Kategorie: Stillen

Stillen – Alle Informationen zum Thema Stillen

Von Abnehmen in der Stillzeit, über wunde Brustwarzen bis hin zu der Antwort, wie du mehr Milch bilden kannst.

Was ist Stillen nach Bedarf?

Stillen nach Bedarf - Clusterfeeding - Nina Abel - Stillberatung online - Stillvorbereitung -

Milch wird nach dem Prinzip Angebot und Nachfrage produziert: Baby will Milch, die Brust produziert Milch, dein Baby will mehr Milch – deine Brust produziert mehr Milch. Vorausgesetzt dein Baby darf an die Brust wann immer es will, also wird nach seinem (und deinem) Bedarf gestillt.

Dein Baby wird auch nicht unbedingt jeden Tag gleich oft an deine Brust wollen. In Wachstumsphasen wird es deutlich öfter stillen wollen, in Phasen der Hirnentwicklung wird die Stillfrequenz wahrscheinlich vor allem Nachts zunehmen. Manchmal wird dein Baby jede Stunde stillen wollen und es wird auch Phasen geben, in denen du stundenlang mit deinem Baby stillend auf dem Sofa sitzen wirst.

Natürlich können diese Phasen sehr anstrengend sein und der Gedanke es sich mit festen Stillzeiten zu erleichtern liegt nahe. Aber mal ehrlich: Klar gibt es feste Termine, die wir einhalten müssen. Aber macht es uns den Alltag mit Baby wirklich leichter, wenn wir etwas so völlig normales und alltägliches wie das Stillen auch noch in einen festen Zeitrahmen packen?

Nach festen Zeiten stillen?

Wie wäre es, wenn du nur noch zu fest vorgegeben Zeiten Essen und Trinken dürftest? Keine Zeit für individuelle Anpassungen. Du musst jetzt essen und trinken, völlig egal, dass du eigentlich noch satt bist und gar keinen Durst hast und du solltest es wirklich auch tun, denn das nächste Mal gibt es erst wieder in 4 Stunden etwas. Wenn du dazwischen Hunger bekommst oder Durst hast, musst du halt warten.

In unserer Gesellschaft  wird dem Stillen bzw. der Ernährung unserer Kinder ein so großer Stellenwert eingeräumt, dass wir oft vergessen, dass es etwas alltägliches ist. Es ist viel einfacher die alltäglichen Dinge zwischen besonderen Terminen zu erledigen und zu essen, auf die Toilette zu gehen, zu schlafen, sich mal kurz hinzusetzen,… wann eben gerade Zeit ist und nicht wann es der Terminplan vorsieht.

Nicht dein Baby bekommt zu viel Kontrolle über dein Leben, wenn du dich seinen Bedürfnissen anpasst, sondern du lässt dein Leben von banalen Dingen kontrollieren, wenn du für alles einen Plan aufstellst.

Clusterfeeding

Die erste Zeit mit Baby ist anstrengend, aber es ist leichter und schneller vorbei, wenn du diesen Umstand einfach annimmst wie er ist und das Beste daraus machst. Clusterphasen, wie sich das häufige Stillen nennt, gemütlich mit leckeren Snacks, etwas zum Trinken, einem guten Buch und ja auch mit einem guten Film oder dem Handy in der Hand im Bett oder auf dem Sofa zu verbringen ist wesentlich weniger stressig, als ein hungriges und durstiges Kind davon zu überzeugen, dass es erst in 2 Stunden wieder stillen darf.

Und sobald die ersten Clusterphasen vorbei sind und eure Stillbeziehung sich eingespielt hat, gibt es, wenn du dein Baby nach Bedarf stillst, nichts einfacheres. Egal ob du gerade unterwegs bist, kochst, im Bett liegst, auf dem Sofa sitzt, isst oder sonst was machst, du kannst dein Kind in ein geeignetes Tragetuch nehmen und das Stillen passiert ohne Zeitaufwand völlig nebenbei.

Nach Bedarf stillen bedeutet übrigens genauso nach deinem Bedarf. Wenn deine Brust voll ist, kannst du deinem Baby anbieten ein paar Schlücke zu trinken. Wenn du gleich los willst und unterwegs nicht stillen kannst, kannst du versuchen deinem Baby vorher genug Muttermilch zu geben um den Ausflug  durchzuhalten, oder auch eine Stillmahlzeit etwas hinauszögern um kurz etwas fertig zu machen. Ohne starre Zeiten seid ihr in der Gestaltung eures Tags vollkommen frei.

Stillen nach Bedarf

Noch ein Vorteil des Stillens nach Bedarf ist, dass du so sicher sein kannst, dass dein Körper immer genug Milch für dein Baby produziert und das völlig unabhängig davon wie alt es ist, sondern so lange du es willst. Du musst keine Angst haben, dass dein Baby nicht satt wird oder die Milch irgendwann nicht mehr ausreicht. Du musst nur etwas Vertrauen haben, dass dein Körper tut wofür er gemacht wurde. Häufiges Stillen heißt nicht dass du zu wenig Milch hast. Oder isst du jeden Tag zur gleichen Zeit oder immer die gleiche Menge? Bedürfnisse ändern sich, manchmal auch täglich und wenn du dir dennoch unsicher sein solltest, kann dir eine professionelle Stillberatung helfen, bevor du zufütterst.

Du bist gerade Schwanger oder frisch Mama geworden, möchtest gut vorbereitet in eure Stillzeit starten oder hast vielleicht sogar schon Probleme? Dann melde dich jetzt für meinen kostenlosen 5 Tage E-Mail Kurs an:

Nina Abel kostenloser E-Mail Kurs Stillberatung Onlinekurs Anmeldung

das könnte dich auch interessieren:

Nicht stillen? Welche Nachteile hat es?

Die 3 besten Dinge die du während der Schwangerschaft tun kannst

6 Dinge mit denen du dafür sorgst, dass es mit dem Stillen nicht klappt

Grundausstattung für die Stillzeit – 4 Dinge die du wirklich brauchst und 11 die reine Geldverschwendung sind

Muttermilch oder Säuglingsmilch: Wie groß sind die Unterschiede wirklich?

Muttermilch oder Säuglingsmilch-Unterschiede

Muttermilch oder Säuglingsmilch, Stillen oder Flasche – diese Frage kommt schon während der Schwangerschaft auf die meisten von uns zu.

Und natürlich ist künstliche Säuglingsnahrung der einzige akzeptable Ersatz für Muttermilch, wenn eine Frau nicht stillen kann oder stillen möchte. Aber es ist nun mal nur ein Ersatz und wenn du die Wahl hast, ob du stillst oder dein Kind mit Formulamilch ernährst, solltest du dir diese Entscheidung wirklich gründlich überlegen.

Denn anders als von Säuglingsnahrungsherstellern behauptet, ist Pulvermilch der Muttermilch auch heute noch keineswegs ähnlich oder gar gleichwertig.

Muttermilch oder Säuglingsmilch Die größten Unterschiede

Moderne Säuglingsnahrung ähnelt nur oberflächlich der Muttermilch. Grundsätzlich sind Formulanahrungen ungenaue Kopien auf Grundlage veralteter und unvollständiger Kenntnisse darüber, was Muttermilch ist.

Die Hersteller versuchen seit langem Muttermilch zu kopieren und wenn man sich die Anfänge der künstlichen Säuglingsnahrung ansieht, ist die Qualität bis heute definitiv stark gestiegen. Dennoch können zahlreiche Inhaltsstoffe der Muttermilch nach heutigem Stand der Wissenschaft gar nicht künstlich hergestellt werden, mal abgesehen davon, dass wir noch nicht mal alle Inhaltsstoffe der Muttermilch, geschweige denn deren Zusammenspiel kennen.

Die einzigen Punkte in denen Säuglingsmilch der Muttermilch ähnelt sind der Kaloriengehalt, der Wassergehalt (zumindest bei Pre Nahrung) und  ein paar wenige grundlegende Nährstoffe. Formulamilch schafft es nur, das Kind wachsen zu lassen. Aber Muttermilch und Stillen ist so viel mehr als das. Daher wird Formulamilch niemals ein mit der Muttermilch vergleichbares Produkt sein und sollte, nach Möglichkeit, nur im Notfall Anwendung finden.

Über 3 Millionen Jahr Evolution haben Muttermilch zu dem gemacht, was sie heute ist. Sie ist perfekt auf jedes einzelne Baby einer Mutter abgestimmt. Sie enthält Antikörper, lebende Zellen, Enzyme und Hormone. Sie ist die komplexeste Muttermilch aller Säugetiere und genau auf die Bedürfnisse unserer Hirnentwicklung, unseres Verdauungs- und Immunsystems und vielem mehr abgestimmt.

Allein die Proteine und Fette in Formulamilch unterscheiden sich grundlegend von denen in der Muttermilch. Künstliche Säuglingsnahrung ist aus der Muttermilch anderer Säugetiere gemacht, in den meisten Fällen aus Kuhmilch, und muss in einem aufwendigen Verfahren so verarbeitet werden, dass sie für Menschenbabys nicht gefährlich ist und sie die Milch überhaupt vertragen.

Muttermilch oder Säuglingsmilch: Die wichtigsten Inhaltsstoffe

Muttermilch enthält neben Wasser, Kohlenhydraten, einer beträchtlichen Anzahl an verschiedenen Fetten, Proteinen, Vitaminen und Mineralstoffen, Bausteinen unserer DNA und verschiedener Antikörper auch Faktoren, die Tumorzellen zerstören, unverzichtbar für eine optimale Hirnentwicklung sind,  die Reifung der Darmschleimhaut unterstützen, allergische und anaphylaktische Reaktionen verhindern, Bakterien, Viren und Pilze neutralisieren, helfen kritische Nährstoffe wie Eisen und Vitamin B12 besser aufzunehmen,  Entzündungen minimieren und sogar durch Entzündungen aufgetretene Schäden reparieren.

Künstliche Säuglingsnahrung hingegen besteht im Wesentlichen aus entrahmter Kuhmilch, Emulgatoren und Stabilisatoren, oft zusätzlichem Zucker (nicht bei Pre Nahrung), Palm-, Raps-, Soja- und Fischöl und ein paar Mineralstoffen und Vitaminen.

Zur Verdeutlichung habe ich euch die Inhaltsstoffe von Muttermilch und Säuglingsmilch in einem Bild zusammengefasst:

Muttermilch oder Säuglingsmilch-Nina Abel

Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist Muttermilch viel zu komplex aufgebaut um ein ebenbürtiges Produkt herstellen zu können. Hersteller die ihre Säuglingsnahrung mit Aussagen wie „nach dem Vorbild der Muttermilch“ oder „Muttermilch-nahe“ bewerben, führen Eltern in die Irre.

In Muttermilch befinden sich mehr als 1000 Proteine und über 200 verschiedene Oligosaccharide. Formulamilch enthält in der Regel jeweils eines davon.

Muttermilch oder Säuglingsmilch: Die Entscheidung

Wenn einer Mutter aus körperlichen oder psychischen Gründen nicht stillen kann, ist und bleibt Pre Nahrung, nach der Option von Spendermuttermilch, die einzige Möglichkeit ein Baby zu ernähren.

In dem Fall solltest du dir überlegen, deinem Kind zumindest das wichtige Kolostrum, deine erste dickflüssige Milch, nach der Geburt zukommen zu lassen. Dafür musst du dein Baby nicht mal anlegen. Du kannst das Kolostrum per Hand ausdrücken und per Spritze füttern. Denn jeder Tropfen zählt und das Kolostrum erleichtert deinem Baby den Start ins Leben.

Wenn du dir einfach noch nicht sicher bist, ob du stillen willst, Angst vor Schmerzen oder dass es einfach nicht klappt hast, dann kann ich dir nur empfehlen, es zumindest zu probieren. Denn auch hier gilt, dass jeder Tropfen zählt.

