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Woran du erkennst, dass deine Hebamme und dein Arzt keine Ahnung vom Stillen haben

Warum deine Hebamme keine Ahnung vom Stillen hat

Hebammen werden im Allgemeinen nicht nur als Fachfrauen für die Schwangerschaft, die Geburt und das Wochenbett, sondern auch als Fachfrauen fürs Stillen angesehen und es gibt definitiv unheimlich gute und engagierte Hebammen. Dennoch ist es leider so, dass das Wissen, das Hebammen über das Stillen haben sehr an der Ausbildungsstätte und der Lehrkraft liegt und sich viele ältere Hebammen zudem nie in diesem Thema fortbilden. Auch Ärzten wird im Normalfall vertraut, dass sie sogar noch weniger als Hebammen über das Thema Stillen lernen, wissen die Wenigsten. So kommt es, dass nicht selten überhaupt erst die Nachsorgehebamme oder der Kinderarzt für Stillprobleme verantwortlich sind. An diesen 9 Punkten erkennst du, dass deine Hebamme und dein Arzt absolut keine Ahnung vom Stillen haben und du lieber nicht auf sie hören, sondern dir schnell eine ausgebildete Stillberaterin suchen solltest. Natürlich gibt es auch unter Stillberaterinnen, wie überall, schwarze Schafe. Die nachfolgenden Punkte gelten daher natürlich auch für ausgebildete Stillberater.

1. Dein Kinderarzt oder deine Hebamme verteilen Säuglingsmilchproben

Die Produktproben die oft beim Arzt ausliegen oder schon in den Willkommenstütchen in der Geburtsklinik liegen, sind nichts weiter als verdammt gut platzierte Werbung der Hersteller. Wenn Formula gegeben werden muss ist es im Endeffekt völlig egal, welche Marke genutzt wird, keine ist besser oder schlechter als die andere. Es ist auch nicht nötig bei der gleichen Formulamilch zu bleiben, die es im Krankenhaus gab. Und wenn der Kinderarzt dir sagt, dass eine bestimmte Marke die Beste ist, tut er das nicht, weil dies tatsächlich der Fall wäre oder er wirklich von dieser Marke überzeugt ist, sondern weil der Hersteller ihn dafür bezahlt und wenn es nur in Form von kostenlosen Fortbildungen ist. Und jetzt rate mal was dein Arzt auf diesen Fortbildungen lernt…

2. Sie behaupten, dass es egal ist ob gestillt wird oder nicht

Dass Formulamilch und Muttermilch nahezu identisch sein sollen wurde schon 1900 behauptet. Moderne Pulvermilchnahrung ähnelt nur oberflächlich der Muttermilch. Grundsätzlich sind Formulanahrungen ungenaue Kopien auf der Grundlage veralteter und unvollständiger Kenntnisse darüber, was Muttermilch ist. Formulanahrung enthält keine Antikörper, keine lebenden Zellen, keine Enzyme und keine Hormone. Sie enthält allerdings viel mehr Aluminium, Mangan, Cadmium, Blei und Eisen, sowie deutlich mehr Eiweiß als Muttermilch. Die Proteine und Fette unterscheiden sich grundlegend von denen in der Muttermilch. Diese und viele weitere Unterschiede haben weitreichende gesundheitliche Konsequenzen. Formulamilch schützt nicht vor Infektionen und hilft nicht bei der Hirnreifung. Wenn eine Mama nicht stillen kann ist Formula meist die einzige Möglichkeit und wir können froh sein, dass es sie gibt, aber zu implizieren, dass stillen nicht wichtig ist, ist einfach falsch. Ein Baby muss nicht gestillt werden, um glücklich, gesund und sicher aufzuwachsen, aber es hilft.

3. Deine Hebamme sagt dir, dass es nicht nötig ist, dein Baby in den ersten Stunden oder am ersten Tag zu stillen

Das wird aus vielen Gründen behauptet. Die Kinder wären zu müde, du hast angeblich nach der Geburt eh noch keine Milch und überhaupt kann es gleich nach der Geburt ja noch gar nicht stillen. Dein Baby sollte aber innerhalb der ersten ein bis höchstens zwei Stunden zum ersten Mal stillen, diese erste Stunde kann eure gesamte Stillzeit nachhaltig beeinflussen. Dein Baby kann aber nicht stillen,wenn es von dir getrennt wird weil das Klinikpersonal der Meinung ist, dass wiegen, waschen,… wichtiger wären als das Stillen.

