zur IBCLC.

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Um euch den Weg ein wenig zu erleichtern, egal ob ihr eine ausgebildete Stillberaterin sucht oder ob ihr selbst eine Ausbildung zur Stillberaterin absolvieren wollt, habe ich euch hier die verschiedenen Möglichkeiten, die Voraussetzungen für die Ausbildung, die Unterschiede, Dauer der Ausbildungen, Ausbildungsinhalte und Preise zusammengestellt.

Klickt einfach auf die einzelnen Ausbildungsinstitute um zu einer ausführlichen Beschreibung der jeweiligen Ausbildung zu kommen:

LLL (La Leche Liga)

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wunde Brustwarzen

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Schmerzen beim Stillen und wunde, blutige Brustwarzen: die meisten Mütter leiden in den ersten Tagen und Wochen nach der Geburt daran. Es wird als normal angesehen, etwas wodurch Mütter einfach durch müssen. Nicht wenige stillen daher schon in den ersten Wochen ab, weil sie den Schmerz nicht mehr ertragen können.

Ein gewisser Ansaugschmerz kann dabei in den ersten Tagen durchaus normal sein, aber wunde, blutige und schmerzende Brustwarzen sind es definitiv nicht. Schmerzen beim Stillen, sind immer ein Anzeichen dafür, dass etwas nicht stimmt und da mal drauf gesehen werden muss. Manchmal liegt es an Dingen wie Soor – eine Pilzinfektion die gar nicht so selten vorkommt, Vasospasmen – die durch eine verminderte Durchblutung der Brustwarze entstehen und zu stechenden Schmerzen die tief in die Brust ziehen führen, einem zu kurzem Zungenbändchen oder anderen anatomischen Anomalien beim Säugling oder einer Saugverwirrung nach Flaschen- oder Schnullergabe.

Im Handel gibt es diverse Mittelchen wie Salben, Kompressen oder Stillhütchen, mit denen dann versucht den Schmerz zu verringern und die Wundheilung zu unterstützen. Leider bringt das nur kurzfristig einen kleinen Erfolg, weil dadurch einfach die Ursache nicht bekämpft wird.

Dennoch können, ergänzend zu einer professionellen Stillberatung, einige dieser Hilfsmittel durchaus unterstützend wirken. Daher habe ich dir hier eine Liste von hilfreichen Mitteln und Maßnahmen gegen wunde Brustwarzen zusammengestellt.

Die vorgestellten Marken sind natürlich alle WHO Kodex konform.

In den allermeisten Fällen (ca. 80%) ist die Ursache von blutigen und schmerzenden Brustwarzen schlicht eine nicht optimale Anlegetechnik.

Ein kleiner, nicht unbedingt auffälliger Fehler beim Anlegen kann schon reichen um dir das Stillen so richtig schmerzhaft zu machen,. Meist treten aber gleich mehrere Fehler gleichzeitig auf.

Daher ist es bei wunden und schmerzenden Brustwarzen wichtig unbedingt eine ausgebildete Stillberaterin vor Ort oder online zu kontaktieren. Sie kann die Anlegetechnik überprüfen, schauen ob es anatomische Gründe für die Schmerzen geben könnte und sehen ob noch weitere therapeutische Maßnahmen wie Medikamente nötig sein könnten.

Zur Behandlung von wunden Brustwarzen gibt es mindestens genauso viele gut gemeinte Tipps und Ratschläge wie zum Stillen selbst. Meist ist dabei gut gemeint leider alles andere als gut. Oft werden diverse Cremes empfohlen, die durch das unbedingt erforderliche Abwaschen vor dem Stillen noch mehr zu rissigen und ausgetrockneten Brustwarzen beitragen, statt dagegen zu helfen. Ich hab auch schon von so abenteuerlichen Tipps wie Speisestärke auf den Brustwarzen gelesen, was die Gefahr einer Infektion stark erhöht.

Wunde Brustwarzen sollten wie jede andere Wunde optimal versorgt werden.

Hierzu muss die Wunde erst mal gereinigt werden um die Vermehrung von Bakterien und anderen Krankheitserregern zu vermeiden.

Dafür solltest du die Brustwarzen nach dem waschen mit warmen Wasser und milder Seife, bei Entzündungszeichen mit einer physiologischen Kochsalzlösung spülen und danach mit einem weichen Handtuch vorsichtig abtupfen.

Kochsalzlösung kannst du entweder fertig in der Apotheke kaufen oder du stellst sie selbst her.

Zum selbst herstellen von Kochsalzlösung (0,9%) löst du einfach 1 gestrichenen Teelöffel Kochsalz in einem halben Liter Wasser auf. Verschlossen im Kühlschrank gelagert kannst du die Kochsalzlösung bis zu 3 Tage benutzen, danach solltest du eine frische Kochsalzlösung zubereiten.