Die ersten Wochen mit Baby sind nicht leicht und Stillprobleme machen diese Zeit nicht einfacher. Oft sind gerade die gut gemeinten Tipps und Ratschläge von nicht oder schlecht fortgebildeten Ärzten, Krankenschwestern oder Hebammen überhaupt erst für Probleme verantwortlich. Mit einer guten Stillvorbereitung kommt es erst gar nicht zu solchen Schwierigkeiten und sollte doch mal nicht alles glatt laufen, gibt es mit Stillberatern extra dafür ausgebildetes Fachpersonal, das dir helfen kann. Dafür steh ich mit meinem Namen 😉

Stillvorbereitungskurs-kostenlos-E-Mail Kurs

das könnte dich auch interessieren:

Grundausstattung für die Stillzeit – 4 Dinge die du wirklich brauchst und 11 die reine Geldverschwendung sind

Bilder, Ammenmärchen, Mythen, Fakten

Nicht stillen? Welche Nachteile hat es?

wunde Brustwarzen

Grundausstattung für die Stillzeit – 4 Dinge die du wirklich brauchst und 11 die reine Geldverschwendung sind

Dinge die du brauchst und Ding die du nicht brauchst Stillen Stillzeit GRundausstattung Baby Nina Abel

Immer wieder sehe ich kopfschüttelnd auf die einladenden Regale mit allerlei Stillhilfsmitteln in den Drogerien und Supermärkten. Neben den schon lange erhältlichen Milchpumpen, Stilleinlagen und Stillhütchen stehen dort mittlerweile auch verschiedene Milchpulver, Riegel, Quetschies und vieles mehr für die stillende Mutter. Wenn man schon kein Geld mit Flaschen und Säuglingsnahrung mit diesen Müttern machen kann, dann muss man sich halt was anderes einfallen lassen.

Traurig ist vor allem, dass Mütter nicht nur jede Menge Geld unnötig aus dem Fenster werfen, wenn sie sie Dinge kaufen, sondern auch dass diese Auswahl an „Hilfsmitteln“ die Mamas noch mehr verunsichert ob sie wirklich in der Lage sind zu stillen und genug Milch zu produzieren.

Die meisten dieser Dinge sind nicht nur unnötig, sondern auch noch völlig sinnlos für eine stillende Mutter und im schlimmsten Fall sogar eher hinderlich als hilfreich.

In diesem Artikel zeige ich welche Dinge du getrost im Regal lassen kannst.

1. Stilltee

oder alternativ alle anderen angeblich milchsteigernden Nahrungsergänzungen. Die gibt es mittlerweile ja wie Sand am Meer. Von Pülverchen zum Anrühren, über Kapseln, bis hin zu Stilltee, Stillkugeln und so weiter und so fort. In den USA lässt man sich sogar stinknormale Haferkekse teuer bezahlen, weil man einfach mal eine milchsteigernde Wirkung auf die Packung schreibt und schwups, kostet ein Cookie das Dreifache.

Es gibt tatsächlich nur ein einziges Mittelchen, dass eine erwiesene milchsteigernde Wirkung hat, das ist der Bockshornklee. Dieser ist zwar auch in manchen Stilltees und anderen Mitteln enthalten, aber in einer viel zu geringen Dosierung als dass er wirklich wirken könnte.

Bockshornklee gibt es zwar auch pur, aber hier kommt hinzu, dass er nicht ohne medizinische Indikation und unter Beobachtung einer ausgebildeten Stillberaterin eingenommen werden sollte. Abgesehen davon, dass er unter bestimmten Umständen gravierende Nebenwirkungen haben kann ist die Einnahme schlicht ein Eingriff in die natürliche Milchbildung und Stillbeziehung. Er mag vorübergehend vielleicht die Milchmenge steigern, aber das Problem (meist falsches oder zu seltenes Anlegen) ist damit nicht aus der Welt geschafft.

Wenn du unbedingt irgend etwas für deine Milchbildung kaufen und nehmen willst, dann lieber noch Stillkugeln, Malzbier oder ähnliches. Diese Dinge helfen genauso viel oder wenig dabei mehr Milch zu haben, aber sie schmecken wenigsten, liefern Energie und Kalorien für den anstrengenden Mamaalltag und geben dir im besten Fall ein gutes Gefühl. Und das für einen Bruchteil des Preises.

2. Lanolin oder andere Brustwarzenpflege

Lanolin wird oft ja schon nach der Geburt in der Klinik verteilt. Nimm es mit nach Hause, es ist eine hervorragende Lippenpflege bei rauen und trockenen Lippen. Für deine Brustwarzen brauchst du es nicht.

Rund um deine Brustwarzen befinden sich Drüsen, die ein pflegendes Sekret absondern das dazu noch einen für dein Baby anlockend wirkenden Duft hat. Wird die Brust nicht übertrieben oft und vor allem nicht mit Seife und Duschgel gewaschen, reicht diese Pflege vollkommen aus um deine Brustwarzen zu schützen.

Auch ein paar Tropfen Muttermilch auf der Brustwarze trocknen zu lassen wirkt pflegend und schützt deine Brustwarzen vor Rissen.

3. Riegel, Quetschies und Milchpulver

Als ich das zum ersten Mal sah, dachte ich ich hab irgendwas an den Augen. Wenn man das Milchpulver nicht für die Babys verkaufen kann macht man einfach noch ein bisschen Zucker und Aromen dazu, bildet eine stillende Mama vorne drauf ab und verkauft es als wertvolles Getränk für die Mutter oder was? Ich muss zugeben, geschickte Geschäftsidee.

Muttermilch ist überall auf der Welt gleich zusammengesetzt, völlig egal was die Mutter zu sich nimmt. Nur sehr wenige Dinge lassen sich durch die Mutter beeinflussen, aber sicher nicht mit solchen Nahrungsergänzungsmitteln.

Eine normale, ausgewogene Ernährung reicht vollkommen aus und wenn du nicht gerade vollkommen unterernährt bist, wirst du deinem Kind auch alles wichtige durch die Muttermilch mitgeben wenn du dich zum Großteil von Fastfood ernährst.

Gesünder sind dann zumindest noch die angebotenen Müsliriegel und Quetschies, aber die kannst du im normalen Regal mit Müsliriegeln und einem Glas Apfelmus auch günstiger haben.

4. Schnuller

Ja ich weiß, manchmal ist es auch wenn man stillt mit einem Schnuller einfach leichter und ich will den Schnuller hier auch nicht unnötig verteufeln. Fakt ist aber nun mal, ein Schnuller ist bei einem Stillkind nicht nötig. Das Nuckelbedürfnis sollte an der Brust gestillt werden, was gleichzeitig die Milchbildung anregt.

Willst du dennoch einen Schnuller nutzen, solltest du unbedingt auf ein paar Dinge achten um eure Stillbeziehung nicht zu gefährden. In meinem Artikel Schnuller, ja oder nein? erkläre ich dir was bei der Schnullergabe zu beachten ist.

5. Still BH

Immer wieder wird mir von stillenden Mamas die Frage gestellt: „Wann darf ich endlich wieder normale BHs tragen?“

Wenn du Still-BHs toll und bequem findest und du gerne welche trägst, nur zu. Aber sie sind definitiv nicht nötig. Du kannst genauso gut einen normalen BH anziehen und das Körbchen einfach unter die Brust schieben. Auch BHs mit Bügeln sind, auch wenn oft was anderes behauptet wird, völlig ok. Du solltest einfach darauf achten, dass der BH gut passt und nirgends drückt oder einschneidet, sonst droht ein Milchstau.

6. Stillkleidung

Genau so sieht es mit Stillkleidung aus. Abgesehen davon, dass sie meist entweder extrem teuer oder grundsätzlich so geschnitten ist, als wäre man noch schwanger, was die übrigen Babypfunde noch zusätzlich betont, ist besondere Stillkleidung schlicht nicht unbedingt nötig.

Du kannst genauso gut einfach Oberteile mit etwas tieferen und elastischen Ausschnitt anziehen und es beim Stillen einfach unter die Brust schieben. Wenn du etwas geschützter sein willst, kannst du auch zwei Oberteile übereinander anziehen, dann kannst du eins hoch und eins runter schieben. Auch Bauchbänder aus der Schwangerschaft eignen sich gut zum darunter ziehen und bedecken Bauch und Rücken wenn du beim Stillen dein Oberteil nach oben ziehst.

7. Stillschal oder Stillponcho

Sollte dir der Sichtschutz durch das Oberteil wie im letzten Punkt beschrieben wirklich nicht ausreichen, tut es ein Mulltuch, dein normaler Schal oder dein normales Halstuch ganz genau so und das ohne Unmengen an Geld zu kosten.

8. Flaschen

Keine stillende Mutter braucht Babyflaschen im Haus. Sollte wirklich einer der extrem seltenen Fälle eintreten, in denen tatsächlich zugefüttert werden muss, sollte die Milch am Besten per Brusternährungsset* gegeben werden. Auch ein Löffel oder ein Becher eignen sich zum Zufüttern. Das können auch Oma und Opa oder sonstige Babysitter übernehmen, falls du die Flaschen kaufen möchtest, damit du dein Baby mal zu den Großeltern geben kannst.

Bedenke, dass jede Flasche eure Stillbeziehung massiv stört und im schlimmsten Fall der Anfang vom Abstillen sein kann. Angefangen bei einer Saugverwirrung / Saugpräverenzverschiebung, die bei jeder Flasche und in jedem Alter auftreten kann, bis hin zur verminderten Milchproduktion kann eine Flaschengabe jede Menge Probleme verursachen.

9. Säuglingsmilch

Ganz egal wer dir das erzählt, du brauchst als stillende Mama definitiv keine Säuglingsmilch im Haus zu haben. Allein die Tatsache, dass sie greifbar ist, mindert die Hemmschwelle sie zu nutzen erheblich. Vor allem in stressigen und nervenaufreibenden Clusterphasen, greifen verzweifelte Eltern sehr viel schneller zur Säuglingsmilch, wenn sie nicht erst besorgt werden muss.

Sollte wirklich ein Notfall eintreten, weswegen Säuglingsmilch die einzige Option ist, kann sie kurzfristig besorgt werden. Zur Not auch am Wochenende und Nachts in Apotheken.

Formulanahrung sollte immer die letzte Notlösung bei einem voll gestillten Kind sein. Schon ein Schluck tötet dutzende Enzyme und Bakterien im Magen – Darm – Trakt des Säuglings unwiderruflich ab und verändert dadurch das einzigartige Mikrobiom eines gestillten Kindes nachhaltig. Es dauert Wochen, bis sich das Mikrobiom wieder annähernd an das eines ausschließlich gestillten Säuglings angepasst hat. Ganz so wird es aber nie wider werden.

Bevor du also zu Pulvermilch greifst, frage dich ob es die momentane Erleichterung der Situation wirklich wert ist.

10. Milchpumpe

Wenn du nicht gerade sehr schnell wieder arbeiten gehst oder aus einem anderen Grund häufig nicht bei deinem Baby sein kannst, ist eine Milchpumpe in den meisten Fällen überflüssig.

Für den Fall, dass du mal Muttermilch brauchen solltest, ist es einfacher und oft effektiver Muttermilch per Hand auszustreichen.

Gerade am Anfang der Stillbeziehung sollte keine Milchpumpe zum Anregen der Milchproduktion genutzt werden. Lass einfach dein Kind an die Brust so oft es will. Nur so passt sich die Milchproduktion an den tatsächlichen Bedarf deines Kindes an.

Sollte eine Milchpumpe tatsächlich nötig sein, kannst du sie dir auf Rezept kostenlos in der Apotheke ausleihen.

11. Stillhütchen

Stillhütchen, die vermeintlichen Wundermittel für scheinbar jedes Stillproblem, die meist schon in den Geburtskliniken wie Bonbons verteilt werden.

Meiner Meinung nach das unnötigste und schlimmste aller „Hilfsmittel“. Den die einzigen denen Stillhütchen helfen sind der Hersteller, der damit Geld verdient und das Krankenhauspersonal, dass sich so Zeit spart die es ansonsten für eine richtige Beratung und Betreuung der stillwilligen Mama brauchen würde.

Stillhütchen sind so gut wie nie wirklich hilfreich, meisten verschlimmern sie die Probleme nur. Und auch die Antikörperproduktion für dein Baby funktioniert mit Stillhütchen nicht so effektiv wie ohne.

