Schlagwort: nicht stillen

Was ist Stillen nach Bedarf?

Stillen nach Bedarf - Clusterfeeding - Nina Abel - Stillberatung online - Stillvorbereitung -

Milch wird nach dem Prinzip Angebot und Nachfrage produziert: Baby will Milch, die Brust produziert Milch, dein Baby will mehr Milch – deine Brust produziert mehr Milch. Vorausgesetzt dein Baby darf an die Brust wann immer es will, also wird nach seinem (und deinem) Bedarf gestillt.

Dein Baby wird auch nicht unbedingt jeden Tag gleich oft an deine Brust wollen. In Wachstumsphasen wird es deutlich öfter stillen wollen, in Phasen der Hirnentwicklung wird die Stillfrequenz wahrscheinlich vor allem Nachts zunehmen. Manchmal wird dein Baby jede Stunde stillen wollen und es wird auch Phasen geben, in denen du stundenlang mit deinem Baby stillend auf dem Sofa sitzen wirst.

Natürlich können diese Phasen sehr anstrengend sein und der Gedanke es sich mit festen Stillzeiten zu erleichtern liegt nahe. Aber mal ehrlich: Klar gibt es feste Termine, die wir einhalten müssen. Aber macht es uns den Alltag mit Baby wirklich leichter, wenn wir etwas so völlig normales und alltägliches wie das Stillen auch noch in einen festen Zeitrahmen packen?

Nach festen Zeiten stillen?

Wie wäre es, wenn du nur noch zu fest vorgegeben Zeiten Essen und Trinken dürftest? Keine Zeit für individuelle Anpassungen. Du musst jetzt essen und trinken, völlig egal, dass du eigentlich noch satt bist und gar keinen Durst hast und du solltest es wirklich auch tun, denn das nächste Mal gibt es erst wieder in 4 Stunden etwas. Wenn du dazwischen Hunger bekommst oder Durst hast, musst du halt warten.

In unserer Gesellschaft  wird dem Stillen bzw. der Ernährung unserer Kinder ein so großer Stellenwert eingeräumt, dass wir oft vergessen, dass es etwas alltägliches ist. Es ist viel einfacher die alltäglichen Dinge zwischen besonderen Terminen zu erledigen und zu essen, auf die Toilette zu gehen, zu schlafen, sich mal kurz hinzusetzen,… wann eben gerade Zeit ist und nicht wann es der Terminplan vorsieht.

Nicht dein Baby bekommt zu viel Kontrolle über dein Leben, wenn du dich seinen Bedürfnissen anpasst, sondern du lässt dein Leben von banalen Dingen kontrollieren, wenn du für alles einen Plan aufstellst.

Clusterfeeding

Die erste Zeit mit Baby ist anstrengend, aber es ist leichter und schneller vorbei, wenn du diesen Umstand einfach annimmst wie er ist und das Beste daraus machst. Clusterphasen, wie sich das häufige Stillen nennt, gemütlich mit leckeren Snacks, etwas zum Trinken, einem guten Buch und ja auch mit einem guten Film oder dem Handy in der Hand im Bett oder auf dem Sofa zu verbringen ist wesentlich weniger stressig, als ein hungriges und durstiges Kind davon zu überzeugen, dass es erst in 2 Stunden wieder stillen darf.

Und sobald die ersten Clusterphasen vorbei sind und eure Stillbeziehung sich eingespielt hat, gibt es, wenn du dein Baby nach Bedarf stillst, nichts einfacheres. Egal ob du gerade unterwegs bist, kochst, im Bett liegst, auf dem Sofa sitzt, isst oder sonst was machst, du kannst dein Kind in ein geeignetes Tragetuch nehmen und das Stillen passiert ohne Zeitaufwand völlig nebenbei.

Nach Bedarf stillen bedeutet übrigens genauso nach deinem Bedarf. Wenn deine Brust voll ist, kannst du deinem Baby anbieten ein paar Schlücke zu trinken. Wenn du gleich los willst und unterwegs nicht stillen kannst, kannst du versuchen deinem Baby vorher genug Muttermilch zu geben um den Ausflug  durchzuhalten, oder auch eine Stillmahlzeit etwas hinauszögern um kurz etwas fertig zu machen. Ohne starre Zeiten seid ihr in der Gestaltung eures Tags vollkommen frei.

Stillen nach Bedarf

Noch ein Vorteil des Stillens nach Bedarf ist, dass du so sicher sein kannst, dass dein Körper immer genug Milch für dein Baby produziert und das völlig unabhängig davon wie alt es ist, sondern so lange du es willst. Du musst keine Angst haben, dass dein Baby nicht satt wird oder die Milch irgendwann nicht mehr ausreicht. Du musst nur etwas Vertrauen haben, dass dein Körper tut wofür er gemacht wurde. Häufiges Stillen heißt nicht dass du zu wenig Milch hast. Oder isst du jeden Tag zur gleichen Zeit oder immer die gleiche Menge? Bedürfnisse ändern sich, manchmal auch täglich und wenn du dir dennoch unsicher sein solltest, kann dir eine professionelle Stillberatung helfen, bevor du zufütterst.

das könnte dich auch interessieren:

Nicht stillen? Welche Nachteile hat es?