4. Dein Kinderarzt oder deine Hebamme sagen dir, dass es keine Saugverwirrung gibt

Eventuell wird sogar gesagt, dass du so früh wie möglich die Flasche einführen sollst, damit dein Kind sie auch akzeptiert. Aber wenn es doch angeblich keinen Unterschied gibt, warum musst du die Flasche dann möglichst früh einführen? Diese Argumentation entbehrt jeder Logik. Flaschensauger (oder auch ein Schnuller) sind nichts weiter als künstlich nachgemachte Brustwarzen, ziemlich schlecht nachgemachte noch dazu. Die die allermeiste Zeit in der es Menschen und Säugetiere im Allgemeinen auf der Erde gibt, nicht genutzt wurden und von denen erst mal bewiesen werden muss, dass sie nicht schaden. Genau das ist aber nicht bewiesen. Wer künstliche Sauger (dazu zählen auch Stillhütchen) für harmlos hält ist der Meinung, dass die Flasche die natürliche physiologische Art ist ein Baby zu ernähren und nicht das Stillen. Natürlich haben nicht alle Kinder Probleme damit, aber ist das ein Grund das Risiko einzugehen?

5. Sie sagen dir, dass dein Baby nicht an der Brust einschlafen sollte

Einschlafstillen ist eines der praktischsten Dinge beim Stillen und genau so soll es auch sein. Jedes Säugetier stillt seine Kinder in den Schlaf. Muttermilch enthält abends und nachts sogar mehr Melatonin um deinem Baby das  (Wieder)einschlafen zu erleichtern. Auch du wirst du das Stillen schläfrig und kannst leichter einschlafen. Dazu fühlt sich dein Kind bei dir sicher und geborgen und schläft dadurch allgemein besser.

6. Dein Arzt oder deine Hebamme sagen dir, dass du nicht bei einem kranken Kind im Krankenhaus bleiben musst um stillen zu können und schließlich selbst Ruhe brauchst

Natürlich ist es auch wichtig, dass du als Mama zur Ruhe kommst wenn es deinem Baby nicht gut geht, egal ob es schon zu Hause war und wegen einer Krankheit um Krankenhaus ist oder ob es vielleicht ein Frühchen ist. Aber ein Krankenhaus muss dafür sorgen, dass du dich dort ausruhen kannst, während du dich um dein Baby kümmern und es stillen kannst. Gerade Frühchen und kranke Kinder brauchen ihre Mama und das (ausschließliche) Stillen noch viel mehr als gesunde Kinder.

7. Dein Arzt verweigert dir Medikamente oder sagt, dass du abstillen musst wenn du krank bist oder sogar wenn dein Baby krank ist

Es gibt nur extrem wenige Fälle in denen es wirklich nötig sein kann das Stillen zu unterbrechen. Normale Erkrankungen und Medikamente gehören nicht dazu und Ärzte und anderes medizinisches Personal liegen mit ihrer Einschätzung, dass nicht mehr gestillt werden darf in 99% der Fälle absolut falsch. Ein Arzt, der das Stillen unterstützt wird sich darum bemühen herauszufinden, wie eine Stillpause oder gar ein Abstillen vermieden werden kann. Das Pharmakovigilanz – und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie der Charité-Universitätsmedizin Berlin kurz Embryotox ist hier die richtige Adresse. Du kannst verlangen, dass dein Arzt in deinem Beisein dort anruft und sich beraten lässt. Auch Krankheiten an sich sind in aller Regel kein Grund abzustillen, weder wenn du krank bist noch wenn dein Baby krank ist. Angesteckt wird dein Kind nicht durch die Milch, sondern durch deine pure Anwesenheit und das schon Tage bis Wochen bevor bei dir Symptome auftreten. Mit deiner Muttermilch kannst du dein Kind sogar vor einer Ansteckung schützen oder zumindest für einen milderen Verlauf sorgen.