Ein Baby stillt eigentlich an der Brust, nicht an der Brustwarze und sollte ohnehin sehr viel mehr als nur die Brustwarze im Mund haben. Theoretisch könnte dein Baby auch ganz ohne Brustwarze stillen, das weiß jeder, dessen Kind schon mal herzhaft am Oberarm oder anderen stillungeeigneten Stellen angedockt hat. Somit sind auch so genannte Flach- oder Schlupfwarzen keine Indikation für den Gebrauch von Stillhütchen.

Ja Stillhütchen können das Stillen kurzzeitig erleichtern, gerade wenn wunde Brustwarzen die Mama schon vor dem Andocken zusammenzucken lassen. Das eigentliche Problem wird damit aber nicht bekämpft und eine Saugverwirrung und verminderte Milchbildung kommen dann ganz schnell noch oben drauf.

Du siehst also, dass sich jede Menge Geld sparen lässt, wenn man etwas genauer überlegt, was man von den vielen angebotenen Dingen rund um das Stillen wirklich braucht und was nicht. Da können ganz schnell mehrere hundert bis tausend Euro zusammen kommen, die auf jeden Fall  besser genutzt werden können.

Neben all dem was du zum Stillen also nicht brauchst, sage ich dir jetzt was wirklich nötig ist um erfolgreich und entspannt zu stillen:

1. Brüste

Ja tatsächlich: Brüste reichen vollkommen aus um erfolgreich stillen zu können. Ok, eigentlich reicht sogar eine Brust aus um dein Baby glücklich und satt zu bekommen.

2. Baby

Ja gut, mit Brüsten allein ist es nicht getan. Ein Baby oder auch mehrere, sollten schon vorhanden sein.

3. Stilleinlagen

Nicht immer und nicht unbedingt nötig, aber durchaus vorteilhaft sind Stilleinlagen.

Manche Mamas  brauchen nach den ersten paar Wochen gar keine mehr. Wenn du zu diesen Mamas gehörst und das Wochenbett zuhause verbringst, kannst du auch einfach ein Mulltuch nutzen. Das ist anfangs meist eh sinnvoller, weil es einfach mehr Milch auffängt. Dann kannst du dir auch diese sparen. Für alle anderen habe ich in einem anderen Artikel zusammengestellt welche Art von Stilleinlagen es gibt und wie du die richtigen Stilleinlagen für dich findest.

4. Stillvorbereitungskurs

Ok, ein wirklich guter Stillvorbereitungskurs einer ausgebildeten Stillberaterin ist auch nicht gerade günstig, aber immer noch günstiger als die ganzen unnötigen Dinge die ich dir oben erläutert habe und definitiv günstiger als Säuglingsnahrung und die restliche Ausstattung die gebraucht wird, sollte es mit dem Stillen nicht klappen. Und das ist dank falscher oder gänzlich fehlender Beratung leider gar nicht so selten der Fall. Mit einem professionellen Stillvorbereitungskurs kannst du sicher sein nicht nur gut auf die Stillzeit vorbereitet zu sein, sondern auch allen Schwierigkeiten trotzen zu können. Auch wenn dein Baby schon da sein sollte lohnt sich so ein Stillvorbereitungskurs noch. Auf jeden Fall zumindest in den ersten 3 Monaten.

Für den Anfang kannst du es ja mit meinem kostenlosen E-Mail Kurs probieren.

Nina Abel kostenloser E-Mail Kurs Stillberatung Onlinekurs Anmeldung

Und mit dem restlichen gesparten Geld kannst du dir immer noch die ein oder andere Massage oder einen entspannten Urlaub mit deiner Familie leisten.

das könnte dich auch interessieren:

Was sollte ich schon in der Schwangerschaft über das Stillen wissen?

6 Dinge mit denen du dafür sorgst, dass es mit dem Stillen nicht klappt

Die 3 besten Dinge die du während der Schwangerschaft tun kannst

*Dieser Artikel enthält Affiliate-Links von Amazon. Kaufst du ein Produkt über solch einen Link, erhalte ich eine kleine Provision – natürlich ohne Mehrkosten für Dich.

Was sollte ich schon in der Schwangerschaft über das Stillen wissen?

Nina aBel tillen Schwangerschaft Stillvorbereitung

Stillen ist heute, in einer Zeit, in der kaum noch eine Frau mit stillenden Müttern und Babys aufwächst, zu einem Mysterium geworden um das sich so viele Ammenmärchen und Falschinformationen ranken.

Wären es nur andere unerfahrene Mütter die dieses falsche Wissen weiter geben, wäre das ganze gar nicht so tragisch. Leider ist es aber so, dass nicht selten schon das Krankenhauspersonal direkt nach der Geburt mit ihrem falschen und veralteten „Wissen“ Stillbeziehungen zerstört, die eigentlich noch gar nicht angefangen haben. Als frisch gebackene Mama vertraut man gerade diesem vermeintlichen Fachpersonal und landet so oft in einer Spirale aus Panikmache, Zufüttern, Schmerzen und anderen Problemen, die oft schneller als einem lieb ist zum Abstillen führen.

Gerade nach der Geburt ist eine Mama so empfindlich und macht sich Sorgen ob sie auch alles richtig mit diesem kleinen hilflosen Wesen in ihrem Arm macht, dass es ein Leichtes ist sie zu verunsichern. Deshalb zeige ich dir heute 6 Dinge, die du schon in der Schwangerschaft wissen oder tun solltest, um dich nicht verunsichern zu lassen.

Mache eine persönliche Stillvorbereitung bei einer zertifizierten Stillberaterin oder belege einen Stillvorbereitungskurs

Es ist so schade, wie viele Mamas gar nicht wissen, dass es so etwas wie Stillvorbereitungskurse gibt. Obwohl eine gute Stillvorbereitung mit Sicherheit 99% aller Stillprobleme vorbeugen oder schnell beheben kann.

Mit dem Wissen aus einem Stillvorbereitungskurs lässt du dich nicht mehr so schnell verunsichern und hast dazu auch noch das nötige Wissen um tatsächliche Probleme zu erkennen und in vielen Situationen sogar selbst zu lösen.

Besuche schon während der Schwangerschaft eine Stillgruppe

Stillgruppen werden von zertifizierten Stillberaterinnen meist kostenlos angeboten und helfen dir auch schon in der Schwangerschaft einen guten Stillstart zu meistern.

In Stillgruppen hast du nicht nur ausgebildete Stillberaterinnen als Ansprechpartner, sondern dort begegnest du in der Regel Müttern, die diese ganze Vorbereitung schon hinter sich haben und von deren Fehlern und Problemen du profitieren kannst.

Du lernst das Leben mit Kind und das Stillen auch ohne Mütter in deiner Familie oder dem Bekanntenkreis schon vor der Geburt deines eigenen Babys kennen, siehst bei anderen Müttern, dass auch da nicht immer alles toll ist und lässt dich dadurch bei deinem eigenen Kind nicht mehr so schnell aus der Ruhe bringen, wenn dein Baby z.B. in den ersten Tagen und Wochen stillt, stillt und stillt und gar nicht mehr damit aufhören will.

Gönne dir und deinem Baby nach der Geburt Ruhe

Es klingt so banal und kann so schwer sein und gleichzeitig ist es wohl einer der wichtigsten Punkte nach der Geburt deines Babys.

Dein Baby war so lang in deinem Bauch, immer warm, immer satt, immer bei Mama und plötzlich wird es in diese laute, helle Welt geboren und soll von heute auf morgen mit dieser Veränderung klar kommen. Und auch für dich ist die Geburt deines Babys eine riesige Umstellung, nicht nur beim ersten Kind. Dazu kommen die Hormone, die uns das Leben gerade in den ersten Wochen oft wirklich nicht leicht machen.

Und in dieser Situation musst du auch noch dein Baby kennenlernen, es beschnuppern, seine Bedürfnisse kennen lernen, eure Stillbeziehung aufbauen und noch so vieles mehr.

Eltern leben mit ihren Babys in dieser Zeit oft wie in einer Blase und jeder Besuch ist ein Eindringling in diese kleine private Welt.

Klar gibt es auch Besuch, den man gerne für eine gewisse Zeit in diese Blase rein lässt und wenn er auch noch Essen mitbringt ist das super. Aber leider besteht der Besuch nach der Geburt meist aus weniger empathischen Gästen.

Bemerkbar macht sich der daraus resultierende Stress dann meist abends und nachts, wenn das Baby schlechter schläft, untröstlich weint und sich schlecht anlegen lässt.

Nicht selten sind das die Situationen wegen denen die Mama am Ende des Tages  weinend und mit einem schmerzenden Milchstau im Bett sitzt und verzweifelt zur Flasche greift.

Kenne mögliche Nebenwirkungen von Medikamenten, die bei Geburten eingesetzt werden

Hier soll es nicht darum gehen, dass ich dir sämtliche Medikamente bei der Geburt deines Babys verbieten will. Zum einen ist es ganz alleine deine Entscheidung ob du zum Beispiel schmerzlindernde Medikamente oder eine PDA möchtest und zum anderen gibt es in seltenen Fällen leider auch Gründe, warum sich das ein oder andere Medikament nicht vermeiden lässt.

Aber du solltet, egal was davon der Fall ist, wissen wie sich diese Medikamente auf deine Baby und den Stillstart auswirken können.

Manche Medikamente die bei der Geburt verabreicht werden, machen dein Baby zum Beispiel müde, so dass es sein kann, dass dein Baby nicht innerhalb der wichtigen ersten Stunde zum ersten Mal stillt. Meist kommt das Kreißsaalpersonal dann schon mit der Spritze voll Pre oder Glukoselösung, damit der Blutzucker deines Babys nicht zu niedrig wird.  Komme dem zuvor, indem du ein, zwei Tropfen Kolsostrum mit einem Löffel auffängst und deinem Baby gibst, versuch es immer wieder sanft zu wecken und im Halbschlaf anzulegen und gib ihm, bis es sich von der Geburt erholt hat, immer wieder dein Kolostrum vom Löffel. So wird das Zufüttern von Pre oder Glukoelösung völlig unnötig.

Flüssigkeitsgabe während der Geburt z.B in Form eines Wehentropfes, Antibiose oder anderen venös zugeführten Flüssigkeiten verfälschen das Geburtsgewicht deines Kindes nach oben, was oft zu einer Abnahme über 10% führt. Lass dich nicht verrückt machen und nehme das Gewicht das dein Baby 24 Stunden nach der Geburt hat als Ausgangswert, statt das Geburtsgewicht.

Nutze die goldene Stunde

Vor allem wenn dein Kind auf natürlichem Weg, frei von Medikamentengaben und Interventionen geboren wurde, laufen seine Instinkte schon direkt nach der Geburt auf Hochtouren. Wenn du es jetzt nackt auf deinen Bauch legst, wird es von selbst anfangen deine Brust zu suchen und andocken.

Ein Waschen, Wiegen und Messen in dieser Zeit ist nicht nur unnötig, sondern auch kontraproduktiv für dieses instinktive Handeln und das so wichtige Bonding. Bestehe darauf, dass ihr in den ersten ein bis zwei Stunden ungestört kuscheln könnt.

Vertraue deinem Baby

Dein Kind weiß ganz genau was es braucht und das sind viele kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt, unterbrochen durch Phasen des gefühlt stundenlangen nuckelns an der Brust. Das ist kein Zeichen dafür, dass dein Kind nicht satt wird. Im Gegenteil hilft es dir wirklich genug  Milch für dein Baby zu bilden.

Auch dein Kolostrum reicht bis zum Milcheinschuß vollkommen für dein Baby aus, auch wenn du das Gefühl haben solltest, dass du gar kein Kolostrum hast. Die Menge des Kolostrums beträgt am Tag tatsächlich nur ein paar wenige Milliliter, diese haben es aber in sich. Kolostrum in eine hochkalorische, sehr eiweißreiche Flüssigkeit, die über 700 Bakterienarten und mehrere Dutzend mal so viele Nährstoffe enthält als reife Muttermilch.