Die 3 besten Dinge die du während der Schwangerschaft tun kannst

6 Dinge mit denen du dafür sorgst, dass es mit dem Stillen nicht klappt

Grundausstattung für die Stillzeit – 4 Dinge die du wirklich brauchst und 11 die reine Geldverschwendung sind

Muttermilch oder Säuglingsmilch: Wie groß sind die Unterschiede wirklich?

Muttermilch oder Säuglingsmilch-Unterschiede

Muttermilch oder Säuglingsmilch, Stillen oder Flasche – diese Frage kommt schon während der Schwangerschaft auf die meisten von uns zu.

Und natürlich ist künstliche Säuglingsnahrung der einzige akzeptable Ersatz für Muttermilch, wenn eine Frau nicht stillen kann oder stillen möchte. Aber es ist nun mal nur ein Ersatz und wenn du die Wahl hast, ob du stillst oder dein Kind mit Formulamilch ernährst, solltest du dir diese Entscheidung wirklich gründlich überlegen.

Denn anders als von Säuglingsnahrungsherstellern behauptet, ist Pulvermilch der Muttermilch auch heute noch keineswegs ähnlich oder gar gleichwertig.

Muttermilch oder Säuglingsmilch Die größten Unterschiede

Moderne Säuglingsnahrung ähnelt nur oberflächlich der Muttermilch. Grundsätzlich sind Formulanahrungen ungenaue Kopien auf Grundlage veralteter und unvollständiger Kenntnisse darüber, was Muttermilch ist.

Die Hersteller versuchen seit langem Muttermilch zu kopieren und wenn man sich die Anfänge der künstlichen Säuglingsnahrung ansieht, ist die Qualität bis heute definitiv stark gestiegen. Dennoch können zahlreiche Inhaltsstoffe der Muttermilch nach heutigem Stand der Wissenschaft gar nicht künstlich hergestellt werden, mal abgesehen davon, dass wir noch nicht mal alle Inhaltsstoffe der Muttermilch, geschweige denn deren Zusammenspiel kennen.

Die einzigen Punkte in denen Säuglingsmilch der Muttermilch ähnelt sind der Kaloriengehalt, der Wassergehalt (zumindest bei Pre Nahrung) und  ein paar wenige grundlegende Nährstoffe. Formulamilch schafft es nur, das Kind wachsen zu lassen. Aber Muttermilch und Stillen ist so viel mehr als das. Daher wird Formulamilch niemals ein mit der Muttermilch vergleichbares Produkt sein und sollte, nach Möglichkeit, nur im Notfall Anwendung finden.

Über 3 Millionen Jahr Evolution haben Muttermilch zu dem gemacht, was sie heute ist. Sie ist perfekt auf jedes einzelne Baby einer Mutter abgestimmt. Sie enthält Antikörper, lebende Zellen, Enzyme und Hormone. Sie ist die komplexeste Muttermilch aller Säugetiere und genau auf die Bedürfnisse unserer Hirnentwicklung, unseres Verdauungs- und Immunsystems und vielem mehr abgestimmt.

Allein die Proteine und Fette in Formulamilch unterscheiden sich grundlegend von denen in der Muttermilch. Künstliche Säuglingsnahrung ist aus der Muttermilch anderer Säugetiere gemacht, in den meisten Fällen aus Kuhmilch, und muss in einem aufwendigen Verfahren so verarbeitet werden, dass sie für Menschenbabys nicht gefährlich ist und sie die Milch überhaupt vertragen.

Muttermilch oder Säuglingsmilch: Die wichtigsten Inhaltsstoffe

Muttermilch enthält neben Wasser, Kohlenhydraten, einer beträchtlichen Anzahl an verschiedenen Fetten, Proteinen, Vitaminen und Mineralstoffen, Bausteinen unserer DNA und verschiedener Antikörper auch Faktoren, die Tumorzellen zerstören, unverzichtbar für eine optimale Hirnentwicklung sind,  die Reifung der Darmschleimhaut unterstützen, allergische und anaphylaktische Reaktionen verhindern, Bakterien, Viren und Pilze neutralisieren, helfen kritische Nährstoffe wie Eisen und Vitamin B12 besser aufzunehmen,  Entzündungen minimieren und sogar durch Entzündungen aufgetretene Schäden reparieren.

Künstliche Säuglingsnahrung hingegen besteht im Wesentlichen aus entrahmter Kuhmilch, Emulgatoren und Stabilisatoren, oft zusätzlichem Zucker (nicht bei Pre Nahrung), Palm-, Raps-, Soja- und Fischöl und ein paar Mineralstoffen und Vitaminen.

 

Zur Verdeutlichung habe ich euch die Inhaltsstoffe von Muttermilch und Säuglingsmilch in einem Bild zusammengefasst:

Muttermilch oder Säuglingsmilch-Nina Abel

Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist Muttermilch viel zu komplex aufgebaut um ein ebenbürtiges Produkt herstellen zu können. Hersteller die ihre Säuglingsnahrung mit Aussagen wie „nach dem Vorbild der Muttermilch“ oder „Muttermilch-nahe“ bewerben, führen Eltern in die Irre.

In Muttermilch befinden sich mehr als 1000 Proteine und über 200 verschiedene Oligosaccharide. Formulamilch enthält in der Regel jeweils eines davon.

Muttermilch oder Säuglingsmilch: Die Entscheidung

Wenn einer Mutter aus körperlichen oder psychischen Gründen nicht stillen kann, ist und bleibt Pre Nahrung, nach der Option von Spendermuttermilch, die einzige Möglichkeit ein Baby zu ernähren.