8. Deine Hebamme oder dein Arzt sind der Meinung, dass Muttermilch ab einem bestimmten Zeitpunkt keine Nährwerte mehr hat oder sogar schädlich für dein Kind wird

Selbst wenn das wahr wäre, ist stillen immer noch sehr viel mehr als Nahrung. Gerade ältere Kinder stillen primär wegen der vielen anderen positiven Aspekte, der Nähe und Geborgenheit und nicht um satt zu werden. Jedoch stimmt es noch dazu auch nicht. Die Zusammensetzung der Kohlenhydrate, Eiweiße, Fette, Kalorien und Vitamine ist immer und überall auf der Welt gleich und zwar völlig egal wie alt dein Kind ist. Die Antikörper und viele andere Komponenten die dein Kind aktiv vor Krankheiten schützen und wichtig für eine optimale (Hirn)entwicklung sind, verändern sich. Jedoch nicht zum negativen sondern immer so, wie es dein Kind gerade braucht. So enthält Milch für ein Kind um den ersten Geburtstag herum sogar mehr Antikörper als das Kolostrum. Oft wird empfohlen auf Säuglings- und später Kindermilch umzusteigen, weil diese ja extra für Kinder gemacht ist. Aber deine Muttermilch ist nicht extra für Kinder gemacht, sie ist extra für dein Kind gemacht. Was sollte an der schlechten Nachahmung besser sein als am Original – außer die Einnahmen für die Hersteller?

9. Deine Hebamme oder dein Arzt verweisen dich bei Stillproblemen nicht an eine Fachkraft weiter

Die meisten Stillprobleme können verhindert oder beseitigt werden. Nur leider wissen die allermeisten Ärzte, Hebammen und anderes medizinisches Personal nicht wie sie helfen können. Das ist erstmal kein Problem, wenn sie ihre Grenzen kennen und in so einem Fall an eine ausgebildete Stillberaterin weiter verweisen. Die Empfehlungen Zufüttern, Formulamilch, Stillhütchen,.. sind keine kompetente Beratung und all dies ist in der Regel nicht nötig. Auch Sätze wie: “ Quäle dich nicht länger, du musst nicht stillen um eine gute Mutter zu sein“ sind zwar wahr, aber weder zielführend, noch eine Hilfe für eine Mama die Stillen will.

Ich bin leider sicher, dass du schon in den ersten Wochen nach der Geburt auf mindestens eine dieser Aussagen stoßen wirst, in den meisten Fällen eher auf mehrere davon. Und wenn solchen Aussagen von medizinischen Personal kommt ist es, gerade in der sensiblen Anfangszeit sehr schwer dagegen anzukommen. Deshalb ist es so wichtig, dass du bereits während der Schwangerschaft alles lernst, was du für deine Stillzeit wissen solltest. Mit dem richtigen Wissen ausgerüstet, werden dich solche Aussagen nicht verunsichern und du kannst einen entspannten Stillstart und eine schöne Stillzeit genießen.

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Stillen ist nicht schwer und völlig natürlich!

Und dennoch haben die meisten Mamas schon in den ersten Tagen Stillprobleme, oft sogar so starke, dass sie bereits beim Verlassen der Geburtsklinik aufgegeben haben.

Aber woran liegt das?

Zu einem großen Teil definitiv an unwissendem Klinikpersonal, die mit ihren Tipps und Ratschlägen erst für Stillprobleme Sorgen, auch gewisse Umstände bei und nach der Geburt können es dem Mutter-Kind-Paar extrem schwer und oft sogar unmöglich machen zu stillen.

Wenn du aber weißt, wie du in so einer Situation handeln musst, steht einer entspannten und erfüllenden Stillzeit nichts mehr im Weg.

Dein Baby wird zu früh geboren

Gar nicht so selten kommt es vor, dass ein Baby geboren wird, bevor es eigentlich bereit dazu ist. Das betrifft nicht nur Kinder die Monate zu früh geboren werden, so genannte Extremfrühchen. Auch späte Frühchen, die nur kurz vor dem normalen Geburtszeitraum geboren werden, haben oft Stillprobleme und können zum Beispiel noch nicht so gut saugen und die Brust im Mund halten.