Hinzu kommt, dass der Magen deines Babys in den ersten Tagen noch winzig klein ist und gar nicht mehr aufnehmen kann als diese paar Milliliter. Der Magen muss sich erst langsam an eine höhere Nahrungszufuhr gewöhnen.

Willst du noch mehr Tipps für einen gelungenen Stillstart von mir? Dann melde dich zu meinem kostenlosen 5 Tage E-Mail Kurs zur Stillvorbereitung an.

 

Nina Abel kostenloser E-Mail Kurs Stillberatung Onlinekurs Anmeldung

 Das könnte dich auch interessieren:

6 Dinge mit denen du dafür sorgst, dass es mit dem Stillen nicht klappt

Die 3 besten Dinge die du während der Schwangerschaft tun kannst

Fragen die du einem Kinderarzt stellen solltest

Nicht stillen? Welche Nachteile hat es?

6 Dinge mit denen du dafür sorgst, dass es mit dem Stillen nicht klappt

Schwangerschaft schwanger fehler vorbereitung Nina Abel Stillen

Wusstest du, dass über 90% der frisch gebackenen Mütter ihre Babys nach der Geburt stillen? Und wusstest du auch, dass schon 2 Wochen nach der Geburt nur noch 60% der Mütter stillen?

Aber woran liegt das? Ist doch was dran, wenn es immer heißt: „es kann nun mal nicht jede Frau stillen?“

Ja und Nein. Ja es kann tatsächlich rein körperlich gesehen nicht jede Frau voll stillen. ABER: Das betrifft gerade mal 2% aller Frauen weltweit. In diesen Fällen wurde einfach nicht genug Brustdrüsengewebe angelegt.

Das heißt, dass 98% aller Frauen stillen können und zwar problem- und schmerzlos. Mit der richtigen Hilfe und dem richtigen Wissen.

90% aller stillenden Mütter geben dennoch an, schon in den ersten 3 Tagen mindestens ein Stillproblem gehabt zu haben. Das muss nicht sein. Mit der richtigen Vorbereitung.

Ich verrate dir heute, welche gravierenden Fehler dazu führen können, dass es mit dem Stillen nicht klappt.

Du sorgst nicht für genug Ruhe für dich und dein Baby

Eine Geburt kann eine wundervolle und wunderschöne Erfahrung sein, aber sie ist auch anstrengend. Du und dein Baby müsst euch erst einmal erholen und ausruhen.

Fast noch wichtiger ist aber: Da ist plötzliche ein zusätzliches kleines Menschlein in eurer Familie. Ihr seid plötzlich nicht mehr zu zweit, sondern müsst Rücksicht auf ein kleines, hilfloses Baby nehmen. Oder die großen Kinder haben ein Geschwisterchen bekommen, das jetzt beschnuppert werden will und für das die Großen, gerade am Anfang, auch mal zurück stecken müssen.

Egal wie eure Familienkonstellation aussieht, es braucht Zeit bis sich alle in ihre neue Rolle eingefunden haben.

Am Besten klappt das, wenn ihr so viel Ruhe wie möglich habt. Das heißt nicht, dass ich dir jeden Besuch verbieten will. So lange du und dein Baby euch wohl fühlt, ist es vollkommen in Ordnung Besuch zu empfangen.  Wenn dieser Besuch auch noch Essen mitbringt, für euch einkauft oder das ein oder andere bei euch zuhause kurz aufräumt: umso besser.

Vermeiden solltest du aber Besuch, der dir ungefragt dein Baby aus dem Arm reißt, dir ungebetene Ratschläge gibt, dir die schlimmsten Geschichten von wunden Brustwarzen erzählt und am Ende vielleicht sogar noch bekocht werden möchte.

Kurz: Jeder Besuch mit dem du dich unwohl fühlst ist zu vermeiden und das darfst du auch ganz klar so kommunizieren. Am Besten bereitest du Familie und Freunde schon vor der Geburt darauf vor, dass ihr erst mal ein paar Tage Ruhe wollt und euch meldet wenn ihr bereit für Besucher seid.

Du willst alles alleine schaffen

Dein Baby war 9 Monate in deinem Bauch, immer warm, immer satt, immer ganz nah an Mamas Herzen. Und plötzlich soll es in dieser neuen und völlig fremden, lauten, hellen Welt zurecht kommen. Klar, das wird es schaffen, aber was es dafür braucht bist du.Dein Baby braucht die ersten Wochen nach der Geburt nichts so sehr wie deine Nähe, den Duft deiner Haut und deinen Herzschlag, wenn es auf deiner Brust liegt.

Kein Problem, du bist im Wochenbett. Für dich und dein Baby wäre es das Beste, wenn du es so weit wie nur Möglich wörtlich nimmst und die ersten 6 bis 8 Wochen zum Großteil im Bett und auf dem Sofa verbringst.

In der Realität haben die meisten Mamas aber leider gar kein Wochenbett. Der Haushalt wartet, größere Kinder wollen versorgt werden und der Papa geht nicht selten gleich nach der Geburt oder spätestens nach einer Woche wieder arbeiten.

Ganz ehrlich? Auf diese Art würde es mich wundern, wenn du keine Stillprobleme bekommst.

Ich höre so oft, dass der Partner nach der Geburt nicht zu Hause bleiben kann, dass der Arbeitgeber keinen Urlaub gewährt,…

Bitte lasst euch das nicht gefallen. Gerade in Deutschland gibt es Möglichkeiten, dass auch der Partner nach der Geburt zuhause bleiben kann. Er kann z.B. 2 Partner- Elternzeitmonate direkt ab der Geburt nehmen. Arbeitgeber müssen die Elternzeit genehmigen und sie können deinen Partner auch nicht kündigen weil er in Elternzeit geht. Nutzt dieses Recht. Nicht nur für deine Unterstützung, sondern auch für die Vater- Kind Bindung ist diese Zeit etwas vorauf ihr nicht verzichten solltet.

Haushalt, Putzen, Einkaufen, Kochen,….. diese ganzen leidigen Dinge denen dein Wochenbett egal ist und die trotzdem anfallen – schieb sie bei Seite. All diese Dinge interessieren dich jetzt gar nicht.  Bitte um Hilfe. Dein Partner, deine Familie und Freunde können alle einen kleinen Teil übernehmen. Und solltest du wirklich ganz alleine sein und gar keine Hilfe haben: Egal, die Arbeit läuft nicht weg, die erste Zeit mit deinem Baby jedoch schon.

Du glaubst medizinischem Fachpersonal, dass dir im Kreißsaal, der Wochenbettstation oder Zuhause begegnet hat Ahnung vom Stillen

Es ist eigentlich wirklich traurig, aber medizinisches Fachpersonal hat in aller Regel keinerlei Ahnung vom Stillen. Die Ausbildungen von Ärzten, Krankenschwestern oder Hebammen schneiden das Thema Stillen, wenn überhaupt meist nur kurz an. Nicht selten auch noch unter Zuhilfenahme von veraltetem Fachwissen. Natürlich trifft das nicht auf alle zu und gerade Hebammen haben immer häufiger sehr gutes Fachwissen über das Stillen. Nur leider weißt du nicht ob die Person vor dir wirklich Fachwissen hat oder mit ihren Ratschlägen gerade eure Stillbeziehung gefährdet.

Wenn Fachpersonal Fortbildungen in diese Richtung macht, sind sie nicht selten von Säuglingsnahrungsherstellern gesponsert. Nestle hat eine eigene Fortbildungsakademie dafür eingerichtet. Das hier mehr über Muttermilchersatznahrung geredet wird, als über alles andere liegt auf der Hand.

Am Besten schaust du ob ein Krankenhaus in deiner Nähe ist, das von der WHO und der UNICEF als „Babyfreundliches Krankenhaus“ ausgezeichnet ist. Auch ist es sinnvoll schon in der Schwangerschaft Kontakt zu einer zertifizierten Stillberaterin aufzunehmen – sie sind das wahre Fachpersonal für die Themen Stillen- und Säuglingsernährung und extra dafür ausgebildet.

Du glaubst deiner Mutter, Tante, Freundinnen,…

Du denkst dir jetzt bestimmt: Ehrlich? Meint die das wirklich ernst?

Ja mein ich. Klar, wenn deine Mama oder deine Freundinnen problemlos stillen oder gestillt haben, werden sie bestimmt wertvolle Tipps für dich haben.

In den meisten Fällen wird es aber so sein, dass du Dinge zu hören bekommst wie: bei uns konnte niemand stillen, also klappt es bei dir auch nicht, dein Kind wird nicht satt, jetzt gib ihm doch endlich mal was richtiges zum Essen, deine Milch reicht einfach nicht oder ist zu dünn,…

Das meinen sie auch gar nicht böse, im Gegenteil. Natürlich wollen diese, dir in der Regel, nahestehenden Frauen nur helfen. Aber sie können halt auch nur aus ihrer Erfahrung erzählen und die ist eben leider, meist wegen fehlender Hilfe und Unterstützung, eher negativ.

Du glaubst an Ammenmärchen und Stillmythen

Ammenmärchen und Stillmythen – du wirst nicht lange suchen müssen um auf einige davon zu stoßen. Man sollte meinen, dass es in einer Zeit wie dieser, in der es ein leichtes ist, im Internet zu recherchieren, Ammenmärchen keine Chance haben. Doch ich habe das Gefühl, dass es Stillmythen und Ammenmärchen so sogar noch leichter haben, da sie sich schnell verbreiten können. Und wir neigen dazu einer Gruppe von vielen mehr zu glauben als einzelnen Personen, ungeachtet dessen wie es mit dem Fachwissen über das Gebiet aussieht. Denn so viele können sich doch nicht irren, oder? Doch. Denn Ammenmärchen besitzen eine ungeahnte Macht. Wenn irgend etwas nicht so läuft wie es sollte, suchen wir nach Gründen, wir stoßen auf die Ammenmärchen und egal wie unsinnig es eigentlich klingt, wir wollen es glauben. Und wird wieder eins weiter verbreitet. Denn wir suchen immer nach der einfachsten Lösung. Und es ist nun mal einfacher zu glauben, dass dein Kind Blähungen hat, weil du blähendes gegessen hast. Du hast einen Grund, du kannst indem du auf blähende Lebensmittel verzichtest etwas dagegen tun und wenn dein Kind weiterhin Blähungen hat, bist du nicht schuld, denn du hast ja alles dagegen getan was du tun konntest. Akzeptanz, dass er nun mal einfach Zeit braucht, bis sich der Magen-Darm-Trakt Nahrung gewöhnt, und es rein gar nichts mit deiner Ernährung zu tun hat  und du nichts weiter tun kannst, als für dein Baby da zu sein, ist hingegen viel schwerer.

Hier habe ich einige typische Stillmythen- und Fakten für dich in Bildern festgehalten.

Du bereitest dich während der Schwangerschaft nicht auf das Stillen vor

Oft höre ich, dass eine Stillvorbereitung totaler Quatsch ist und das doch natürlich und instinktiv abläuft. Und ja, eigentlich stimmt das sogar. Wir sind Säugetiere und wie allen anderen Säugetieren wird uns das Säugen unserer Kinder in die Wiege gelegt. Neugeborene suchen ganz instinktiv die Brust der Mutter und wir fangen schon in der Schwangerschaft an wertvolles Kolostrum zu produzieren.

Aber leider ist es auch so, dass das Aufwachsen in unserer modernen Gesellschaft, in der seit Generationen Flaschennahrung auf dem Vormarsch ist, teilweise kaum mehr ein Kind gestillt wurde. Soziale Normen überlagern unseren Instinkt, unser Bauchgefühl ist immer vom Erlebten geprägt, wodurch es uns durch oben genannte Gründe, gerade beim Thema Stillen oft zu etwas falschem rät. Das kollektive Gedächtnis zum Stillen ist nicht mehr mit Sicherheit gegeben. Und deshalb muss man heute leider sagen, dass Stillen nicht (mehr) instinktiv ganz natürlich funktioniert. Kaum eine werdende Mutter hat überhaupt jemals gesehen wie ein Kind gestillt wird, oft haben sie überhaupt noch nie ein Kind gesehen. Früher wuchs man mit Kindern auf und da man, bis man selber Mutter wurde bei dutzenden Müttern zugesehen hat, wie sie ihre Kinder stillen, wusste man beim eigenen dann intuitiv, was zu tun ist.