In dem Fall solltest du dir überlegen, deinem Kind zumindest das wichtige Kolostrum, deine erste dickflüssige Milch, nach der Geburt zukommen zu lassen. Dafür musst du dein Baby nicht mal anlegen. Du kannst das Kolostrum per Hand ausdrücken und per Spritze füttern. Denn jeder Tropfen zählt und das Kolostrum erleichtert deinem Baby den Start ins Leben.

Wenn du dir einfach noch nicht sicher bist, ob du stillen willst, Angst vor Schmerzen oder dass es einfach nicht klappt hast, dann kann ich dir nur empfehlen, es zumindest zu probieren. Denn auch hier gilt, dass jeder Tropfen zählt.

Die ersten Wochen mit Baby sind nicht leicht und Stillprobleme machen diese Zeit nicht einfacher. Oft sind gerade die gut gemeinten Tipps und Ratschläge von nicht oder schlecht fortgebildeten Ärzten, Krankenschwestern oder Hebammen überhaupt erst für Probleme verantwortlich. Mit einer guten Stillvorbereitung kommt es erst gar nicht zu solchen Schwierigkeiten und sollte doch mal nicht alles glatt laufen, gibt es mit Stillberatern extra dafür ausgebildetes Fachpersonal, das dir helfen kann. Dafür steh ich mit meinem Namen 😉

 

das könnte dich auch interessieren:

Grundausstattung für die Stillzeit – 4 Dinge die du wirklich brauchst und 11 die reine Geldverschwendung sind

Bilder, Ammenmärchen, Mythen, Fakten

Nicht stillen? Welche Nachteile hat es?

wunde Brustwarzen

6 Dinge mit denen du dafür sorgst, dass es mit dem Stillen nicht klappt

Schwangerschaft schwanger fehler vorbereitung Nina Abel Stillen

Wusstest du, dass über 90% der frisch gebackenen Mütter ihre Babys nach der Geburt stillen? Und wusstest du auch, dass schon 2 Wochen nach der Geburt nur noch 60% der Mütter stillen?

Aber woran liegt das? Ist doch was dran, wenn es immer heißt: „es kann nun mal nicht jede Frau stillen?“

Ja und Nein. Ja es kann tatsächlich rein körperlich gesehen nicht jede Frau voll stillen. ABER: Das betrifft gerade mal 2% aller Frauen weltweit. In diesen Fällen wurde einfach nicht genug Brustdrüsengewebe angelegt.

Das heißt, dass 98% aller Frauen stillen können und zwar problem- und schmerzlos. Mit der richtigen Hilfe und dem richtigen Wissen.

90% aller stillenden Mütter geben dennoch an, schon in den ersten 3 Tagen mindestens ein Stillproblem gehabt zu haben. Das muss nicht sein. Mit der richtigen Vorbereitung.

Ich verrate dir heute, welche gravierenden Fehler dazu führen können, dass es mit dem Stillen nicht klappt.

Du sorgst nicht für genug Ruhe für dich und dein Baby

Eine Geburt kann eine wundervolle und wunderschöne Erfahrung sein, aber sie ist auch anstrengend. Du und dein Baby müsst euch erst einmal erholen und ausruhen.

Fast noch wichtiger ist aber: Da ist plötzliche ein zusätzliches kleines Menschlein in eurer Familie. Ihr seid plötzlich nicht mehr zu zweit, sondern müsst Rücksicht auf ein kleines, hilfloses Baby nehmen. Oder die großen Kinder haben ein Geschwisterchen bekommen, das jetzt beschnuppert werden will und für das die Großen, gerade am Anfang, auch mal zurück stecken müssen.

Egal wie eure Familienkonstellation aussieht, es braucht Zeit bis sich alle in ihre neue Rolle eingefunden haben.

Am Besten klappt das, wenn ihr so viel Ruhe wie möglich habt. Das heißt nicht, dass ich dir jeden Besuch verbieten will. So lange du und dein Baby euch wohl fühlt, ist es vollkommen in Ordnung Besuch zu empfangen.  Wenn dieser Besuch auch noch Essen mitbringt, für euch einkauft oder das ein oder andere bei euch zuhause kurz aufräumt: umso besser.

Vermeiden solltest du aber Besuch, der dir ungefragt dein Baby aus dem Arm reißt, dir ungebetene Ratschläge gibt, dir die schlimmsten Geschichten von wunden Brustwarzen erzählt und am Ende vielleicht sogar noch bekocht werden möchte.

Kurz: Jeder Besuch mit dem du dich unwohl fühlst ist zu vermeiden und das darfst du auch ganz klar so kommunizieren. Am Besten bereitest du Familie und Freunde schon vor der Geburt darauf vor, dass ihr erst mal ein paar Tage Ruhe wollt und euch meldet wenn ihr bereit für Besucher seid.

Du willst alles alleine schaffen

Dein Baby war 9 Monate in deinem Bauch, immer warm, immer satt, immer ganz nah an Mamas Herzen. Und plötzlich soll es in dieser neuen und völlig fremden, lauten, hellen Welt zurecht kommen. Klar, das wird es schaffen, aber was es dafür braucht bist du.Dein Baby braucht die ersten Wochen nach der Geburt nichts so sehr wie deine Nähe, den Duft deiner Haut und deinen Herzschlag, wenn es auf deiner Brust liegt.