In den meisten Fällen wird das kleine Wesen, das durch die Umstände um so dringender die Nähe seiner Mama braucht, auch noch von eben dieser getrennt, stillen wird regelrecht verboten und auch sonst bekommt man auf Frühchenstationen oft das Gefühl, dass alles getan wird um eine gute Mutter-Kind Beziehung zu verhindern.

Das Gefühlschaos und der Stress die gleichzeitig auf die Mama einprasseln, machen das ganze nicht einfacher und sich dabei noch in so einer Situation durchzusetzen ist fast unmöglich.

Muttermilch ist aber für Frühchen noch viel wichtiger, als für ein reif geborenes Kind und wenn sie nicht gegeben wird, kann dies schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben. Muttermilch für ein Frühchen enthält mehr Fett und mehr Abwehrstoffe als Muttermilch für reif geborene Kinder, zudem bieten Studien keine einheitliche Evidenz bezüglich der Langzeitwirkung auf Wachstum und Entwicklung wenn die Muttermilch angereichert wird.

Daher ist es unheimlich wichtig, dass du weißt, wie du Muttermilch gewinnen und die Produktion aufrecht erhalten kannst, auch wenn dein Kind zu schwach zum Stillen sein sollte. Dazu solltest du wissen, wie dein Kind auch ohne Flasche Muttermilch bekommen kann und wie du das Stillen am Besten angehst. Um das Stillen und die Gabe von Muttermilch bei einem Frühchen sicher zu stellen, ist eine professionelle Begleitung einer Stillberaterin (IBCLC) unerlässlich.

Kein Bonding nach der Geburt

Die erste Stunde nach der Geburt nennt sich nicht umsonst auch „die goldene Stunde“. Was in dieser Stunde (oder auch in den ersten ein bis zwei Stunden) passiert, kann Auswirkungen auf deine gesamte Stillzeit und deine Bindung zu deinem Kind haben.

Natürlich gibt es Notfälle in denen es leider einfach nicht anders möglich ist, diese sind jedoch sehr selten. Dennoch werden in Geburtskliniken noch immer Mutter und Kind oft routinemäßig voneinander getrennt. Das Kind zu Baden, wiegen, messen und allerlei andere Dinge sind in den meisten Kliniken wichtiger als ein guter Stillstart und eine tiefe Bindung zwischen Mutter und Kind.

Hier gilt: Setzt dich durch! es ist dein Baby und niemand anderes hat zu entscheiden, was mit deinem Baby gemacht wird. Alle Dinge, so lange es keine Lebensrettenden Maßnahmen sind, können entweder warten, sind gar nicht notwendig oder können bei dir gemacht werden. Zum Beispiel, kann die erste Untersuchung inkl. Messen deines Babys auf dir stattfinden und genauso kann dein Baby bei dir liegen falls bei dir Geburtsverletzungen versorgt werden müssen.

Du bekommst während der Geburt (schmerzlindernde) Medikamente, Infusionen, einen Wehentropf,eine PDA,…

Die allermeisten Medikamente die du während der Geburt bekommen kannst, wirken sich unmittelbar auf dein Kind aus. Studien belegen, dass Babys die ohne eine PDA und andere eingreifende Maßnahmen geboren werden, innerhalb der ersten Stunde selbstständig an die Brust gehen. Kinder die mit einer PDA auf die Welt kommen stillen hingegen meist erst nach 24 Stunden das erste Mal. Dies kann deine Milchbildung nachhaltig beeinflussen.

Sollte es dennoch nicht möglich sein, auf Interventionen zu verzichten oder möchtest du einfach nicht auf schmerzstillende Medikamente verzichten, ist es wichtig die Auswirkungen zu kennen und dagegen zu steuern. Du kannst in dem Fall gleich nach der Geburt anfangen Kolostrum auszudrücken und so eine schnelle Milchproduktion anregen. Auch solltest du deinem Kind unbedingt ein paar Tropfen davon auf die Unterlippe geben um es zum Trinken zu animieren.

Dein Baby hat ein zu kurzes Zungenbändchen

Es ist klein und unscheinbar, aber ganz im Gegensatz zu seinem Aussehen kann es immense Stillprobleme hervorrufen.