Stillen ist zu einem mysteriösem Prozess geworden und das kann einer frischen Mama das Stillen extrem erschweren, wenn nicht sogar unmöglich machen.

Deshalb ist es so wahnsinnig wichtig, dass du für euren Stillerfolg alles über das Stillen lernst was du lernen kannst.

Denn es geht nicht darum ob ein Problem auftritt, sondern WANN. Denn das wird es, so wie bei allem im Leben. Entscheidend ist, wie du damit umgehst.

Ich hoffe, dass dich der Artikel jetzt nicht total beunruhigt hat, sondern dich viel eher zum Handeln animiert, denn Wissen ist Macht.

In meinem kostenlosen 5 tägigen E-Mail Kurs teile ich jeden Tag ein neues Geheimnis für den perfekten Stillstart mit dir. Die darin enthaltenen Informationen können der ausschlaggebende Punkt sein und zwischen aufgeben und weitermachen entscheiden.

Nina Abel kostenloser E-Mail Kurs Stillberatung Onlinekurs Anmeldung

das könnte dich auch interessieren:

Die 3 besten Dinge die du während der Schwangerschaft tun kannst

Stillberaterin werden und finden – die verschiedenen Ausbildungen

Nicht stillen? Welche Nachteile hat es?

Die 3 besten Dinge die du während der Schwangerschaft tun kannst

stillen Geburt Vorsorge 3 Dinge die du während der Schwangerschaft tun kannst Nina Abel

Es gibt Dinge, von denen ich mir wünsche, dass ich sie schon vor der Geburt meines ersten Kindes gewusst hätte.

Bei meiner typischen Schwangerschaftsrecherche, die wahrscheinlich jede werdende Mama auf die ein oder andere Weise betreibt, erfuhr ich, dass ein komplett eingerichtetes Kinderzimmer mit Gitterbett und Wickelkommode das wichtigste ist, was ein Neugeborenes braucht, ich erfuhr welche hundert Sachen eine schwangere Frau unbedingt mit in die Geburtsklinik nehmen muss und welche Babyschale ich kaufen sollte.

Wir haben bis auf die Babyschale nichts davon gekauft. Meine mittlerweile 2 Kinder schlafen nach wie vor bei uns im Bett und ich habe bis heute noch nie eine Wickelkommode genutzt.

Unter anderem wünsche ich mir,  ich hätte mehr gute Informationen über das Stillen gefunden. Nicht nur ein Haufen Ammenmärchen die einen nur noch mehr verunsichern.

Ich dachte, ich bin eine Frau, ich habe Brüste, also stille ich halt einfach. Und dann war mein Baby da und gar nichts war einfach. Ich bekam Stillhütchen, mein Kind wurde unnötigerweise zugefüttert, ich hatte offene, blutige und sehr schmerzhafte Brustwarzen und auch sonst nahm ich wohl fast jedes Problem das es gibt mit.

Als ich nach Hause kam, war ich mehr als desillusioniert. Wäre mein Mann nicht gewesen, der mir immer wieder gut zugeredet und geholfen hat und mich daran erinnert hat, dass ich unbedingt stillen wollte – ich hätte wohl aufgegeben.

So fing ich aber an jede professionelle Seite und jedes Buch über das Stillen zu lesen, nahm Kontakt zu verschiedenen Stillberatern auf und merkte immer mehr, dass ich nicht die einzige bin, der es so erging. Im Gegenteil. Die meisten Mamas  erleben ähnliches wie ich. Diese Erkenntnis führte mich auf den Weg der mich hier her gebracht hat.

Ich wurde nicht nur selbst Stillberaterin, ich hatte mit meinem Sohn auch noch eine sehr lange und schöne Stillzeit, die immer noch nicht ganz vorbei ist und die letztendlich zu der, von Anfang an,sehr entspannten Stillbeziehung mit meiner Tochter führte.

Denn ich musste bei ihr nicht erst lernen wie man stillt, während ich müde und besorgt um mein Neugeborens war. Hätte ich in meiner ersten Schwangerschaft die Möglichkeit gehabt einen Stillvorbereitungskurs zu machen, wäre vieles einfacher gewesen.

Hier sind 3 Dinge, von denen ich mir wünsche, dass alle Frauen darüber bescheid wissen um sich die Schwangerschaft, die Geburt und den Stillstart so leicht wie möglich zu machen:

1.Wenn du dich bei der Schwangerschaftsvorsorge nicht wohl fühlst, mach es anders

Bei vielen Frauenärzten muss die werdende Mama gefühlt Ewigkeiten warten, bis sie endlich dran kommt und selbst wenn sie dann endlich an der Reihe ist, fühlt sie sich nicht selten wie eine Nummer. Für Probleme, kleine Schwangerschaftswehwehchen und Sorgen der werdenden Mama bleibt da oft keine Zeit. Aber du musst dich nicht damit abfinden, du kannst die Art der Vorsorge wechseln so oft du willst. Ob du nun den Frauenarzt wechselst, die Vorsorge komplett von einer Vorsorgehebamme übernehmen lässt, die nicht nur wesentlich mehr Zeit für dich hat, sondern auch noch zu dir nach Hause kommt, du die Vorsorge abwechselnd von deinem Arzt und deiner Hebamme übernehmen lässt oder ob du vielleicht teilweise oder sogar ganz auf die Schwangerschaftsvorsorge verzichtest – das ist alles ganz allein deine Entscheidung und du bist auch die einzige die damit einverstanden sein und sich damit wohl fühlen muss.

Du solltest immer das Gefühl haben unterstützt und zu nichts gedrängt zu werden. Und um das zu gewährleisten kannst du auch so oft wechseln wie du willst.

2. Bereite dich auf die Geburt vor

Mach einen Geburtsvorbereitungskurs. Ob es der Vorbereitungskurs der nächsten Hebamme, ein Kurs von einer Doula oder vielleicht sogar eine Online-Geburtsvorbereitungsein soll, solltest du nach deinen Wünschen und Vorstellungen entscheiden. Es macht auf jeden Fall Sinn, wenn du dich über verschiedene Möglichkeiten erkundest.

Lies positive Geburtsgeschichten, Umgib dich mit Frauen, die positive Geburtserlebnisse hatten, informiere dich aber auch über negative Dinge die Frauen leider immer noch täglich erleben müssen. Nur so bist du in der Lage dich, im Fall der Fälle, vor Übergriffen zu schützen. Näheres erfährst du zum Beispiel auf gerechte-Geburt.de

Du könntest dir eine Doula nehmen, sie begleitet und unterstützt dich auf ganz andere Weise als eine Hebamme es je könnte. Weil sie einfach frei von der medizinischen Verantwortung ist, die deine Hebamme bei der Geburt trägt.Sie ist vollkommen für dich da, liest dir jeden Wunsch von den Augen ab und führt dich mit viel Empathie durch die Höhen und Tiefen der Geburt.

Sprich auch mit deinem Partner über deine Wünsche und darüber was du von ihm bei der Geburt erwartest.

Es gibt kein Richtig oder Falsch. Gut ist, womit du und dein Kind euch wohl fühlt. Ich wünsche mir nur, dass du dich während der Geburt deines Kindes jederzeit sicher und gehört fühlst.

3.Informiere dich über das Stillen

Gute Stillvorbereitungskurse gibt es im deutschsprachigem Raum leider noch gar nicht so besonders viele und wenn du das Glück haben solltest einen in deiner Nähe zu finden, musst du zwischen den ganzen anderen Dingen während der Schwangerschaft auch noch die Zeit finden dort hin zu gehen. Leider wird so was wie die Stillvorbereitung dann schnell nach hinten geschoben, denn die Geburt ist ja noch so weit weg. Und plötzlich hältst du dein Baby im Arm und hast keine Ahnung was du jetzt tun sollst.

Aber zum Glück musst du dir gar keine Sorgen machen, dass du es rechtzeitig schaffst so einen Kurs in deinen Terminkalender zu quetschen. Du kannst eine qualitativ hochwertige Stillvorbereitung auch von deinem Sofa oder deinem Bett aus absolvieren und brauchst nichts weiter dazu als einen Laptop oder ein Smartphone.

Du wirst es niemals bereuen, dich schon in der Schwangerschaft über das Stillen informiert zu haben. Wusstest du, dass ich einen 5 Tage E-Mail Stillvorbereitungskurs kostenlos anbiete? Das wäre doch die perfekte Möglichkeit um mit der Vorbereitung zu beginnen.

Nina Abel kostenloser E-Mail Kurs Stillberatung Onlinekurs Anmeldung

Hast du gemerkt, dass keiner der Punkte auf meiner Liste “ Richte ein tolles Babyzimmer ein“ heißt? Wie viele wirklich tolle und mit Liebe eingerichtete Babyzimmer verstauben bis sie, wenn  das Kind Älter ist, ungenutzt gegen ein Kinderzimmer getauscht werden? Ich sag es dir: verdammt viele!

Aber wenn du unbedingt Möbel und Farbe aussuchen willst und du dich mit der Planung eines Babyzimmers besser auf deinen neuen Lebensabschnitt vorbereitet fühlst, nur zu. Tob dich aus! Aber lass es nicht die einzige Vorbereitung sein.

Wir können uns zwar nicht zu 100% auf die intensive Erfahrung des Mamaseins mit all seiner Freude, Angst, Liebe und ja auch etwas Spucke und vielen vollen Windeln vorbereiten. Aber wenn du dich mit guter Betreuung und einem qualitativ hochwertigem Stillvorbereitungskurs vorbereitest, wird diese Reise mit Sicherheit eine wundervolle Erfahrung für dich und dein Baby werden.

das könnte dich auch interessieren:

Fragen die du einem Kinderarzt stellen solltest

Nicht stillen? Welche Nachteile hat es?

Die richtigen Stilleinlagen finden

Warum du in der Stillzeit alles essen darfst

IBCLC – International Board of Lactation Consultant Examiners Stillberaterin

Stillberaterin finden, Stillberaterin werden, Stillberatung, IBCLC , Nina Abel

Infos zur Ausbildungsstätte

Das International Board of Lactation Consultant Examiners (IBLCE) besitzt seit über 30 Jahren die Akkreditierung einer unabhängigen Institution für Examina im Gesundheitswesen und bietet die Qualifikation zum international boarded certified lactation consultant Still- und Laktationsberaterin (IBCLC) an. IBCLC arbeiten gemäß internationaler Praxisstandards.

Anders als bei den anderen im deutschen Sprachraum verfügbaren Zertifizierungen bietet das IBLCE selbst keine Fortbildungskurse zur Vorbereitung auf das Examen an und empfiehlt auch keine bestimmten Kurse.

Infos zur Ausbildung

Um zum Examen zur IBCLC zugelassen zu werden, sind unter anderem mindestens 90 Stunden Fortbildung auf dem Gebiet Laktation und Stillen notwendig. Diese können bei allen vom IBLCE zugelassenen Fortbildungsträgern erlangt werden. Müssen sie aber nicht.

Weltweit werden von verschiedenen Institutionen Ausbildungskurse angeboten, die speziell auf die Vorbereitung zum IBCLC Examen ausgelegt sind.

In Deutschland gibt es 3 Anbieter, die solche Kurse anbieten:

Europäisches Institut für Stillen und Laktation (das EISL bietet auch die Ausbildung zur Stillberaterin EISL an)

das Ausbildungszentrum für Laktation und Stillen

und das Fortbildungszentrum Bensberg am Vinzenz Pallotti Hospital

wer die englische Sprache gut beherrscht hat außerdem die Möglichkeit Fortbildungskurse über meist US amerikanische Anbieter, online abzulegen.

Zum Beispiel

lactation education resources

gold learning

breastfeedingoutlook

ilactation

Wie schon erwähnt, muss für das IBCLC Examen keine spezielle Ausbildung absolviert werden. Du kannst dir die nötigen 90 Stunden auch über persönliche Präsentationen, Online-Schulungen, Fernunterricht und unabhängige Lernmodule zusammen sammeln.