Kein Problem, du bist im Wochenbett. Für dich und dein Baby wäre es das Beste, wenn du es so weit wie nur Möglich wörtlich nimmst und die ersten 6 bis 8 Wochen zum Großteil im Bett und auf dem Sofa verbringst.

In der Realität haben die meisten Mamas aber leider gar kein Wochenbett. Der Haushalt wartet, größere Kinder wollen versorgt werden und der Papa geht nicht selten gleich nach der Geburt oder spätestens nach einer Woche wieder arbeiten.

Ganz ehrlich? Auf diese Art würde es mich wundern, wenn du keine Stillprobleme bekommst.

Ich höre so oft, dass der Partner nach der Geburt nicht zu Hause bleiben kann, dass der Arbeitgeber keinen Urlaub gewährt,…

Bitte lasst euch das nicht gefallen. Gerade in Deutschland gibt es Möglichkeiten, dass auch der Partner nach der Geburt zuhause bleiben kann. Er kann z.B. 2 Partner- Elternzeitmonate direkt ab der Geburt nehmen. Arbeitgeber müssen die Elternzeit genehmigen und sie können deinen Partner auch nicht kündigen weil er in Elternzeit geht. Nutzt dieses Recht. Nicht nur für deine Unterstützung, sondern auch für die Vater- Kind Bindung ist diese Zeit etwas vorauf ihr nicht verzichten solltet.

Haushalt, Putzen, Einkaufen, Kochen,….. diese ganzen leidigen Dinge denen dein Wochenbett egal ist und die trotzdem anfallen – schieb sie bei Seite. All diese Dinge interessieren dich jetzt gar nicht.  Bitte um Hilfe. Dein Partner, deine Familie und Freunde können alle einen kleinen Teil übernehmen. Und solltest du wirklich ganz alleine sein und gar keine Hilfe haben: Egal, die Arbeit läuft nicht weg, die erste Zeit mit deinem Baby jedoch schon.

Du glaubst medizinischem Fachpersonal, dass dir im Kreißsaal, der Wochenbettstation oder Zuhause begegnet hat Ahnung vom Stillen

Es ist eigentlich wirklich traurig, aber medizinisches Fachpersonal hat in aller Regel keinerlei Ahnung vom Stillen. Die Ausbildungen von Ärzten, Krankenschwestern oder Hebammen schneiden das Thema Stillen, wenn überhaupt meist nur kurz an. Nicht selten auch noch unter Zuhilfenahme von veraltetem Fachwissen. Natürlich trifft das nicht auf alle zu und gerade Hebammen haben immer häufiger sehr gutes Fachwissen über das Stillen. Nur leider weißt du nicht ob die Person vor dir wirklich Fachwissen hat oder mit ihren Ratschlägen gerade eure Stillbeziehung gefährdet.

Wenn Fachpersonal Fortbildungen in diese Richtung macht, sind sie nicht selten von Säuglingsnahrungsherstellern gesponsert. Nestle hat eine eigene Fortbildungsakademie dafür eingerichtet. Das hier mehr über Muttermilchersatznahrung geredet wird, als über alles andere liegt auf der Hand.

Am Besten schaust du ob ein Krankenhaus in deiner Nähe ist, das von der WHO und der UNICEF als „Babyfreundliches Krankenhaus“ ausgezeichnet ist. Auch ist es sinnvoll schon in der Schwangerschaft Kontakt zu einer zertifizierten Stillberaterin aufzunehmen – sie sind das wahre Fachpersonal für die Themen Stillen- und Säuglingsernährung und extra dafür ausgebildet.

Du glaubst deiner Mutter, Tante, Freundinnen,…

Du denkst dir jetzt bestimmt: Ehrlich? Meint die das wirklich ernst?

Ja mein ich. Klar, wenn deine Mama oder deine Freundinnen problemlos stillen oder gestillt haben, werden sie bestimmt wertvolle Tipps für dich haben.

In den meisten Fällen wird es aber so sein, dass du Dinge zu hören bekommst wie: bei uns konnte niemand stillen, also klappt es bei dir auch nicht, dein Kind wird nicht satt, jetzt gib ihm doch endlich mal was richtiges zum Essen, deine Milch reicht einfach nicht oder ist zu dünn,…

Das meinen sie auch gar nicht böse, im Gegenteil. Natürlich wollen diese, dir in der Regel, nahestehenden Frauen nur helfen. Aber sie können halt auch nur aus ihrer Erfahrung erzählen und die ist eben leider, meist wegen fehlender Hilfe und Unterstützung, eher negativ.