Wenn dein Kind Probleme beim Andocken hat, deine Brust nicht halten kann oder du sehr schnell wunde und schmerzende Brustwarzen bekommst, liegt das nicht an deiner Brust und Stillhütchen, die in Kliniken leider oft wie Gummibärchen verteilt werden, werden euch nicht helfen, sondern die Probleme nur verschlimmern.

Solltest du solche Probleme haben, kann ich dir nur ans Herz legen, eine speziell in Zungenbanddiagnostik ausgebildete Fachkraft aufzusuchen, auch wenn die Hebamme, der Kinderarzt oder auch die Stillberaterin sagen, dass es in Ordnung aussieht. Nur mit einem Blick in den Mund ist es in den allermeisten Fällen leider nicht getan und dass ausgerechnet die Person die dieses Urteil gefällt hat eine der sehr wenigen Experten in Deutschland ist, ist doch eher unwahrscheinlich.

Je kleiner dein Baby ist, desto schneller, einfacher und schmerzfreier kann das Zungenbändchen durchtrennt werden und in den meisten Fällen funktioniert das Stillen ganz plötzlich sofort nach der Trennung problemlos als wäre nie etwas gewesen.

Dein Baby bekommt einen Schnuller

Ein Schnuller ist nicht per se der Teufel in Person und wenn du auf ein paar Dinge achtest, kann er durchaus in bestimmten Situationen eingesetzt werden, aber er birgt dennoch auch immer ein Risiko für Stillprobleme.

Je jünger dein Baby dabei ist, desto größer ist die Gefahr. Und viele Kliniken geben Schnuller schon direkt nach der Geburt aus. Das kann mehrere fatale Folgen für eure Stillbeziehung haben.

Zum einen nuckelt dein Baby sich am Schnuller den Hunger weg, dadurch geht es seltener an die Brust. Dies wiederum führt dazu, dass deine Milchbildung schlechter und langsamer in Gang kommt. Gleichzeitig kann es sein, das dein Baby zu viel ab- oder zu wenig zunimmt, was meist schon in der Klinik ein Zufüttern nach sich zieht, was wiederum deine Milchmenge verringert,…. du siehst, es ist ein Teufelskreis aus dem es schwer ist wieder raus zu kommen.

Wenn du einen Schnuller nutzen möchtest, sollte dein Baby daher mindestens 6 Wochen alt und eure Stillbeziehung bereits gut eingespielt sein.

Du siehst, dass viele Faktoren, auch die, die man so spontan gar nicht mit dem Stillen in Verbindung bringen würde, starken Einfluss darauf haben können. Wenn du schon vor der Geburt weißt, dass das passieren kann und weißt wie du damit umgehen musst, steht einem gelungenen Stillstart auch mit ein paar Anfangsschwierigkeiten nichts im Weg.

Aber auch wenn du dich vor der Geburt nicht mit solchen Themen beschäftigt hast und nun Probleme auftreten, ist noch nichts verloren. Hier ist es einfach wichtig, so schnell wie möglich Kontakt zu einer ausgebildeten Stillberaterin aufzunehmen um die bestmöglichen Optionen zu finden.

Save the Date: Nächsten Mittwoch am 28.8. um 21:00 Uhr gebe ich ein kostenloses LIVE-Webinar für deinen gelungenen Stillstart. Ich zeige dir, wie du in 3 Schritten einen problemlosen Stillstart meisterst. Anmelden lohnt sich, denn ich teile wertvolles Wissen mit dir.
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Du hast am 28.8. keine Zeit? Keine Panik, die Webinar-Aufzeichnung wird an alle angemeldeten Teilnehmer versendet.
 

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Nina aBel tillen Schwangerschaft Stillvorbereitung

Stillen ist heute, in einer Zeit, in der kaum noch eine Frau mit stillenden Müttern und Babys aufwächst, zu einem Mysterium geworden um das sich so viele Ammenmärchen und Falschinformationen ranken.