Die deutschen Ausbildungen sind vor Ort Kurse. Jedes Ausbildungsinstitut stellt andere Voraussetzungen und bietet eigene Zertifikate an, die dich dazu befähigen, auch ohne die Prüfung zur IBCLC als Stillberaterin zu arbeiten.

Um die Ausbildung beim EISL mit einem Zertifikat abzuschließen musst du neben der vollständigen Teilnahme an den Seminaren, eine Facharbeit schreiben sowie ein 40 stündiges Praktikum absolvieren.

Das Ausbildungszentrum für Laktation und Stillen verlangt neben einem Praktikum und einer Facharbeit zusätzlich noch den Besuch von mindestens 4 Stillgruppentreffen und die Beantwortung von Prüfungsfragen. Mit erworbenen Zertifikat darfst du dich Stillspeziallistin nennen.

Das Fortbildungszentrum Bensberg verlangt von den Absolventen eine schriftliche Hausarbeit sowie eine Abschlussprüfung,die aus einer schriftlichen Klausur und mündlichen Beratungssituationen besteht. Auch hier wird ein Zertifikat ausgehändigt.

Um zur Prüfung zur IBCLC zugelassen zu werden sind allerdings nur die Zeitstunden der Fortbildungskurse notwendig.

Die Online- Fortbildungskurse haben alleine das Ziel auf das IBCLC Examen vorzubereiten. Daher muss für diese weder eine Facharbeit, noch ein Praktikum gemacht werden. Allerdings bekommt man hier auch kein Zertifikat, sondern lediglich eine Bescheinigung über die absolvierten Fortbildungsstunden die man beim IBLCE zur Examenszulassung einreichen kann.

Jedes der genannten Ausbildungsinstitute bietet seinen Absolventen umfangreiches Fachmaterial, Austausch und interne Netzwerke an. Beim EISL kann man einen Teil der Ausbildung, zumindest als Arzt, auch per Onlinekurs ablegen.

IBCLC arbeiten fest angestellt zum Beispiel in Krankenhäusern. Durch die Zusatzausbildung steigt hier auch oft das Gehalt. Es besteht zudem die Möglichkeit sich weiter zur Stillbeauftragten in der Klinik weiter zu bilden.

Freiberufliche IBCLC arbeiten auf Honorarbasis. Eltern müssen auch hier die Beratung privat zahlen. Es lohnt sich aber diese bei der Krankenkasse einzureichen, manche Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine Stillberatung zumindest anteilig.

Nina Abel kostenloser E-Mail Kurs Stillberatung Onlinekurs Anmeldung

Voraussetzungen

Die verschiedenen Ausbildungsinstitute stellen keine besonderen Voraussetzungen für die Zulassung zur Ausbildung.

Um das Examen zur IBCLC zu erwerben müssen allerdings einige Voraussetzungen erfüllt werden. Hierzu sind gerade in Deutschland leider immer wieder nicht ganz korrekte Informationen im Umlauf, die teilweise auch von den Ausbildungsinstituten nicht ganz klar kommuniziert werden.

So lese und höre ich immer wieder, dass man zwingend einen medizinischen Grundberuf braucht wenn man IBCLC werden will. Nein, das ist so nicht korrekt.

Es ist grundsätzlich auch ohne medizinischen Grundberuf möglich das Examen zur IBCLC zu machen. Hierfür musst du den Besuch von 14 verschiedenen gesundheitswissenschaftlichen Kursen vorweisen können.

8 der 14 Fächer müssen an höheren Ausbildungsstätten wie z.B. Universitäten, Fachhochschulen, oder Berufsfachschulen, die akademische Grade oder Berufsqualifikationsnachweise vergeben, absolviert werden und du musst natürlich jeden der Kurse bestanden haben. Keine Angst, du musst kein vollständiges Studium dieser Fächer ablegen, die Dauer muss sich je Fach lediglich über einen anrechnungsfähigen akademischen Studienzeitraum (z.B. Semester) erstrecken.

Diese 8 Fächer sind

Biologie

menschliche Anatomie

menschliche Physiologie

Wachstum und Entwicklung von Säuglingen und Kindern

Einführung in die klinische Forschung

Ernährung

Psychologie ODER Beratungskompetenz ODER Kommunikation und

Soziologie ODER interkulturelle Sensibilität ODER kulturelle Anthrolologie

Für die übrigen 6 Fächer reichen auch kurze Weiterbildungskurse aus

Lebensrettende Sofortmaßnahmen

Medizinische Dokumentation

Medizinische Fachbegriffe

Arbeitsschutz- und sicherheit für Gesundheitsfachkräfte

Berufliche Ethik für Gesundheitsfachkräfte

Allgemeine Sicherheitsvorschriften und Infektionskontrolle

Und nun kommt die Sache, warum in Deutschland meist kommuniziert wird, dass zwingend ein medizinischer Grundberuf nötig ist: Es ist äußerst schwer diese Fächer in Deutschland einfach so zu belegen. Meist ist es nur an Universitäten möglich.

Aber es gibt auch andere Möglichkeiten. Zumindest wenn du gut englisch kannst, kannst du die gesamte Ausbildung inkl. der 14 Kurse auch online absolvieren. Es gibt Onlineplattformen wie zum Beispiel coursera oder edX, die Kurse anbieten, die vom IBCLC anerkannt werden.

Zu diesen Grundanforderungen kommen weitere Anforderungen um zum Examen zugelassen zu werden. Hier gibt es 3 verschiedene Wege, die Anforderungen zu erfüllen. In Deutschland ist allerdings fast nur ein Weg relevant, da die anderen beiden Wege hier so nicht möglich sind. Der Vollständigkeit halber, zähle ich sie aber mit auf.

Weg 1:

zusätzlich zum medizinischen Grundberuf oder Abschluss von 14 gesundheitswissenschaftlichen Kursen

mindestens 90 Stunden Fortbildung auf dem Gebiet Laktation und Stillen innerhalb der letzten 5 Jahre ( diese Stunden sind mit den oben erklärten Kursen erledigt) und

mindestens 1000 Praxisstunden in der direkten laktationsspezifischen Beratung von Mutter und Kind in den letzten 5 Jahren. Die Beratungsstunden müssen in einem überwachten Rahmen stattfinden, z. B. Über eine Stillorganisation wie die LLL, AFS oder das DAIS.

Bescheinigung über die Einhaltung des Verhaltenskodex fürs IBCLCs

Weg 2:

zusätzlich zum medizinischen Grundberuf oder Abschluss von 14 gesundheitswissenschaftlichen Kursen

muss innerhalb von 5 Jahren vor der Prüfung ein Studium im Bereich Stillen und Laktation abgeschlossen werden, dass mindestens

90 Stunden Ausbildung auf dem Gebiet Laktation und Stillen und

300 direkt von zertifizierten IBCLCs überwachte Stunden in der laktationsspezifischen Beratung von Mutter und Kind umfasst

Bescheinigung über die Einhaltung des Verhaltenskodex für IBCLCs

Dieser Weg ist in Deutschland nicht möglich, da deutsche Hochschulen keine solchen Programme anbieten.

Weg 3:

zusätzlich zum medizinischen Grundberuf oder Abschluss von 14 gesundheitswissenschaftlichen Kursen

mindestens 90 Stunden Fortbildung auf dem Gebiet Laktation und Stillen innerhalb der letzten 5 Jahre und

500 Stunden in direkter Supervision einer zertifizierten IBCLC in der laktationsspezifischen Beratung von Mutter und Kind in den letzten 5 Jahren vor der Prüfung.

Bescheinigung über die Einhaltung des Verhaltenskodex für IBCLCs

Für diesen Weg muss vor Beginn ein kostenpflichtiger Antrag gestellt werden. Dazu muss er nach strengen Richtlinien des IBLCE erfolgen.

Da sich das IBCLC Examen an medizinische Fachkräfte richtet, sind Männer nicht nur ausdrücklich zugelassen, sondern auch in gar nicht so geringer Anzahl unter den zertifizierten IBCLC vertreten.

Ausbildungsinhalte

Jedes Ausbildungsinstitut hat teilweise unterschiedliche Ausbildungsinhalte. Dennoch sind die Grundinhalte überall gleich. Das IBLCE selbst gibt eine detaillierte Inhaltsübersicht der Prüfungsthemen wie folgt an:

Entwicklung und Ernährung:

Ernährungsverhalten in verschiedenen Altersstufen

Nahrungsmittelunverträglichkeiten/Allergien

Kindliche Anatomie und anatomische/orale Besonderheiten

Einführung von Beikost

Geringes Geburtsgewicht

Milchbanken – formell und informell

Normales kindliches Verhalten

Ernährungsbedürfnisse – Frühgeborene

Entwicklung und Wachstum von Frühgeborenen

Hautton, Muskeltonus, Reflexe

Entwicklung und Wachstum von Reifgeborenen

WHO Wachstumskurven mit Anpassung an Gestationsalter

Brustentwicklung und -Wachstum

Brustoperationen

Zusammensetzung von Muttermilch

Mütterliche anatomische Besonderheiten

Mütterlicher Ernährungsstatus

Mamillenstruktur und Varianten

Physiologie und Endokrinologie:

Diabetes

Fruchtbarkeitsstörungen

Mütterliche Stoffwechsel- und Hormonstörungen (z.B., Schilddrüse, Polyzystisches Ovar-Syndrom)

Mütterliche Autoimmunerkrankungen

Mehrlinge

Neugeborenenhypoglykämie

Schwangerschaft und Stillen – Tandemstillen

Relaktation

Stuhl- und Urinausscheidung

Pathologie:

Allergien

Ankyloglossie

Lippen- und Gaumenspalte

Angeborene Fehlbildungen (z.B. gastrointestinal, kardial)

Gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD), Reflux

Hyperbilirubinämie

Akute Erkrankungen des Kindes (bakteriell, viral, fungal, systemisch)

Neurologische Beeinträchtigungen des Kindes

Zu klein für das Gestationsalter,  zu groß für das Gestationsalter

Abszess

Störungen des Milchspendereflexes

Akute Erkrankungen der Mutter (bakteriell, viral, fungal, systemisch)

Chronische Erkrankungen der Mutter

Mütterliche Beeinträchtigungen (körperlich und neurologisch)

Mastitis (Brustdrüsenentzündung)

Milchmenge, zu wenig oder zu viel

Zustand von Mamille und Brust

Schmerzen und Verletzungen der Mamille

Postpartale Blutungen

Präeklampsie / schwangerschaftsinduzierter Bluthochdruck

Pharmakologie und Toxikologie:

Alkohol und Tabak

Kontrazeptiva

Drogenmissbrauch

Galaktogoga

Gelauflagen / Mamillencremes

Medikamente (verschreibungspflichtig, frei verkäuflich, diagnostische und therapeutische Maßnahmen)

Heilkräuter

Psychologie, Soziologie und Anthropologie:

Übergang in die Elternschaft

Geburtspraktiken

Nahrungsmittel, die einen positiven oder negativen Einfluss auf die Laktation haben

Berufstätigkeit – Rückkehr an den Arbeitsplatz

Lebensstil der Familie

Auffinden von Hilfsnetzwerken

Mentale Gesundheit der Mutter

Psychologische/kognitive Probleme der Mutter

Mutter-Kind-Beziehung

Sicherer Schlaf

Abstillen

Kulturelle Kompetenz

Techniken:

Effektiver Milchtransfer (einschließlich medizinisch indizierter Zufütterung)

Erste Stunde

Anlegen

Regelung der Milchmenge

Gewinnung von Milch

Stillpositionen

Verweigerung der Brust, Flasche

Hautkontakt (Kängurupflege)

Gewicht überprüfen

Klinisches Fachwissen:

Ausrüstung und Technologie:

Hilfsmittel zur Fütterung (z.B. Schläuche/Sonden an der Brust, Becher, Spritzen, Sauger)

Umgang mit und Aufbewahrung von Muttermilch

Hilfsmittel für die Mamille (z.B. Stillhütchen, Mamillenformer)

Beruhigungssauger/Schnuller

Pumpen

Waagen

Kommunikationstechniken

Webseiten

Bildung und Kommunikation:

Aktives Zuhören

Vorausschauende Begleitung

Ausarbeitung und Vermittlung eines Pflegeplans

Dokumentation

Unterweisung von Müttern und Familien

Fortbildung von Fachpersonal, Kollegen und Auszubildenden/Studierenden

Verlängerung der Stillzeit

Emotionale Unterstützung

Selbstermächtigung (Empowerment)

Selbsthilfegruppen

Ethische und rechtliche Fragen:

Stillen in der Öffentlichkeit

Klinische Kompetenzstandards

Beruflicher Verhaltenskodex für IBCLCs (Code of Professional Conduct; CPC)

Grundsätze der Vertraulichkeit

WHO Kodex – Lobbyarbeit und Richtlinien

Wissenschaftliche Arbeit:

Anwendung von wissenschaftlicher Arbeit in der Praxis

Bewertung und Interpretation von Studienergebnissen

Einsatz von wissenschaftlicher Arbeit zur Unterstützung bei der Entwicklung von Richtlinien und Protokollen

Öffentliche Gesundheit und Lobbyarbeit:

Eintreten für die Initiative Babyfreundliches Krankenhaus (BFHI)

Eintreten für die Einhaltung des Internationalen Kodex zur Vermarktung von Muttermilchersatzprodukten der Weltgesundheitsorganisation (WHO Kodex)

Eintreten für Mutter / Kind im Gesundheitssystem

Entwicklung von Richtlinien zum Stillen

Prüfung

Das Examen zur IBCLC wird mit einer 4 Stündigen computerbasierten Prüfung abgeschlossen und besteht aus 175 Multiple-Choice- Fragen, etwa die Hälfte davon mit Bildern.