Nach der Reinigung kommen diverse Pflegemaßnahmen in Betracht.

Zum einen sollte hier Wert auf eine so genannte feuchte Wundheilung gelegt werden um das physiologische Milieu aufrecht zu erhalten. Hierbei wird die Bildung von Schorf verhindert, es schmerzt weniger und die Wundheilung wird stark verkürzt.

Nach dem Stillen solltest du immer einen Tropfen Muttermilch auf der Brustwarze verteilen und dort trocken lassen. Die antibakteriellen Stoffe der Muttermilch schützen vor Infektionen.

Eine sehr einfache und sofort anwendbare Maßnahme sind Warmwasser-Kompressen auf die Brustwarzen zu legen. Oft wird auch Schwarztee dafür empfohlen. Dieser hat zwar entzündungshemmende Eigenschaften, hinterlässt aber einen bitteren Geschmack der sich nicht so einfach abwaschen lässt und führt bei Kindern nicht selten zur Verweigerung der Brust.

Hydrogel- Kompressen

Bei stärkeren Problemen haben sich Hydrogel- Kompressen bewährt. Hydrogel- Kompressen wirken schmerzlindernd und kühlend. Sie sind sehr effektiv und Symptome reduzieren sich schon nach kürzester Zeit. Allerdings muss bei der Anwendung jeglicher Kompressen stark auf die Hygiene geachtet werden um die Infektionsgefahr nicht noch zu erhöhen. Außerdem können die Kompressen auf der der Wunde festkleben, was das Abziehen nicht nur extrem schmerzhaft macht, sondern auch die Brustwarze wieder aufreißen lässt.

 

Kompressen mit Aloe Vera blockieren dazu noch viele schädliche Bakterien und Mikroorganismen auf natürliche Weise.

 

Brustwarzensalben

Auch Brustwarensalben funktionieren nach dem Prinzip der feuchten Wundheilung und sollen angegriffene, wunde Brustwarzen vor dem Austrocknen schützen.

Wenn möglich solltest du nur Cremes verwenden, die vor dem Stillen nicht abgewaschen werden müssen. Die meisten Cremes enthalten Lanolin oder bestehen zu 100% daraus. Viele Mütter fühlen sich mit der schützenden Lanolinschicht wohler, obgleich Studien zeigen, dass Brustwarzensalben nicht besser wirken als Muttermilch auf der Brustwarze trocknen zu lassen.

Brustwarzensalben sollten immer nur zur Behandlung schon vorhandener Probleme, niemals aber zur Vorbeugung derer genutzt werden.

Viele Frauen reagieren allergisch auf Lanolin. In dem Fall kann eine Salbe auf Basis pflanzlicher Öle helfen. Einige davon müssen allerdings vor dem Stillen abgewaschen werden, wodurch der Gebrauch gut abgewogen werden sollte.

Neben der feuchten Wundheilung liegt noch ein besonderes Augenmerk auf der Vermeidung von weiteren Reizen wie Reibung und Druck, vor allem an der Kleidung.

Hierfür gibt es verschiedene Brustwarzenschoner.

Brustringe

Brustringe schützen die Brustwarzen ähnlich wie Zinn- und Silberhütchen, vor dem Abknicken und scheuern an Kleidung und verbessern damit gleichzeitig die Durchblutung ,was wiederum die Wundheilung anregt. Um die Vermehrung von Keimen zu vermeiden müssen sie mehrmals täglich gewechselt werden. Allerdings drücken die Ringe auf das Brustgewebe um die Brustwarzen. Dieser Druck erhöht die Gefahr eines Milchstaus und setzen nicht auf die vorteilhaftere feuchte Wundheilung. Dafür kann aber bei Bedarf zusätzlich eine Brustwarzensalbe angewendet werden.

Wiener Brust-Donuts, die von österreichischen IBCLC Beraterinnen entwickelt wurden, kannst du ganz leicht selbst herstellen.

Hierfür brauchst du einen 6cm breiten Schlauchverband und Einmalstilleinlagen.

Pro Donut nimmst du 3 bis 4 Stilleinlagen, faltest sie einzeln zusammen und schneidest die Mitte heraus, so dass nur ein Ring übrig bleibt. Dann schneidest du dir von dem Schlauchverband ein 20-25cm langes Stück ab,fädelst die ausgeschnittenen Stilleinlagen auf und ziehst von einer Seite den Schlauchverband von innen nach außen über die Stilleinlagen. Danach nochmal auf der anderen Seite den Schlauchverband von innen nach außen um die Stilleinlagen ziehen und das ganze nochmal wiederholen. Hier könnt ihr euch die Originalanleitung bebildert ansehen.