Du glaubst an Ammenmärchen und Stillmythen

Ammenmärchen und Stillmythen – du wirst nicht lange suchen müssen um auf einige davon zu stoßen. Man sollte meinen, dass es in einer Zeit wie dieser, in der es ein leichtes ist, im Internet zu recherchieren, Ammenmärchen keine Chance haben. Doch ich habe das Gefühl, dass es Stillmythen und Ammenmärchen so sogar noch leichter haben, da sie sich schnell verbreiten können. Und wir neigen dazu einer Gruppe von vielen mehr zu glauben als einzelnen Personen, ungeachtet dessen wie es mit dem Fachwissen über das Gebiet aussieht. Denn so viele können sich doch nicht irren, oder? Doch. Denn Ammenmärchen besitzen eine ungeahnte Macht. Wenn irgend etwas nicht so läuft wie es sollte, suchen wir nach Gründen, wir stoßen auf die Ammenmärchen und egal wie unsinnig es eigentlich klingt, wir wollen es glauben. Und wird wieder eins weiter verbreitet. Denn wir suchen immer nach der einfachsten Lösung. Und es ist nun mal einfacher zu glauben, dass dein Kind Blähungen hat, weil du blähendes gegessen hast. Du hast einen Grund, du kannst indem du auf blähende Lebensmittel verzichtest etwas dagegen tun und wenn dein Kind weiterhin Blähungen hat, bist du nicht schuld, denn du hast ja alles dagegen getan was du tun konntest. Akzeptanz, dass er nun mal einfach Zeit braucht, bis sich der Magen-Darm-Trakt Nahrung gewöhnt, und es rein gar nichts mit deiner Ernährung zu tun hat  und du nichts weiter tun kannst, als für dein Baby da zu sein, ist hingegen viel schwerer.

Hier habe ich einige typische Stillmythen- und Fakten für dich in Bildern festgehalten.

Du bereitest dich während der Schwangerschaft nicht auf das Stillen vor

Oft höre ich, dass eine Stillvorbereitung totaler Quatsch ist und das doch natürlich und instinktiv abläuft. Und ja, eigentlich stimmt das sogar. Wir sind Säugetiere und wie allen anderen Säugetieren wird uns das Säugen unserer Kinder in die Wiege gelegt. Neugeborene suchen ganz instinktiv die Brust der Mutter und wir fangen schon in der Schwangerschaft an wertvolles Kolostrum zu produzieren.

Aber leider ist es auch so, dass das Aufwachsen in unserer modernen Gesellschaft, in der seit Generationen Flaschennahrung auf dem Vormarsch ist, teilweise kaum mehr ein Kind gestillt wurde. Soziale Normen überlagern unseren Instinkt, unser Bauchgefühl ist immer vom Erlebten geprägt, wodurch es uns durch oben genannte Gründe, gerade beim Thema Stillen oft zu etwas falschem rät. Das kollektive Gedächtnis zum Stillen ist nicht mehr mit Sicherheit gegeben. Und deshalb muss man heute leider sagen, dass Stillen nicht (mehr) instinktiv ganz natürlich funktioniert. Kaum eine werdende Mutter hat überhaupt jemals gesehen wie ein Kind gestillt wird, oft haben sie überhaupt noch nie ein Kind gesehen. Früher wuchs man mit Kindern auf und da man, bis man selber Mutter wurde bei dutzenden Müttern zugesehen hat, wie sie ihre Kinder stillen, wusste man beim eigenen dann intuitiv, was zu tun ist.

Stillen ist zu einem mysteriösem Prozess geworden und das kann einer frischen Mama das Stillen extrem erschweren, wenn nicht sogar unmöglich machen.

Deshalb ist es so wahnsinnig wichtig, dass du für euren Stillerfolg alles über das Stillen lernst was du lernen kannst.

Denn es geht nicht darum ob ein Problem auftritt, sondern WANN. Denn das wird es, so wie bei allem im Leben. Entscheidend ist, wie du damit umgehst.

Ich hoffe, dass dich der Artikel jetzt nicht total beunruhigt hat, sondern dich viel eher zum Handeln animiert, denn Wissen ist Macht.

das könnte dich auch interessieren:

Die 3 besten Dinge die du während der Schwangerschaft tun kannst

Stillberaterin werden und finden – die verschiedenen Ausbildungen

Nicht stillen? Welche Nachteile hat es?

Nicht stillen: Gesellschaftliche Nachteile

Nina Abel Bindung nicht stillen Risiken Nachteile persönlich säuglingsmilch gesellschaft

Wir müssen uns bewusst machen, dass das Stillen die biologische Norm ist. Mutter und Kind haben keine Vorteile vom Stillen sondern erhebliche Nachteile wenn nicht gestillt wird.

-Nicht stillen erhöht die Kosten im Gesundheitswesen. Nicht gestillte Kinder benötigen deutlich öfter Medikamente, einen Arzt oder einen Krankenhausaufenthalt

-Nicht stillen erhöht die Kosten für Suchtbekämpfung. Nicht gestillte Kinder haben ein wesentlich höheres Risiko für Suchterkrankungen

-Nicht zu stillen erschwert es auch weiteren Generationen zu stillen ,auch wenn sie stillen wollen. Das Wissen und das Gelingen des Stillens hängt zu einem großen Teil vom täglich Erlebten und von Vorbildern ab

-Nicht zu stillen ist eine Umweltsünde. Die Herstellung von Säuglingsnahrung verbraucht Unmengen an Energie in Form von Brennstoffen, Wasser und Strom und produziert Müll.

Das könnte dich auch interessieren:

Nicht stillen? Welche Nachteile hat es?

Nicht stillen: Gesundheitliche Nachteile

Nicht stillen: Ernährungs-physiologische Nachteile

Nicht stillen: Emotionale Nachteile

Nicht stillen: Persönliche Nachteile

 

Nicht stillen: Emotionale Nachteile

Nina Abel Bindung nicht stillen Risiken Nachteile emotional

Wir müssen uns bewusst machen, dass das Stillen die biologische Norm ist. Mutter und Kind haben keine Vorteile vom Stillen sondern erhebliche Nachteile wenn nicht gestillt wird.