Das Examen hat eine Gültigkeit von 5 Jahren und muss alle 5 Jahre mit mindestens 75 Stunden stillspeziefischer Fortbildung und alle 10 Jahre mit dem erneuten Ablegen der Prüfung rezertifiziert werden.

Ausbildungsdauer

Wie lang die Ausbildung genau dauert, hängt vom individuellen Zugangsweg ab. Vor Ort Ausbildungen bestehen in der Regel aus mehreren Wochenenden, die je nach Anbieter auf 6 bis 18 Monate aufgeteilt sind. Onlineprogramme können meist nach eigenem ermessen so schnell oder langsam durchgeführt werden, wie man möchte. Theoretisch wäre bei einer 90 Stunden Fortbildung bei gerade mal einer Stunde am Tag also möglich die Ausbildung in 3 Monaten abzuschließen. Hierbei darf man aber Zeiten zum lernen nicht vergessen. Die maximale Ausbildungsdauer beträgt 5 Jahre, in denen die Kurse und Praxisstunden absolviert sein müssen.

Preise

Die Examensgebühr , die vom IBLCE festgelegt wird, beträgt in Deutschland momentan bei etwa 600€.

Die einzelnen Anbieter von Fortbildungskursen für das IBCLC Examen haben teilweise sehr unterschiedliche Preise, hier ein paar Beispiele:

Fortbildungszentrum Bensberg am Vinzenz Palotti Hospital: 1950€

Europäisches Institut für Stillen und Laktation (EISL): 2409€

Ausbildungszentrum für Laktation und Stillen: 2440€

Onlinekurse auf englisch:

lactation education resources: ca. 870€

breastfeedingoutlook: ca. 890€

zusätzlich bieten einige englische Anbieter auch einzelne Präsentationen für 10€ bis 200€ und oft auch kostenlose Präsentationen an, mit deren Hilfe man sich äußerst günstig selbst die benötigten Stunden zusammenstellen kann

Das könnte dich auch interessieren:

LLL (La Leche Liga)

AFS (Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen)

EISL (europäisches Institut für Stillen und Laktation)

DAIS (deutsches Ausbildungsinstitut für Stillbegleitung)

 

DAIS – deutsches Ausbildungsinstitut für Stillbegleitung Stillberaterin

Stillberaterin finden, Stillberaterin werden, Stillberatung, DAIS, deutsches Ausbildungsinstitut für Stillbegleitung,, Nina Abel

Infos zur Ausbildungsstätte

Das deutsche Ausbildungsinstitut für Stillbegleitung wurde 2013 von Mitgliedern der AFS gegründet und sollte die große Lücke zwischen den ehrenamtlichen Ausbildungen der AFS und der LLL und der sehr anspruchsvollen Ausbildung zur IBCLC schließen. Zusätzlich zur Ausbildung zur Stillbegleiterin, wie das DAIS ihre Stillberaterinnen nennt, bietet das deutsche Ausbildungsinstitut für Stillbegleitung auch In-House-Schulungen für Kliniken und andere Interessierte an.

Infos zur Ausbildung

Das DAIS bietet eine qualifizierte Ausbildung um Mütter in der Stillzeit begleiten und beraten zu können. Zu den Referentinnen zählen unter anderem Utta Reich- Schottky. Sie ist Studienrätin für Biologie und Chemie, seit 1981 Stillberaterin, Mitherausgeberin des AFS Fachbuches „Stillen und Stillprobleme“ Gutachterin der Initiative Babyfreundlich der WHO und UNICEF und Mitglied bei IBFAN (International Baby Food Action Network) Sowie Elien Rouw. Ärztin, Mitautorin des AFS Fachbuches „Stillen und Stillprobleme“, medizinische Expertin der Arbeitsgemeinschaft Freier Stillgruppen (AFS), Mitglied der Nationalen Stillkommission und Vorstandsmitglied der Academy of Breastfeeding Medicine. Die Ausbildung beim DAIS richtet sich sowohl an Fachpersonal, als auch an alle anderen in deren Beruf das Stillen thematisiert wird. Die Ausbildung besteht aus 3 Präsenzphasen von je einem Wochenende, wobei zwischen diesen immer mehrere Wochen Zeit zum Vertiefen, Lernen und Lesen von Fachliteratur liegt. Auch Hausarbeiten müssen in dieser Zeit erledigt werden. Das DAIS bietet seinen Stillberaterinnen nicht nur umfangreiches Schulungsmaterial, sondern auch ein internes Netzwerk, ein Fachforum sowie umfangreiche Fachbroschüren und Beratungsmaterial. Die Ausbildung beim DAIS ist zudem als Fortbildung für Hebammen zugelassen. Die Ausbildung beim DAIS kann zur Abrechnung von Stillberatung auf selbständiger Basis oder auch zum Ausbau einer schon bestehenden beruflichen Qualifikation genutzt werden. Die Beratung muss von den Eltern privat gezahlt werden. Das Einreichen der Rechnung bei der Krankenkasse kann sich aber dennoch lohnen. Manche KK übernehmen mittlerweile zumindest anteilig die Kosten einer Stillberatung.

Voraussetzungen

Die Ausbildung beim deutschen Ausbildungsinstitut für Stillbegleitung richtet sich an Fachpersonal, ehrenamtliche Stillberaterinnen, als auch alle anderen die in ihrem Beruf mit dem Thema Stillen in Berührung kommen. Ein Vorwissen ist zwar nicht zwingend notwendig, durchaus aber von Vorteil. Eine eigene Stillerfahrung ist nicht notwenig und auch Männer sind ausdrücklich zur Ausbildung zugelassen.

Ausbildungsinhalte

1. Präsenzphase Physiologie des Stillens Stillen natürlich Voraussetzungen von Mutter und Kind Anlegen Leben mit Kind schwierige Stillsituationen Kaiserschnitt Mehrlinge Anpassung nach der Geburt Wachstum des Säuglings Krankheiten der Mutter und Kind Schmerzen beim Stillen 2. Präsenzphase Kommunikation und Gesprächsführung Grundlagen und Gesprächsmodelle Zuhören und was dazu gehört partnerzentriertes Gespräch Übungen und Praxisbeispiele Stillen in unserer Gesellschaft Ausschließliches Stillen Stillhilfsmittel Sinn und Unsinn Muttermilch gewinnen Flasche füttern Beikost Stillen und Erwerbstätigkeit Stillen schützen 3. Präsenzphase Stillen als persönliche Erfahrung Rückblick auf die eigene Erfahrung mit dem Stillen Betrachtung des Kontextes der Stillerfahrungen Grenzen der Stillbegleitung und -beratung Fragen, Ergänzungen, Prüfung Nina Abel Stillberatung Beikostberatung Onlineberatung Stillprobleme wunde Brustwarzen Soor Milchmenge Guide kostenlos

Prüfung

Die Ausbildung schließt mit einer umfangreichen Prüfung ab. Nach der Abgabe der Hausarbeiten und dem Bestehen der Prüfung wird ein Zertifikat ausgestellt, dass 2 Jahre gültig ist. Zur Rezertifizierung muss eine Fortbildung von mindestens 8 Stunden vorgewiesen werden.

Ausbildungsdauer

Die Ausbildung beim DAIS ist in 3 Wochenenden, die Präsenzphasen, unterteilt und verteilt sich auf etwa 3 Monate. Die mehrwöchigen Pausen zwischen den Wochenenden müssen intensiv zum Selbststudium, lesen von Fachliteratur und Erstellen der Hausarbeiten genutzt werden.

Preise

Die komplette Ausbildung kostet derzeit 855,-€. Im Preis inbegriffen sind verschiedene Getränke sowie belegte Brötchen, Rohkost und Gebäck. Reise- und Übernachtungskosten müssen selbst getragen werden. das könnte dich auch interessieren:

LLL (La Leche Liga)

AFS (Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen)

EISL (europäisches Institut für Stillen und Laktation)  

IBCLC ( international boarded certified lactation consultant – examinierte Still- und Laktationsberaterin)

EISL – europäisches Institut für Stillen und Laktation Stillberaterin

Stillberaterin finden, Stillberaterin werden, Stillberatung, EISL, europäisches Institut für Stillen und Laktation,, Nina Abel

Infos zur Ausbildungsstätte

Das Europäische Institut für Stillen und Laktation ist ein gemeinnütziger Verein, der 2013 aus dem Verband ELACTA (vormals VELB), dem europäischen Berufsverband der Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC, in Österreich gegründet wurde. Sein Hauptziel ist die Stillförderung auf europäischer Ebene.

Über das angeschlossene Ausbildungsinstitut gibt es die Möglichkeit verschiedene Fortbildungen beim EISL zu absolvieren. Da das Europäische Institut für Stillen und Laktation auch weiterhin eng mit Elacta zusammenarbeitet und mit ihren Einnahmen auch unterstützt, ist es Mitgliedern von ELACTA möglich günstigere Preise für Fortbildungen und Veranstaltungen beim EISL zu zahlen.

Infos zur Ausbildung

Bisher bot das EISL nur Fortbildungskurse an, die zur Teilnahme an der Prüfung zur IBCLC berechtigt.

Die Ausbildung zur Stillberaterin EISL wird erst seit 2018 angeboten und richtet sich vor allem an außerklinisches Fachpersonal wie Mütter- und Familienberaterinnen, Trageberaterinnen, Tagesmütter, Kursleiterinnen (z.B. PEKIP; Pikler, DELFI,…),Mitarbeiterin in Apotheken oder Arztpraxen, Physiotherapeuten, Sozialpädagogen, Ernährungsberaterin und allen anderen Berufsgruppen die immer wieder in Kontakt mit Eltern und Fragen zum Thema Stillen kommen.

Die Ausbildung besteht aus einem von 2 wählbaren Basisseminaren der Ausbildungsreihe für die Zulassung zum IBCLC Examen, einem Zetifizierungsmodul, dem Besuch von mindestens 4 Still- oder Elterngruppentreffen und einem Praktikum.

Das EISL bietet den Teilnehmern zur Fortbildung ein ausführliches Skript, dass auch bei den späteren Beratungen weiter hilft. Ein internes Netzwerk und regelmäßige Fortbildungstermine.

Die Fortbildungskurse werden von langjährigen IBCLC Beraterinnen geleitet.