Wären es nur andere unerfahrene Mütter die dieses falsche Wissen weiter geben, wäre das ganze gar nicht so tragisch. Leider ist es aber so, dass nicht selten schon das Krankenhauspersonal direkt nach der Geburt mit ihrem falschen und veralteten „Wissen“ Stillbeziehungen zerstört, die eigentlich noch gar nicht angefangen haben. Als frisch gebackene Mama vertraut man gerade diesem vermeintlichen Fachpersonal und landet so oft in einer Spirale aus Panikmache, Zufüttern, Schmerzen und anderen Problemen, die oft schneller als einem lieb ist zum Abstillen führen.

Gerade nach der Geburt ist eine Mama so empfindlich und macht sich Sorgen ob sie auch alles richtig mit diesem kleinen hilflosen Wesen in ihrem Arm macht, dass es ein Leichtes ist sie zu verunsichern. Deshalb zeige ich dir heute 6 Dinge, die du schon in der Schwangerschaft wissen oder tun solltest, um dich nicht verunsichern zu lassen.

Mache eine persönliche Stillvorbereitung bei einer zertifizierten Stillberaterin oder belege einen Stillvorbereitungskurs

Es ist so schade, wie viele Mamas gar nicht wissen, dass es so etwas wie Stillvorbereitungskurse gibt. Obwohl eine gute Stillvorbereitung mit Sicherheit 99% aller Stillprobleme vorbeugen oder schnell beheben kann.

Mit dem Wissen aus einem Stillvorbereitungskurs lässt du dich nicht mehr so schnell verunsichern und hast dazu auch noch das nötige Wissen um tatsächliche Probleme zu erkennen und in vielen Situationen sogar selbst zu lösen.

Besuche schon während der Schwangerschaft eine Stillgruppe

Stillgruppen werden von zertifizierten Stillberaterinnen meist kostenlos angeboten und helfen dir auch schon in der Schwangerschaft einen guten Stillstart zu meistern.

In Stillgruppen hast du nicht nur ausgebildete Stillberaterinnen als Ansprechpartner, sondern dort begegnest du in der Regel Müttern, die diese ganze Vorbereitung schon hinter sich haben und von deren Fehlern und Problemen du profitieren kannst.

Du lernst das Leben mit Kind und das Stillen auch ohne Mütter in deiner Familie oder dem Bekanntenkreis schon vor der Geburt deines eigenen Babys kennen, siehst bei anderen Müttern, dass auch da nicht immer alles toll ist und lässt dich dadurch bei deinem eigenen Kind nicht mehr so schnell aus der Ruhe bringen, wenn dein Baby z.B. in den ersten Tagen und Wochen stillt, stillt und stillt und gar nicht mehr damit aufhören will.

Gönne dir und deinem Baby nach der Geburt Ruhe

Es klingt so banal und kann so schwer sein und gleichzeitig ist es wohl einer der wichtigsten Punkte nach der Geburt deines Babys.

Dein Baby war so lang in deinem Bauch, immer warm, immer satt, immer bei Mama und plötzlich wird es in diese laute, helle Welt geboren und soll von heute auf morgen mit dieser Veränderung klar kommen. Und auch für dich ist die Geburt deines Babys eine riesige Umstellung, nicht nur beim ersten Kind. Dazu kommen die Hormone, die uns das Leben gerade in den ersten Wochen oft wirklich nicht leicht machen.

Und in dieser Situation musst du auch noch dein Baby kennenlernen, es beschnuppern, seine Bedürfnisse kennen lernen, eure Stillbeziehung aufbauen und noch so vieles mehr.

Eltern leben mit ihren Babys in dieser Zeit oft wie in einer Blase und jeder Besuch ist ein Eindringling in diese kleine private Welt.

Klar gibt es auch Besuch, den man gerne für eine gewisse Zeit in diese Blase rein lässt und wenn er auch noch Essen mitbringt ist das super. Aber leider besteht der Besuch nach der Geburt meist aus weniger empathischen Gästen.

Bemerkbar macht sich der daraus resultierende Stress dann meist abends und nachts, wenn das Baby schlechter schläft, untröstlich weint und sich schlecht anlegen lässt.

Nicht selten sind das die Situationen wegen denen die Mama am Ende des Tages  weinend und mit einem schmerzenden Milchstau im Bett sitzt und verzweifelt zur Flasche greift.