Emotionale Nachteile für die Mutter wenn nicht gestillt wird

-Nicht stillen erschwert das Bonding, also den Aufbau einer engen, liebevollen Beziehung

-Mütter die nicht stillen haben größere Schwierigkeiten ein Geburtstrauma zu überwinden (wobei wir uns hier einig sein sollten, dass das eh keine Frau erleben sollte – die Realität sieht leider anders aus)

-Eine nicht stillende Mutter hat nach der Geburt stärkere und länger Schmerzen

-Stillenden Müttern fällt es leichter in ihre neue Rolle als Mutter hinein zu wachsen

-Nicht stillende Mütter haben oft weniger Selbstbewusstsein in ihrer Rolle als Mutter

-Mütter die nicht stillen sind schneller reizbar und haben weniger Geduld mit ihren Kindern

-Nicht stillende Mütter leiden mehr unter nächtlichem Schlafmangel

-Müttern die nicht stillen fällt es schwerer die Bedürfnisse ihres Kindes zu erkennen und so schnell zu befriedigen

Nicht stillende Mütter haben ein erheblich höheres Risiko an einer Wochenbettdepression zu erkranken

Emotionale Nachteile für das Kind wenn nicht gestillt wird

-Nicht gestillte Kinder sind unsicherer und schwerer zu beruhigen

-Kinder die nicht gestillt werden haben später häufiger Beziehungs- und Bindunsprobleme

-Nicht gestillte Kinder können später signifikant schlechter mit Stress umgehen

-Kinder die nicht gestillt werden haben länger und stärkere Schmerzen und sind allgemein unruhiger

-Nicht gestillte Kinder haben häufiger Einschlafprobleme und Schlaftörungen

-Kinder die nicht gestillt werden sind häufiger gestresst und haben größere Probleme erlebtes zu verarbeiten

-Nicht gestillte Kinder sind häufiger verhaltensauffällig

-Kinder die nicht gestillt werden haben häufig ein schlechteres Selbstvertrauen

Gerade die emotionalen Nachteile wenn nicht gestillt wird, lösen natürlich auch starke emotionale Reaktionen und Gefühle beim Lesen aus. Vor allem Mamas die ihre Kinder, aus welchen Gründen auch immer nicht stillen oder nicht gestillt haben, bekommen schnell das Gefühl angegriffen zu werden und denken man möchte ihnen sagen, sie hätten keine gute Bindung zu ihrem Kind.

Ich kann diese Reaktion sehr gut verstehen, werden nicht stillende Mütter doch tatsächlich oft angegriffen, dass sie nicht das Beste für ihr Kind wollen.

Liebe nicht stillende Mamas, ihr seid kein bisschen schlechter oder unzureichender als stillende Mamas. Natürlich habt ihr keine schlechtere Bindung zu euren Kindern oder liebt eure Kinder weniger als stillende Mütter. Die hier aufgezählten Nachteile zeigen nur auf, dass bestimmte Dinge durch die fehlenden Hormone erschwert werden.

Eine gute Beziehung zu seinen Kindern hängt von so viel mehr ab als vom Stillen. Ihr habt die gleiche wundervolle und tiefe Bindung und Liebe zu euren Kindern wie stillende Mütter. Ihr hattet es einfach ein bisschen schwerer, weil ihr nicht die unterstützenden Hormone die beim Stillen ausgeschüttet werden zur Hilfe hattet. So gesehen könnt ihr sogar besonders stolz auf eure Bindung zu euren Kindern sein.

Das könnte dich auch interessieren:

Nicht stillen? Welche Nachteile hat es?

Nicht stillen: Gesundheitliche Nachteile

Nicht stillen: Ernährungs-physiologische Nachteile

Nicht stillen: Persönliche Nachteile

Nicht stillen: Gesellschaftliche Nachteile

Nicht stillen: Ernährungs-physiologische Nachteile

Nina Abel nicht stillen Risiken Nachteile

Wir müssen uns bewusst machen, dass das Stillen die biologische Norm ist. Mutter und Kind haben keine Vorteile vom Stillen sondern erhebliche Nachteile wenn nicht gestillt wird.

Ernährungs- physiologische Nachteile wenn nicht gestillt wird

-Kinder die nicht gestillt werden, verlieren häufig ihr natürliches Hunger- und Sättigungsgefühls

-Die Haut und der Stuhl von nicht gestillten Kindern riecht unangenehm und zeigt dadurch Probleme im Verdauungssystem des Säuglings an

-Die Nieren von nicht gestillten Kindern sind häufig überlastet, was später vermehrt zu Nierenschäden und Erkrankungen führt

-Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind bei nicht gestillten Kindern signifikant höher als bei gestillten Kindern

Das könnte dich auch interessieren:

Nicht stillen? Welche Nachteile hat es?

Nicht stillen: gesundheitliche Nachteile

Nicht stillen: Emotionale Nachteile

Nicht stillen: persönliche Nachteile

Nicht stillen: Gesellschaftliche Nachteile

 

Nicht stillen: gesundheitliche Nachteile

Nina Abel Nachteile nicht Stillen gesundheitliche Risiken Risiko Gefahren
Wir müssen uns bewusst machen, dass das Stillen die biologische Norm ist. Mutter und Kind haben keine Vorteile vom Stillen sondern erhebliche Nachteile wenn nicht gestillt wird.
 