Anders als bei den ehrenamtlichen Ausbildungen der AFS und der LLL dürfen beim EISL ausgebildete Stillberaterin mit dieser Ausbildung Geld verdienen. Somit ist es sowohl möglich, eine schon bestehende Arbeit mit Müttern und Familien auszuweiten, als auch eigenständige Stillberatung anzubieten.

Die Beratung muss von den Eltern selbst getragen werden. Es lohnt sich aber dennoch die Rechnung bei der Krankenkasse einzureichen, manche Krankenkassen übernehmen mittlerweile zumindest anteilig die Kosten einer Stillberatung.

Voraussetzungen

Da sich die Ausbildung an außerklinisches Personal richtet, ist keine Stillerfahrung notwendig. Auch Männer werden zur Ausbildung zugelassen. Auch sonst müssen keine besonderen Voraussetzungen erfüllt werden.

Ausbildungsinhalte

Neben einem von zwei wählbaren Grundmodulen und dem Zertifizierungsmodul, müssen im Rahmen der Ausbildung Praktika in Form von einer Hospitation bei einer zertifizierten IBCLC, in einer Stillambulanz, bei einer Beratungsstelle oder auf einer Wochenbettstation absolviert werden. Dazu kommt der Besuch von mindestens 4 Still- oder Elterngruppentreffen.

Die Ausbildungsinhalte laut EISL sind:

Wie profitieren Mutter, Kind und Gesellschaft vom Stillen?

Muttermilch und ihre Bedeutung

Milchbildung

Saugbedürfnis und Schnuller

Stillbeginn Baby anlegen, Mutter unterstützen

Schlafbedürfnis von Mutter und Kind

Ernährung in der Stillzeit

Stillen und Arbeiten

Muttermilch abpumpen und Lagern

Teilstillen und Flaschenernährung

Erkrankung der Mutter

weinende Kinder

Brustprobleme und Schmerzen

wertschätzende Kommunikation und Umgang mit Müttern und Familienbett

Fallbeispiele Netzwerk knüpfen, Fachinformationen finden und anbieten

Kompetenzen und Grenzen der Beratung

Nina Abel Stillberatung Beikostberatung Onlineberatung Stillprobleme wunde Brustwarzen Soor Milchmenge Guide kostenlos

Prüfung

Die Prüfung zur Stillberaterin EISL findet in schriftlicher Form statt und besteht zu etwa 2/3 aus multiple Choice Fragen.

Das Zertifikat ist 3 Jahre gültig. Zur Rezertifizierung muss eine mindestens eintägige Fortbildung pro Jahr besucht besucht werden.

Ausbildungsdauer

Die Präsenzphase beträgt insgesamt 5 Tage. Davon fallen 4 Tage auf das Basisseminar und ein Tag auf das Zertifizierungsmodul. Somit beträgt die Präsenzphase insgesamt 40 Stunden.

Hinzu kommen noch 16 Stunden Praktika, die sich in 4 Still- oder Elterngruppentreffen von je 2 Stunden und 2 mal 4 Stunden Hospitation gliedern und die Abschlussprüfung.

Preise

Für die Ausbildung beim EISL musst du mit einer Einschreibegebühr von 90,- € rechnen, dazu kommen die Kosten für das Basisseminar in Höhe von 510,-€ und das Zertifizierungsmodul in Höhe von 140,-€

Somit kommst du auf einen Gesamtpreis von 740,-€

Pausengetränke sind in den Gebühren inbegriffen. Zusätzliche Kosten z.B. für Übernachtung und Anfahrt müssen selbst getragen werden.  

 

das könnte dich auch interessieren:

LLL (La Leche Liga)

AFS (Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen)

DAIS (deutsches Ausbildungsinstitut für Stillbegleitung)

IBCLC ( international boarded certified lactation consultant – examinierte Still- und Laktationsberaterin)                              

AFS – Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen Stillberaterin

Stillberaterin finden, Stillberaterin werden, Stillberatung, AFS, Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen, Nina Abel

Infos zur Ausbildungsstätte

Aus dem Wunsch heraus auch auf politischer ebene die Interessen Stillender zu vertreten, wurde 1986 die Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen (AFS) aus der La Leche Liga Deutschland als Tochterorganisation heraus gegründet.

Mittlerweile hat die AFS in Deutschland und Österreich zahlreiche Stillgruppen und ehrenamtliche Stillberaterinnen und organisieren den jährlichen Stillkongress in Köln.

Infos zur Ausbildung

Die ehrenamtliche Beratung der AFS findet persönlich im direkten Kontakt von Mutter zu Mutter statt. Die AFS unterhält zudem eine Telefonhotline und bietet E-Mail Beratung an.

Die AFS bietet ihren Mitgliedern eine qualitativ gute Ausbildung, mit der die Beraterinnen alle nötigen Grundlagen erlernen um eine Stillgruppe leiten und ehrenamtlich in der Hilfe zur Selbsthilfe zu Beraten.

Um die Ausbildung abzuschließen müssen 8 Ausbildungskurse, sowie eine AFS Veranstaltung wie zum Beispiel der Stillkongress in Köln, das Landestreffen oder die regionalen Mitgliederversammlungen besucht werden.

Die einzelnen Ausbildungskurse dauern nicht länger als einen halben Tag und werden meist als Blockseminare angeboten, so können an einem Wochenende auch gleich mehrere abgeschlossen werden. Die Reihenfolge ist hierbei nicht vorgegeben.Auch gibt es keine zeitliche Einschränkung wie lange man für die einzelnen Kurse Zeit hat.

Die AFS bietet ihren Stillberaterinnen nicht nur einen internen Mitgliederbereich mit Fachforum auf der AFS Website, sondern auch zahlreiche Infobroschüren und medizinische Infoblätter.

Mit ihrem jährlichen Stillkongress, den Regionaltreffen und den Landesveranstaltungen bietet sie zudem eine breite Plattform für Fortbildungen und ein aktives Netzwerk.

Voraussetzungen

Da es sich bei der AFS um eine Mutter zu Mutter Beratung handelt und eigene Stillerfahrung nötig ist, werden grundsätzlich nur Frauen ausgebildet. Die AFS macht allerdings auf Anfrage hier auch Ausnahmen.

Die Stillerfahrung ist bei der AFS nicht an eine bestimmte Dauer geknüpft, dennoch sollte man mit den Grundsätzen der AFS übereinstimmen.

Die Ausbildung zur AFS Stillberaterin wird nur Mitgliedern des Vereins angeboten und der Besuch einer Stillgruppe ist zur Zulassung unbedingt nötig. Diese muss allerdings nicht unbedingt eine Stillgruppe der AFS sein und wenn die nächste Stillgruppe unzumutbar weit entfernt ist, sind Ausnahmeregelungen möglich.

Schon während der Ausbildung dürfen AFS Stillberaterinnen Stillgruppen leiten und Beratung anbieten auch die Prüfung am Ende der Ausbildung ist nicht verpflichtend.

Du hast ab beginn der Ausbildung 2 Jahre Zeit die 8 Kurse zu absolvieren

Ausbildungsinhalte

Neben einer AFS Veranstaltung müssen im Rahmen der Ausbildung 8 Fortbildungskurse besucht werden. Jeder Dauert etwa einen halben Tag und sie werden oft als Blockseminare angeboten, wodurch mehrere an einem Wochenende besucht werden können. So können alle Kurse an 2 Wochenenden absolviert werden.

Die Ausbildungskurse der AFS gliedern sich wie folgt:

Kurs 1 eigene Stillgeschichte

erleben der eigenen Stillzeit, wie beeinflusst mich das erlebte in meiner Beratung, warum möchte ich Stillberaterin sein, was erfahre ich über mich

Kurs 2 Gesprächsführung

Reflexion der eigenen Gespräche, Hilfe zum Führen von hilfreichen Gesprächen und der Leitung von Stillgruppen, Kommunikationsmodell, finden eigener Lösungen, Abgrenzung zwischen hilfreichen Gesprächen und Verkaufsgesprächsführung

Kurs 3 Telefonberatung

Gesprächsmodell partnerzentriertes Gespräch, Gesprächsführung in besonderen Situationen, Gespräche werden nach gespielt und bessere Lösungen gefunden

Kurs 4 medizinische Anfängerinformationen

Aufbau und Entwicklung der Brust, Milchbildung, Milchspendereflex und Milcheinschuss, Zusammensetzung der Muttermilch, Allergien, Stillhindernisse, körperliche Vorgänge des Stillens, Grenzen der ehrenamtlichen Stillberatung

Kurs 5 Saugen, Saugverwirrung, Stillpositionen, Stillhilfen

Saugvorgang an der Brust, Unterschied zwischen dem Saugen an der Brust und Flasche, Stillhütchen, korrektes Anlegen, Übung von verschiedenen Stillpositionen, Stillhilfsmittel

Kurs 6 Koliken, Beikost, Abstillen

Ursachen und Umgang mit Koliken, Einführung der Beikost unter Berücksichtigung der WHO Empfehlung, Formen des Abstillens, Abstillgründe

Kurs 7 Wege der Stillförderung in der AFS

Verschiedene Möglichkeiten für Stillgruppentreffen, Aufgaben einer Stillgruppenleiterin, Grenzen der Stillgruppenarbeit, Finanzierung, Öffentlichkeitsarbeit, Strukturen und Netzwerk der AFS, Überregionale Arbeit der AFS

Kurs 8 Zusammenfassung und Vertiefung der Kurse 1 bis 7

Zusätzlich zu den Ausbildungskursen muss ausführliche Lektüre in Form der AFS Ausbildungsmappe, der Vereinszeitschrift „Stillzeit“ sowie sämtlichen Broschüren und Schriften der AFS im Selbststudium gelesen und erarbeit werden.

 

Nina Abel Stillberatung Beikostberatung Onlineberatung Stillprobleme wunde Brustwarzen Soor Milchmenge Guide kostenlos

Prüfung

Wenn du alle Ausbildungskurse und eine AFS Veranstaltung besucht hast, kannst du die Prüfungsunterlagen bei der AFS beantragen. Am Anfang der Ausbildung erhältst du mit den Ausbildungsunterlagen den so genannten Ausbildungsbegleiter. Dieser muss bei jeder Fortbildung und der AFS Veranstaltung mitgeführt und von der Referentin unterschrieben werden und gilt als Nachweis der besuchten Ausbildung. Nur mit diesem Nachweis wirst du zur Prüfung zugelassen.

Die Prüfungsfragen bekommst du nach Hause geschickt und hast dort 3 Monate Zeit diese zu bearbeiten.

Nach bestandener Prüfung bekommst du ein Zertifikat mit 2 Jahren Gültigkeit. Zur Rezertifizierung muss eine AFS Fortbildung von 3 Stunden besucht werden.

Ausbildungsdauer

Die Dauer der Ausbildung hängt stark von der Planung der einzelnen Kurse ab. Liegen diese günstig, können all 8 Ausbildungskurse innerhalb von 2 Wochenenden absolviert werden. Du hast aber ab Anmeldung zur Ausbildung 2 Jahre Zeit alle Kurse zu belegen.

Dazu kommt die Zeit, die du für den Besuch einer AFS Veranstaltung, den Stillgruppentreffen und der Erarbeitung der Lektüre brauchst, sowie der Zeitaufwand für die Bearbeitung der Prüfungsfragen.

Preise

Da die Ausbildung nur für AFS – Mitglieder angeboten wird, zähle ich den Mitgliedsbeitrag der AFS zu den Ausbildungskosten. Hierfür fallen 40€ jährlich an. Dazu kommt eine Anmeldegebühr von 40€ und die Kosten für die einzelnen Kurse.

Kurs 1 bis 3 kosten momentan je 55€ und die Kurse 4 bis 8 je 27,50.

Damit kommst du auf einen Preis von 342,50€ ohne den Mitgliedsbeitrag.

Anfallende Kosten für Übernachtungen, Anreise und dem Besuch einer AFS Veranstaltung sind zusätzlich selbst zu tragen.

das könnte dich auch interessieren:

LLL (La Leche Liga)

EISL (europäisches Institut für Stillen und Laktation)

DAIS (deutsches Ausbildungsinstitut für Stillbegleitung)

 IBCLC ( international boarded certified lactation consultant – examinierte Still- und Laktationsberaterin)