Eine andere Möglichkeit Brustwarzenschoner selbst herzustellen: Wickel eine 6cm breite und ca. 2 Meter einer 6 Meter lagen Mullbinde locker um die zusammengehaltenen Finger deiner Hand. Dann nimmst du die Binde von der Hand, rollst sie zu einem festen Ring und legst den Rest der Binde spiralförmig darüber. Fertig.

Wer sich die Arbeit nicht machen will, kann aber auch problemlos fertige Brustringe aus Schaumstoff kaufen.(mamasafe, elanee)

Brustringe
Brustringe von Mamasafe

Zinnhütchen/ Silberhütchen

Zinnhütchen bestehen zu 99,9% aus Reinzinn, Silberhütchen aus 999er Sterlingsilber. Ein großer Vorteil gegenüber den Brustringen ist, dass sie nach dem Prinzip der feuchten Wundheilung funktionieren. Silber wirkt zudem antibakteriell und entzündungshemmend. Da die Zinn- und Silberhütchen über der Brustwarze liegen, schützen sie die Brustwarze zudem vor abknicken und scheuern an der Kleidung. Es sind keine Salben oder sonstiges nötig, wodurch zusätzlich reizend wirkendes abwaschen der Brustwarze vor dem Stillen entfällt. Die Reinigung ist genau so einfach wie die Anwendung. Zinn- und Silberhütchen können zwischendrin einfach unter fließendem Wasser eventuell unter Zuhilfenahme von milder Seife abgewaschen werden. Zur Sterilisation werden sie einfach in kochendes Wasser gelegt. Allerdings drücken auch sie auf das Gewebe um die Brustwarze und erhöhen damit die Gefahr für einen Milchstau.

Wolle- Seide Stilleinlagen

Seide wirkt antibakteriell und fördert die Heilung wunder Brustwarzen, die Wolle enthält natürliches Lanolin zur Pflege, wie es auch in Brustwarzecremes verwendet wird. Da beide Materialien nicht saugfähig sind, müssen zum Milch auffangen noch weitere Stilleinlagen verwendet werden.

Heilwolle

Heilwolle hat einen großen Anteil an natürlichen Lanolin, wirkt antibakteriell und lässt Luft an die Brustwarze. Sie eignet sich auch sehr gut zur Pflege eines wunden Babypos. Allerdings sollte es bei beiden Möglichkeiten keine offenen Stellen geben, da die Heilwolle sonst schmerzhaft festkleben und sogar einwachsen kann. Heilwolle sollte mehrmals täglich gewechselt werden.

Sollte es zusätzlich zu einer Infektion der Brustwarze kommen, ist eine medizinische Therapie mit einer antibiotischen Salbe angeraten, eventuell auch in Kombination mit einem oralen Antibiotikum.

Bei Verdacht auf eine Mischinfektion ist eine Therapie mit einem Kombipräparat mit einer antibakteriellen und einer entzündungshemmenden Komponente, sowie einem Antimykotikum zu empfehlen.

Wenn es trotz aller Maßnahmen und professioneller Stillberatung immer wieder zu wunden Brustwarzen kommt, könnte begleitend noch eine Lasertherapie durch eine speziell geschulte Fachkraft in Erwägung gezogen werden.

Oft werden bei wunden Brustwarzen, vor allem in Geburtskliniken, Stillhütchen empfohlen. Da Stillhütchen aber, um die Brustwarzen wirklich zu schonen, perfekt passen müssen, was sie in der Praxis leider oft nicht tun und auch die große Gefahr einer Saugverwirrung besteht, sind die negativen Auswirkung um einiges höher als ein eventueller Nutzen und sollten daher nicht eingesetzt werden. Wenn du dir aber ein weiterstillen ohne Nutzung eines Stillhütchens nicht vorstellen kannst, können sie in Ausnahmefällen vorübergehend eingesetzt werden. Hierbei muss aber unbedingt auf die richtige Größe und richtige Anwendung geachtet werden. Bei längerer Anwendung sollte auch unbedingt das Gewicht des Kindes öfter kontrolliert werden und du solltest zur Aufrechterhaltung der Milchmenge einmal in 24 Stunden zusätzlich (die Milch nicht verfüttern) abpumpen.

All diese Maßnahmen sind wirklich nur bei wunden und blutigen Brustwarzen indiziert. Gesunde Brustwarzen brauchen weder Kompressen, noch Salben oder sonst irgendetwas. Sie haben eine natürliche Fettschicht (Sebum), die die empfindliche Haut schützt. Zu häufiges oder intensives Waschen oder zu langes Tragen von Stilleinlagen kann diese Schutzschicht stören.

Am besten wird die Brust nur mit warmen Wasser und eventuell milder Seife bei der normalen Routine sanft gewaschen. Viel Luft und die pflegenden Lipide der Muttermilch schützen die Brustwarzen zusätzlich, wenn man nach dem Stillen immer ein paar Tropfen auf der Brustwarze trocknen lässt.

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