Gesundheitliche Nachteile für das Kind wenn nicht gestillt wird

Muttermilch lebt. Sie enthält unter anderem Stammzellen, weiße Blutkörperchen, Bakterien, Antikörper, Enzyme und Hormone, die dazu beitragen Krankheiten zu verhindern und eine normale Entwicklung deines Babys fördern.

-Babys, die die ersten 6 Monate nicht ausschließlich gestillt werden, leiden häufiger an Erkältungen und Grippe, Ohrenentzündungen, Atemwegsinfektionen, Asthma, Pilzbefall, Durchfall und Übelkeit und entzündlichen Veränderungen des Magen- Darm- Traktes.

-Babys die nicht gestillt werden, leiden öfter an einer Neugeborenengelbsucht

-Nicht gestillte Kinder haben häufiger Verdauungsprobleme

-Nicht stillen erhöht die Gefahr einer Gedeihstörung

-Nicht gestillte Kinder haben ein doppelt so hohes Risiko am plötzlichen Kindstod (SIDS) zu sterben als gestillte Kinder

-Nicht gestillte Babys haben öfter Anpassungsschwierigkeiten

-Ein Baby das nicht 6 Monate ausschließlich gestillt wird, hat ein doppelt so hohes Risiko ein oder mehrere Allergien zu entwickeln wie ein gestilltes Kind

-Kinder die nicht gestillt wurden leiden später häufiger an Autoimmunerkrankungen

-Nicht gestillte Kinder haben eine Darmflora, die das Wachstum von Krankheitserregern begünstigt

-Kinder die nicht gestillt werden, müssen von Geburt an alleine mit Krankheitserregern klar kommen. Sie haben keinen unterstützenden Nestschutz durch die Muttermilch

-Nicht stillen führt zu einer schlechteren Kieferentwicklung, auch Zahnfehlstellungen sind häufiger und stärker ausgeprägt als bei gestillten Kindern

-Das Kariesrisiko wird bei nicht gestillten Kindern stark erhöht

-Nicht gestillte Kinder haben häufiger Sprachstörungen, ein schlechteres Hörvermögen und eine schlechtere Hand- Augen- Koordination

-Nicht gestillte Kinder haben häufiger und länger Schmerzen und auch das Trösten ist schwieriger

-Nicht gestillte Kinder haben ein signifikant höheres Risiko für Übergewicht, sowie für eine Diabetes Typ 1 oder Typ 2 Erkrankung

-Nicht stillen erhöht die Gefahr, dass das Kind an Krebsarten wie Leukämie erkrankt

-Nicht gestillte Kinder haben nachweislich weniger weiße Hirnsubstanz, die Hirnregionen verbindet und Signale zwischen ihnen übermittelt. Auch unter Berücksichtigung von Faktoren wie Haushaltseinkommen und Bildungsstand der Eltern haben, laut Studien, nicht gestillte Kinder schlechtere Noten und verdienen als erwachsene weniger Geld.

-Nicht gestillte Kinder haben häufiger Probleme mit dem natürlichen Hunger- und Sättigungsgefühl

-Erwachsene die nicht gestillt wurden haben ein höheres Risiko für Suchterkrankungen

Gesundheitliche Nachteile für die Mutter wenn nicht gestillt wird

.-Bei nicht stillenden Müttern bildet sich die Gebärmutter nach der Geburt langsamer zurück, dadurch ist der Wochenfluss stärker und dauert länger

-Mütter die nicht stillen, haben ein erhöhtes Risiko an Eierstockkrebs und Brustkrebs zu erkranken

-Nicht stillende Frauen erkranken im Alter häufiger an Osteoporose

-Mütter die nicht stillen sind schneller wieder empfängnisbereit, was oft zu Schwangerschaften führt, bevor der Körper sich von der letzten Schwangerschaft erholen konnte

-Nicht stillende Mütter leiden öfter an Depressionen und Angstzuständen

-Mütter die nicht stillen haben ein signifikant höheres Risiko für Herzkrankheiten und dem Erleiden von Herzinfarkten

Das könnte dich auch interessieren:

Nicht stillen? Welche Nachteile hat es?

Nicht stillen: Ernährungs-physiologische Nachteile

Nicht stillen: Emotionale Nachteile

Nicht stillen: persönliche Nachteile

Nicht stillen: Gesellschaftliche Nachteile

Nicht stillen? Welche Nachteile hat es?

Nina Abel Bindung nicht stillen Risiken Nachteile persönlich säuglingsmilch

Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) empfiehlt 6 Monate (180 Tage) ausschließlich zu stillen. Danach soll unter Einführung geeigneter Beikost bis mindestens zum Alter von 2 Jahren weiter gestillt werden. Darüber hinaus so lange Mutter und Kind es wollen. Würden diese Empfehlungen weltweit befolgt werden, könnten alleine dadurch jedes Jahr 820.000 Kinderleben gerettet werden.

Keine einzige Organisation oder öffentliche Stelle die sich mit dem Stillen beschäftigt nennt ein Höchstalter ab dem das Stillen keine Vorteile mehr oder sogar Nachteile bringen würde. Im Gegenteil: Kinder profitieren immer vom Stillen, egal im welchem Alter. Und auch für die Mutter gibt es einige Vorteile wenn sie ihr Kind stillt.