Kenne mögliche Nebenwirkungen von Medikamenten, die bei Geburten eingesetzt werden

Hier soll es nicht darum gehen, dass ich dir sämtliche Medikamente bei der Geburt deines Babys verbieten will. Zum einen ist es ganz alleine deine Entscheidung ob du zum Beispiel schmerzlindernde Medikamente oder eine PDA möchtest und zum anderen gibt es in seltenen Fällen leider auch Gründe, warum sich das ein oder andere Medikament nicht vermeiden lässt.

Aber du solltet, egal was davon der Fall ist, wissen wie sich diese Medikamente auf deine Baby und den Stillstart auswirken können.

Manche Medikamente die bei der Geburt verabreicht werden, machen dein Baby zum Beispiel müde, so dass es sein kann, dass dein Baby nicht innerhalb der wichtigen ersten Stunde zum ersten Mal stillt. Meist kommt das Kreißsaalpersonal dann schon mit der Spritze voll Pre oder Glukoselösung, damit der Blutzucker deines Babys nicht zu niedrig wird.  Komme dem zuvor, indem du ein, zwei Tropfen Kolsostrum mit einem Löffel auffängst und deinem Baby gibst, versuch es immer wieder sanft zu wecken und im Halbschlaf anzulegen und gib ihm, bis es sich von der Geburt erholt hat, immer wieder dein Kolostrum vom Löffel. So wird das Zufüttern von Pre oder Glukoelösung völlig unnötig.

Flüssigkeitsgabe während der Geburt z.B in Form eines Wehentropfes, Antibiose oder anderen venös zugeführten Flüssigkeiten verfälschen das Geburtsgewicht deines Kindes nach oben, was oft zu einer Abnahme über 10% führt. Lass dich nicht verrückt machen und nehme das Gewicht das dein Baby 24 Stunden nach der Geburt hat als Ausgangswert, statt das Geburtsgewicht.

Nutze die goldene Stunde

Vor allem wenn dein Kind auf natürlichem Weg, frei von Medikamentengaben und Interventionen geboren wurde, laufen seine Instinkte schon direkt nach der Geburt auf Hochtouren. Wenn du es jetzt nackt auf deinen Bauch legst, wird es von selbst anfangen deine Brust zu suchen und andocken.

Ein Waschen, Wiegen und Messen in dieser Zeit ist nicht nur unnötig, sondern auch kontraproduktiv für dieses instinktive Handeln und das so wichtige Bonding. Bestehe darauf, dass ihr in den ersten ein bis zwei Stunden ungestört kuscheln könnt.

Vertraue deinem Baby

Dein Kind weiß ganz genau was es braucht und das sind viele kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt, unterbrochen durch Phasen des gefühlt stundenlangen nuckelns an der Brust. Das ist kein Zeichen dafür, dass dein Kind nicht satt wird. Im Gegenteil hilft es dir wirklich genug  Milch für dein Baby zu bilden.

Auch dein Kolostrum reicht bis zum Milcheinschuß vollkommen für dein Baby aus, auch wenn du das Gefühl haben solltest, dass du gar kein Kolostrum hast. Die Menge des Kolostrums beträgt am Tag tatsächlich nur ein paar wenige Milliliter, diese haben es aber in sich. Kolostrum in eine hochkalorische, sehr eiweißreiche Flüssigkeit, die über 700 Bakterienarten und mehrere Dutzend mal so viele Nährstoffe enthält als reife Muttermilch.

Hinzu kommt, dass der Magen deines Babys in den ersten Tagen noch winzig klein ist und gar nicht mehr aufnehmen kann als diese paar Milliliter. Der Magen muss sich erst langsam an eine höhere Nahrungszufuhr gewöhnen.

Nächsten Mittwoch am 28.8. um 21:00 Uhr gebe ich ein kostenloses LIVE-Webinar für deinen gelungenen Stillstart. Ich zeige dir, wie du in 3 Schritten einen problemlosen Stillstart meisterst. Anmelden lohnt sich, denn ich teile wertvolles Wissen mit dir. . >> Klicke hier und melde dich gratis zum Webinar an . Du hast am 28.8. keine Zeit? Keine Panik, die Webinar-Aufzeichnung wird an alle angemeldeten Teilnehmer versendet.

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