Stillen ist die biologische Norm

Stillen ist nicht nur die beste Ernährungsart für ein Baby, sondern hat auch viele gesundheitliche, immunologische und ernährungs- physiologische Vorteile. Darüber hinaus gibt es natürlich auch noch emotionale, praktische und sogar gesellschaftliche Vorteile des Stillens.

Aber eigentlich sind das alles gar keine Vorteile.Wir müssen uns bewusst machen, dass das Stillen seit Jahrtausenden die biologische Norm ist. Wir können uns glücklich schätzen, dass Formulanahrung heute so weit entwickelt ist, dass wir unsere Kinder auch damit ernähren können. Früher sind Babys oft gestorben oder waren geistig und körperlich unterentwickelt, wenn sie nicht gestillt werden konnten. Aber an Muttermilch wird künstliche Säuglingsnahrung niemals heran kommen. So sind die vielen Vorteile die Mutter und Kind genießen wenn gestillt wird, eigentlich gar keine Vorteile, sondern Mutter und Kind müssen mit erheblichen Nachteilen rechnen wenn nicht gestillt wird.

Nicht stillen: gesundheitliche Nachteile

Nicht stillen: Ernährungs-physiologische Nachteile

Nicht stillen: Emotionale Nachteile

Nicht stillen: persönliche Nachteile

Nicht stillen: Gesellschaftliche Nachteile

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22684347

Victora CG et al. Breastfeeding in the 21st century: epidemiology, mechanisms, and lifelong effect. Lancet. 2016;387(10017):475-490.

Bener A et al. Does prolonged breastfeeding reduce the risk for childhood leukemia and lymphomas? Minerva Pediatr. 2008;60(2):155-161.

Bode L et al. It’s alive: microbes and cells in human milk and their potential benefits to mother and infant. Adv Nutr. 2014;5(5):571-573.

Peres KG et al. Effect of breastfeeding on malocclusions: a systematic review and meta-analysis. Acta Paediatr. 2015;104(467):54-61.

Ladomenou F et al. Protective effect of exclusive breastfeeding against infections during infancy: a prospective study. Arch Dis Child. 2010; 95(12):1004-1008.

Vennemann MM et al. Does breastfeeding reduce the risk of sudden infant death syndrome? Pediatrics. 2009;123(3):e406-410.

Hassiotou F et al. Maternal and infant infections stimulate a rapid leukocyte response in breastmilk. Clin Transl Immunology. 2013;2(4):e3.

Harrison D et al. Breastfeeding for procedural pain in infants beyond the neonatal period. Cochrane Database Syst Rev. 2016;10:CD011248.

Johnson TJ et al. Economic benefits and costs of human milk feedings: a strategy to reduce the risk of prematurity-related morbidities in very-low-birth-weight infants.  Adv Nutr. 2014;5(2):207-212.

Schanler RJ et al. Randomized trial of donor human milk versus preterm formula as substitutes for mothers' own milk in the feeding of extremely premature infants. Pediatrics. 2005;116(2):400-406.

Brown A, Harries V. Infant sleep and night feeding patterns during later infancy: association with breastfeeding frequency, daytime complementary food intake, and infant weight. Breastfeed Med. 2015;10(5):246-252.

Horta BL et al. Long-term consequences of breastfeeding on cholesterol, obesity, systolic blood pressure and type 2 diabetes: a systematic review and meta-analysis. Acta Paediatr. 2015; 104(467):30-37

Sánchez CL et al. The possible role of human milk nucleotides as sleep inducers. Nutr Neurosci. 2009;12(1):2-8.

Montgomery SM et al. Breast feeding and resilience against psychosocial stress. Arch Dis Child. 2006;91(12):990-994.

Dekaban AS. Changes in brain weights during the span of human life: relation of brain weights to body heights and body weights. Ann Neurol. 1978 4(4):345-356.

Deoni SC et al. Breastfeeding and early white matter development: A cross-sectional study. Neuroimage. 2013;82:77-86.

Straub N et al. Economic impact of breast-feeding-associated improvements of childhood cognitive development, based on data from the ALSPAC. Br J Nutr. 2016:1-6.

Victora CG et al. Association between breastfeeding and intelligence, educational attainment, and income at 30 years of age: a prospective birth cohort study from Brazil. Lancet Glob Health. 2015; 3(4):e199-205.

Horta BL, Victora CG. Breastfeeding and adult intelligence – Authors’ reply. Lancet Glob Health. 2015;3(9):e522.

Lund-Blix NA et al. Infant feeding in relation to islet autoimmunity and type 1 diabetes in genetically susceptible children: the MIDIA Study. Diabetes Care. 2015;38(2):257-263.

Belkind-Gerson J et al. Fatty acids and neurodevelopment. J Pediatr Gastroenterol Nutr. 2008;47 Suppl 1:7-9

Singhal A et al. Infant nutrition and stereoacuity at age 4-6 y. Am J Clin Nutr. 2007;85(1):152-159.

Heikkilä K et al. Breast feeding and child behaviour in the Millennium Cohort Study. Arch Dis Child. 2011;96(7):635-642.

Tharner A et al. Breastfeeding and its relation to maternal sensitivity and infant attachment. J Dev Behav Pediatr. 2012;33(5):396-404.

Ballard O, Marrow AL. Human milk composition: nutrients and bioactive factors. Pediatr Clin North Am. 2013;60(1):49-74.